Es ist Nacht. Genauer gesagt die Nacht des 31. Oktobers – Halloween. AJ McLean sitzt in einem bequemen Sessel, hat die Beine über eine der Lehnen geschwungen, seine Hände locker im Schoß gefaltet und sein Kopf ist nach hinten gefallen. Sein leises Schnarchen vermischt sich ab und an mit der Musik, die aus dem Fernseher kommt.
MTV hat zur Halloween Nacht geladen und eigentlich hat er sich vorgenommen, sich dies bis zum bitteren Ende an zu sehen. Wenn er schon nicht persönlich dabei sein kann ...
Das Schicksal hat es mal wieder nicht besonders gut mit ihm gemeint, denn er hat sich den Magen verdorben. Ausgerechnet die Nacht der Nächte verbringt er jetzt also auf diesem Sessel, noch dazu in einem fremden Haus.
Als Brians Anruf kam, hat er kurz überlegt, aber schließlich großzügig zu gesagt auf Baylee auf zu passen, damit sein Freund und dessen Frau sich mal wieder einen schönen Abend machen können.
Da die beiden strickt gegen ein Kindermädchen sind, was AJ gut verstehen kann, sind diese Abende in letzter Zeit für die beiden eher spärlich gesät und da es für AJ egal ist, ob er nun mit Magenkrämpfen zu Hause auf der Couch oder hier in diesem Sessel sitzt, hat er sich bereit erklärt an Halloween den Babysitter zu spielen. Immerhin kann er behaupten, dass er das noch nie getan hat.
Sein Schlaf ist nicht sehr tief, immer wieder hebt er für einen winzigen Augenblick die Lider, schaut auf den Bildschirm, stellt fest, dass es nichts wirklich wichtiges zu sehen gibt und gleitet wieder hinüber in das Schattenreich der Träume.
Als er jetzt erneut die Augen ein Stück weit öffnet, mischt sich ein neuer Unterton in die Musik von Marilyn Manson, der gerade über die Mattscheibe stöckelt, und dieser Unterton veranlasst ihn dazu, die Augen ganz zu öffnen und sich schwerfällig in seinem Sessel auf zu richten.
Er schwingt die Beine zurück über die Lehne, stellt die Füße auf den Boden und reibt sich weit vorgebeugt müde die Augen.
Das Geräusch wiederholt sich und da er jetzt wesentlich wacher ist, vielleicht noch nicht ganz wieder da, aber immerhin fast im Hier und Jetzt, erkennt er das dünne Stimmchen von Baylee.
„Geh weg!“ dringt die Stimme des Jungen aus dem Babyphone und AJ erhebt sich schwerfällig aus seinem Sessel.
„Ich komme schon Kumpel,“ ruft er die Treppe hinauf, doch am oberen Treppenabsatz bleibt es still. Etwas beunruhigt nimmt AJ zwei Stufen auf einmal. Er hat nicht wirklich Angst, dass Baylee etwas passiert sein könnte, eher macht er sich Sorgen, was der Kleine seinen Eltern wohl erzählen wird, wenn sie wieder da sind.
„Onkel AJ böse,“ würde er sicher sagen. „Hat geschlaft und mich nicht gehört.“
„Bin schon da Kumpel,“ sagt AJ, kurz bevor er die Kinderzimmertür aufdrückt und sich in die Dunkelheit dahinter schiebt.
„Onkel AJ,“ ruft der kleine Junge, der sich in das hinterste Eckchen seines Kinderbettes zurück gezogen hat und streckt ihm dabei auffordernd seine dünnen Ärmchen entgegen.
„Was ist denn los, hm?“ fragt AJ, während er Baylee aus seinem Bett hebt und ihn an sich drückt. „Hast Du vielleicht schlecht geträumt?“
Er spürt, wie der kleine Kerl auf seinem Arm den Kopf schüttelt.
„Monster unter dem Bett,“ flüstert der Kleine ganz nahe an seinem Ohr und für einen kurzen Moment muß AJ sich auf die Zunge beißen, damit er nicht einfach anfängt haltlos drauf los zu kichern.
Vielleicht war es ein Fehler gewesen, sich zusammen mit Baylee „Die Monster AG“ auf Video an zu sehen. Vielleicht, und das gesteht er sich nur ungern ein, hätte er doch lieber auf den Hinweis vertrauen soll, der den Film erst ab sechs Jahren frei gibt. Doch nun ist es wohl zu spät und er muß dafür sorgen, dass Baylee keine Angst mehr im Dunkeln hat.
„O.k. kleiner Mann,“ sagt er deshalb in dem beruhigensten Tonfall, zu dem er im Stande ist „wir sehen jetzt gemeinsam nach, was sich unter Deinem Bett versteckt, was meinst Du? Aber ich könnte mit Dir wetten, dass da nicht mehr ist als ... hm ... ein bißchen Staub und vielleicht, aber nur wenn wir viel Glück haben, Dein Lieblingshase, den Du seit Tagen vermisst. Was meinst Du?“
Baylee richtet sich in seinen Armen auf und sieht ihn mit großen Augen an. Man kann in seinem Gesicht lesen, dass er AJ glauben möchte, einfach nur, weil er ein Erwachsener ist, und die haben ja bekanntlich immer recht, andererseits flackert da immer noch die Angst in seinen Augen und AJ macht sich langsam Sorgen.
„Also, was meinst Du?“ fragt er noch einmal, da Baylee ihm nicht geantwortet hat. Zögernd nickt dieser, doch als AJ ihn auf den Boden hinunter lassen will, damit sie sich beide zusammen ansehen können, was da wirklich unter dem Bett ist, klammert er sich panisch an AJs Schulter fest.
„Monster!“ ruft er wieder und verbirgt sein Gesicht in AJs Halsbeuge.
„Baylee Schatz, so etwas wie Monster gibt es nicht. Die existieren nur in unserer Fantasie.“
„Monster,“ beharrt das kleine Bündel auf seinem Arm und streckt noch dazu anklagend den Arm in Richtung Bett aus.
„Also gut. Dann schauen wir jetzt mal nach. Keine Sorge, ich werde Dich hier auf meinem Arm behalten, o.k.?“
Baylee nickt erneut zögerlich.
„Na dann mal los.“
AJ lässt sich auf die Knie sinken und drückt dabei den kleinen, mittlerweile leicht zitternden Körper fest an sich. Dann beugt er sich nach vorne, so dass Baylees blonde Locken beinahe den Boden berühren und wendet den Kopf.
Doch er kann unter dem Bett gar nichts sehen, so dunkel ist es dort und der schmale Lichtstreifen, der durch die Tür fällt, endet abrupt in dessen Schatten.
„Siehst Du,“ sagt er trotzdem „da ist nichts, wovor Du Angst haben mußt.“
Ein leises Wimmern verrät ihm, dass der Junge auf seinem Arm noch nicht überzeugt ist.
„O.k., dann also Licht,“ sagt er, steht auf und betätigt den Lichtschalter. Sofort wird das Zimmer in warmes, gelbes Licht getaucht und für den Bruchteil einer Sekunde fühlt er so etwas wie Erleichterung durch seinen Körper fluten, obwohl das totaler Schwachsinn ist. Monster gibt es nicht!
Erneut kniet er sich auf den Boden und beugt sich mit Baylee in seinem Arm nach vorne.
„Siehst Du, wie ich es Dir gesagt habe,“ sagt er schließlich beinahe triumphierend „kein Monster, aber Eurer Putzfrau sollte man mal sagen, dass man auch unter dem Bett saugen kann. Da hinten scheint noch einer Deiner Bauklötze zu liegen, aber den können wir auch noch morgen unter dem Bett hervor fischen.“
Er wendet sein Gesicht Baylee zu. Dieser starrt in den Zwischenraum unter dem Bett. Seine Augen huschen hin und her und sein Daumen ist in seinen Mund gewandert.
AJ richtet sich auf, rückt Baylee in eine bequemere Position und streicht ihm dann sanft über das Haar.
„Also was meinst Du Kumpel. Alles in Ordnung?“
Baylee schaut ihn noch für einen Moment mit seinen großen, unergründlichen Kinderaugen an, dann nickt er.
„Gut. Dann also wieder Abmarsch ins Bett.“
AJ steht vom Boden auf und befördert Baylee mit einem eleganten Schwung über die Gitterstäbe des Kinderbettchens, was Baylee ein verzücktes Quiken entlockt.
Fürsorglich deckt er den kleinen, schmalen Körper zu und streicht ihm erneut zärtlich über das Haar.
„Schlaf gut Kumpel,“ sagt er leise und bemerkt lächelnd, dass dem Kleinen die Augen bereits vor Müdigkeit zu fallen.
Für einen Moment bleibt er an dem Bettchen stehen, beobachtete, wie Baylee endgültig die Augen schließt und seine Atemzüge tief und gleichmäßig werden, dann tritt er langsam zurück, knipst das Licht aus und zieht die Tür hinter sich zu. Einen Augenblick lang horcht er noch in das Kinderzimmer hinein, doch nachdem es darin weiterhin ruhig bleibt, geht er langsam die Treppe hinunter, zurück ins Wohnzimmer.
Auf MTV ist die große Party noch immer im Gange, doch irgendwie ist er gar nicht mehr sauer, dass er nicht dort sein kann und sein Magen scheint sich auch wieder beruhigt zu haben.
Lächelnd greift er zu der Schachtel mit Zigaretten, die auf einem kleinen Glastischchen neben dem Fernsehsessel liegen und will sich auf den Weg hinaus auf die Terrasse machen, um sie dort in Ruhe zu rauchen.
Doch gerade als er sich in Richtung Terrassentür wendet, nimmt er aus den Augenwinkeln eine Bewegung war. Irritiert dreht er sich zur Treppe herum. doch jetzt ist dort nichts mehr zu sehen. Die kleine Stehlampe in der Ecke des Wohnzimmers beleuchtet den Flur und die erste Treppenstufe nur spärlich und er hätte schwören können, dass da gerade eben noch ein Schatten herum gehuscht ist. Gleich darauf schüttelt er den Kopf. Vielleicht hätte er den Film ebenfalls nicht ansehen sollen, kein Wunder dass Baylee Albträume hat, wenn er schon irgendwelche dubiose Schatten sieht, wo keine sein können.
Er wendet sich wieder der Terrassentür zu und wie noch nicht einmal vor ein paar Sekunden sieht er wieder diese Bewegung aus den Augenwinkeln. Hastig wendet er sich wieder der Treppe zu. Diesmal begnügt er sich nicht mit einem flüchtigen Blick. Er wirft die Zigarettenschachtel unbeachtet auf den kleinen Tisch zurück und nähert sich langsam Schritt für Schritt der Treppe.
Der Lichtschalter ist leider am anderen Ende des Flurs, also muß er sich mit dem bißchen Licht zufrieden geben. Leider malt seine Fantasie genau die Stellen in den grässlichsten Farben aus, die er nicht genau einsehen kann.
Immer wieder ruckt sein Kopf herum, versucht er, in den dunklen Ecken unter der Treppe und hinter der Küchentür zu sehen, was sich dahinter verbirgt.
„Blödsinnig,“ denkt er „meine Augen spielen mir Streiche. Wahrscheinlich jage ich gerade meinem eigenen Schatten hinterher.“
Er hat den Flur erreicht und bleibt lauschend stehen. Jetzt ärgert er sich, dass er den Fernseher nicht aus geschaltet hat. Wenn sich jemand gerade an ihn heran schleicht, könnte er es nicht einmal hören.
Doch auch hier: Nichts. Er beschließt, das ganze seiner Übermüdung zu zu schreiben und macht sich wieder auf den Weg ins Wohnzimmer.
Und in diesem Moment passiert es.
Etwas kaltes greift nach seinem Nacken, etwas, das sich anfühlt wie der stählerne Greifarm eines Baggers. Angst fährt augenblicklich in seine Eingeweide und verfestigen sie zu einem harten, festen Klumpen.
Im selben Moment versucht er sich schreiend herum zu werfen, doch die stählerne Hand in seinem Nacken hält ihn an Ort und Stelle. Er versucht nach diesem Etwas hinter sich zu schlagen und als seine Finger es berühren, wünscht er augenblicklich, er hätte das nicht getan.
Es fühlt sich kalt und hart an, ist aber ganz eindeutig nicht mechanisch. Er fühlt etwas pulsieren unter dieser rauen, kalten Schale, so, als schlage irgendwo ein Herz, das mit ungeheurer Kraft das Blut durch die Adern dieses Wesens pumpt.
Als plötzlich ein grässlicher Schmerz durch seine Fingerspitzen schießt, zieht er kreischend seine Hand zurück. Entsetzt schaut er auf das, was einmal seine Fingerspitzen gewesen sind. Seine Haut schlägt Blasen, Blut rinnt über seine Finger und tropft auf den weichen, hellen Teppich. Verdammt, er hat dieses Ding doch noch nicht mal richtig berührt! Und seinem Nacken geht es, abgesehen von dem Schmerz der durch den festen Druck entsteht, doch auch noch ganz gut.
Hilflos zappelt er in dem stahlharten Griff, dabei drückt er seine Hand fest an seinen Körper. Er muß hier weg, er muß .... oh mein Gott. Balyee!!
Das Ding hinter ihm, fängt plötzlich an, ihn wie wild zu schütteln. Vielleicht fühlen sich so kleine Hundewelpen, wenn sie etwas angestellt haben und ihre Mutter sie im Genick packt um sie hin und her zu schütteln, doch für AJ hat diese Bewegung weder etwas liebevolles noch etwas auch nur annähernd zärtliches.
Er hat das Gefühl, dass sein Kopf gleich von seinem Körper gerissen wird, seine Arme schlagen wild in alle Richtungen, weil er nicht mehr die Kraft hat, sie an seinen Körper zu pressen und treffen dabei immer wieder, aber unfreiwillig, das Ding hinter ihm. Dort, wo seine Haut mit Ihm ihn Berührung kommt, wallen sofort unvorstellbare Schmerzen auf und so sehr er sich auch vorgenommen hat um Baylees Willen nicht zu laut zu schreien, um so mehr versagt er in diesem Punkt.
„Lass mich los,“ brüllt er und fängt an zu schluchzen „bitte hör auf. Ich habe Dir nichts getan!“
Tatsächlich scheint das Ding ihn zu verstehen und AJ wird unsanft auf die Füße zurück gestellt. Er versucht nun nicht mehr, sich zu wehren, denn er hat keine Chance, das weiß er nun. Und vielleicht wollte ihm das das Ding auch nur klar machen.
„Was willst Du von mir,“ presst er durch, vor Schmerzen zusammen gebissen Zähnen hervor. Eigentlich rechnet er nicht mit einer Antwort. Doch überraschender Weise bekommt er eine.
„Bayleeeeeee,“ krächzt das Wesen hinter ihm und es hört sich an, als fahre jemand mit seinen Fingernägeln über eine Tafel.
„Nein! Bitte, das kannst Du doch nicht machen, das ... ,“
Ein unvorstellbar kraftvoller Stoß befördert ihn durch das halbe Wohnzimmer, wo er schließlich vom Couchtisch gebremst wird, der unter seinem Gewicht zusammen bricht. Mit dem Gesicht nach unten bleibt er schwer atmend zwischen den Trümmern liegen.
Jeder Millimeter seines Körpers tut ihm weh, die Welt fängt an, sich vor seinen Augen zu drehen und ihm ist furchtbar übel. Doch das alles registriert er nur am Rand. Stöhnend und ächzend versucht er sich auf zu richten. Er muß Balyee retten. Das Ding darf ihm nichts antun.
Der Boden bebt, als dieses Etwas langsam durch das Wohnzimmer auf ihn zu kommt.
„Bitte,“ wimmert er erneut und schafft es endlich, sich auf den Rücken zu drehen.
Das Ding steht über ihm und für einen Moment weicht jeder klare Gedanke aus seinem Kopf und gewährt somit genug Platz für das schreckliche Bild, das sich ihm bietet.
Dieses Ding hat tatsächlich nichts menschliches an sich. Es gleicht eher ... es gleicht ... es gleicht nichts, was er jemals gesehen hat.
Das Wesen ist schwarz, von Kopf bis Fuß, sofern dieses Ding so etwas überhaupt besitzt. Der Körper scheint direkt über dem Boden zu beginnen, Beine oder Füße sind nicht zu erkennen. Unzählige, lange Tentakel wallen um den Körper dieser Kreatur und nähern sich bedenklich nahe seinem Gesicht.
Auf dem Körper dieses Dinges sitzt etwas, das wohl ein Kopf sein soll. Die Form eher eiförmig, aber mit einem Maul, das die unzähligen, messerscharfen Reißer gar nicht alle fassen kann.
„Bitte,“ wimmert er erneut und versucht sämtliche Tentakel gleichzeitig im Auge zu behalten, doch das gelingt ihm natürlich nicht. Kurz bevor er den unvorstellbaren Schmerz auf seiner Wange spürt, sieht er aus den Augenwinkeln die Bewegung.
Er schreit auf, beginnt erneut um sich zu schlagen und reißt seine Augen so weit auf, wie es nur geht.
Doch er kann nichts sehen. Ist er blind geworden? Hat ihm dieses Ding die Augen weggeätzt? Aber es hat doch gar nicht ...
Plötzlich fällt ihm auf, dass er sich wieder bewegen kann. Sein Kopf zuckt herum und verständnislos fällt sein Blick auf das, was er dort sieht.
Sein Radiowecker zeigt ihm an, dass es vier Uhr morgens ist. Seine Brust hebt und senkt sich unter seinen hastigen, wilden Atemzügen, Schweiß bedeckt seinen Körper und sein Herz rast, dass er Angst hat, es wird ihm gleich aus der Brust springen.
Mit zitternden Händen betätigt er den Schalter der Nachttischlampe. Sein Schlafzimmer wird in warmes Licht getaucht und immer noch versteht er nicht so ganz, was da gerade passiert ist. Hektisch untersucht er seine Finger und seine Arme. Sie sind unversehrt.
Keuchend entweicht die Luft aus seinen Lungen und eine Welle von grenzenloser Erleichterung überschwemmt ihn.
„Nur ein Traum,“ krächzt er und versucht seine trockenen Lippen mit Speichel zu befeuchten.
„Nur ein Traum,“ sagt er noch einmal in die Stille seines Schlafzimmers hinein und diesmal ist er sogar bereit, es zu glauben.
Erschöpft lässt er sich zurück in die Kissen fallen und starrt an die Decke.
„Nur ein Traum,“ flüstert er erneut.

„Hey AJ, alles klar bei Dir?“ fragt Brian und AJ lehnt sich mit dem Telefonhörer in der Hand an die Spüle.
„Geht so. Ich habe mir wohl irgendwie den Magen verdorben und versuche die Krämpfe zu ignorieren.“
„Oh, das tut mir leid. Das bedeutet wohl, dass Du nicht mit auf die Party gehst, was?“
„Nein,“ AJ schüttelt unbewußt den Kopf und spürt, wie sein Herz etwas schneller zu schlagen beginnt. Immer noch hat er das Gefühl, seinen Traum noch nicht ganz abgeschüttelt zu haben.
„Du hättest nicht zufällig Lust ... ,“ Brian lässt den Satz unvollendet.
„Sorry, Bri, aber mir geht es wirklich nicht besonders,“ antwortet AJ und weiß, dass er um nichts in der Welt heute Abend in Brians Haus sein möchte.
„War ja auch nur so ein Gedanke,“ gibt Brian zurück und AJ registriert erleichtert, das er weder enttäuscht noch ärgerlich klingt.
„Das nächste Mal bestimmt,“ sagt er trotzdem.
„Klar. Kein Problem. Leg Dich hin und ruh Dich aus.“
„Mach ich.“
„Also, dann mal gute Besserung, ja? Und komm uns bald mal wieder besuchen. Baylee redet ununterbrochen von Dir.“
„Wirklich?“ eine Welle der Zuneigung wärmt AJ von innen. „Was sagt er denn?“
„Er sagt, dass Du der beste Monsterjäger der Welt bist. Weißt Du, was er damit meint?“

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