Kapitel 7
Die Zeit bis Mittwoch nutze ich, um jedes Fitzelchen an Informationen über AJ in Erfahrung zu bringen. Das Internet war hierbei eine nie versiegende Quelle und als ich am Mittwoch Morgen einen Blick in die voll beschriebenen Seiten des Essays über ihn warf, wurde mir das erste Mal bewußt, wie schwierig es sein würde etwas heraus zu finden, was noch niemand wußte bzw. was nicht sowieso schon als halbgares Gerücht durch das Internet kursierte.
Das, was ich menschlich an ihm sehr bewunderte, mich aber gleichzeitig in meiner Arbeit behinderte, war seine unglaubliche Offenheit gegenüber der Presse.
Angefangen von seinem Alkoholproblem, zu dem er unzählige Interviews gegeben hatte, über seine Freundinnen, die immer wieder bei offiziellen Anlässen auftauchten damit erst gar kein Zweifel über ihre Existenz aufkommen konnte, bis hin zu seiner geplatzten Hochzeit im letzten Jahr, schien jedes Detail seines Lebens öffentlich zu sein.
Drei Dinge hatte ich allerdings heraus gefunden und sie standen ganz oben auf meiner dem-muß-ich-nachgehen-Liste:
1. Niemand schien von diesem Strandhaus zu wissen,
2. Seine momentane Freundin hieß Andrea Seabridge und sah auf den Fotos unglaublich nett, intelligent und liebenswert aus, mehr war allerdings nicht über sie zu finden und
3. Tauchte Kimberly auf keiner privaten Fanpage, in keinem Forum, in keinem einzigen Interview und auch in keiner noch so kleinen Randnotiz auf.
Sicher, was Punkt 3 betraf, so konnte sie auch einfach nur eine flüchtige Bekannte sein, doch so wie er reagiert hatte, als sie plötzlich bei ihm aufgetaucht war, die Art, wie sie sich an ihn geklammert und das Wort Darling ausgesprochen hatte ... das alles machte es mir schwer daran zu glauben. Einmal ganz davon abgesehen, dass meine weibliche Intuition, mein journalistischer Spürsinn und nicht zu letzt die weibliche Logik felsenfest davon überzeugt waren, dass hier etwas im Busch war.
Schließlich schien jedes weibliche Wesen, mit dem er auch nur für einen Moment sprach, im Internet auf zu tauchen. Es gab Unmengen an Fotos: AJ mit Kelly Price, einer bekennenden Pornodarstellerin, AJ mit Sukie Dembridge, angeblich eine Freundin aus Kindertagen, AJ mit Vanessa Manson und so weiter und so fort, aber kein Bild mit Kimberly ach-bin-ich-so-süß-habe-aber-Angst-vor-Hundhaaren.
Als es langsam Nachmittag wurde, machte ich mir bereits Sorgen, dass er unser Date vergessen haben könnte. Nun ja, genau genommen hatten wir ja nicht wirklich eine Verabredung. Er hatte mir lediglich mitgeteilt, dass er am Mittwoch seine Hunde wieder bei sich hatte und das wir ja dann mal zusammen spazieren gehen könnten. Vielleicht war er noch in der Stadt. Ein Mensch wie er hatte sicherlich haufenweise Termine, denen er nachkommen mußte.
Schließlich wurde es mir zu dumm noch länger im Haus herum zu sitzen und darauf zu warten, dass er auftauchen würde. Ich krempelte meine Jeans auf, knotete mir einen Pullover um die Hüften, da der Himmel so aussah, als würde demnächst ein Gewitter herauf ziehen, und öffnete die Terrassentür.
Boomer flitzte an mir vorbei, bremste ruckartig vor der Treppe ab, nahm die Treppenstufen dann ganz vorsichtig und sprang dann mit langen Sätzen dem Wasser entgegen.
Ich folgte ihm etwas langsamer und warf von meiner Terrasse aus noch einmal einen Rundumblick über den Strand, doch weder AJ noch sonst irgendeine Menschenseele war zu sehen.
Enttäuscht lief ich langsam zu Boomer hinüber, der mittlerweile eine Runde im Meer baden gegangen war und sich gerade mit Hingabe das Wasser aus dem Fell schüttelte. Kaum hatte ich ihn erreicht, sauste er auch schon davon und kam gleich darauf mit einem Stock im Maul zurück. Er lies das Stück Holz vor meinen nackten Füßen fallen und blickte dann auffordernd und mit heraus hängender Zunge zu mir auf.
Weißt Du Boom, sagte ich zu ihm, während ich mich bückte und den Stock aufhob Gott wußte schon, warum er den Tieren keine Stimme gegeben hat. Ein Augenaufschlag von Dir genügt und ich weiß was Du willst. Nicht aus zu denken, wenn Du auch noch dauernd Sky, mach dies ... Sky mach das sagen könntest.
Ich holte aus und warf den Stock in hohem Bogen ins Wasser. Boomer legte einen derartigen Blitzstart hin, dass der Sand unter seinen Pfoten aufspritzte und landete gleich darauf mit einem lauten Platsch in den behäbig heran rollenden Wellen.
Das ist wahrscheinlich das Einzige, rief ich ihm hinterher das Dich von einem Mann unterscheidet und warum ich Dich immer noch in meiner Nähe dulde!
So? Na das ist doch mal eine interessante Aussage, hörte ich es plötzlich hinter mir und erschrocken fuhr ich herum.
AJ stand amüsiert grinsend vor mir, Daisy und ein weiterer Hund, höchstwahrscheinlich der faule Tank, saßen an seiner Seite und schienen sich nur noch mit den Schwanzspitzen an ihrem Platz halten zu können. Der Rest von ihren leicht zitternden Körpern war ausschließlich auf Boomer fixiert, der jetzt langsam mit dem Stock in seinem Maul Richtung Strand geschwommen kam. Während ich mich noch fragte, wo die drei so plötzlich herkamen und wie es ihnen gelungen war, sich so lautlos an mich heran zu schleichen, warf AJ einen Blick auf seine Hunde hinunter und sagte Na los ihr zwei, dann sagt mal Hallo zu Boomer.
Daisy sprang sofort los und flitzte davon, während Tank noch einmal einen Blick zu seinem Herrchen hinauf warf, so als wolle er überprüfen ob er das wirklich ernst gemeint hatte, und trotte dann etwas langsamer auf seinen krummen Beinchen seiner Gefährtin hinterher.
Du hast mich zu Tode erschreckt, sagte ich, nachdem ich wieder zu Atem gekommen war.
Tut mir leid, sagte AJ sofort, aber man sah ihm dabei ganz deutlich an, dass ihm rein gar nichts leid tat ich fand den Spruch nur sehr interessant. Sind Hunde die besseren Männer?
Du willst jetzt hoffentlich nicht mit mir darüber diskutieren? fragte ich stirnrunzelnd und er lachte doch, das würde ich sehr gerne. Höchstwahrscheinlich kann ich noch etwas von Dir lernen.
Du machst Dich über mich lustig, stellte ich fest.
Nein, tue ich nicht. Ich bin sowieso der Meinung, das Hunde die besseren Menschen sind.
Tatsächlich?
Tatsächlich. Die Frage ist nur, warum Du so denkst.
Oha, jetzt aber Vorsicht. Er sollte bloß nicht glauben, dass er mit einem warmen Lächeln und dem interessierten Blick irgendetwas aus mir heraus bekommen konnte. Da mußte er aber schon früher aufstehen.
Na, das ist doch allgemein bekannt: Hunde sind treu, verzeihen alles, hören aufs Wort und lieben Dich abgöttisch.
Und Männer tun das nicht?
Zeig mir einen Mann, der die Interessen seiner Freundin über seine eigenen stellt und das bedingungslos.
Zeig Du mir eine Frau, die das tut, konterte er.
Kimberly machte schon den Eindruck, als würde sie alles für Dich tun, entgegnete ich spitz.
Kim? er schien einen Moment zu überlegen, dann schüttelte er lachend den Kopf Kimberly interessiert sich nur für sich selbst. Aber das ist in Ordnung so. Mehr verlange ich von ihr auch gar nicht.
Ist sie Deine Freundin? fragte ich gerade heraus und ich sah, wie er schluckte.
Nein. Sie ist EINE Freundin.
Aha, gab ich nur zurück und suchte fieberhaft in meinem Kopf nach einer weiteren Ansatzmöglichkeit.
Jetzt sieh Dir das an, meinte AJ plötzlich und zeigte an mir vorbei. Ich drehte mich herum und mußte unwillkürlich kichern.
Daisy und Boomer hatten sich jeweils ein Ende des Stockes geschnappt und zogen wie wild und laut knurrend daran. Tank stand ungefähr in der Mitte und schaute immer wieder von einem zum anderen, so als spiele er den Schiedsrichter in diesem Spiel. Dabei wedelte er aufgeregt mit seinem Stummelschwanz, rührte sich ansonsten aber keinen Millimeter.
Das ist so was von typisch für Tank, AJ schüttelte nachsichtig den Kopf wenn alle Hunde um ihn herum rennen, springen und sich balgen, steht er daneben, wackelt mit dem Schwanz und tut immer so, als hätte er den vollkommenen Überblick.
Er weiß eben, wie man bequem durchs Leben kommt.
Ja. Irgendetwas scheine ich falsch gemacht zu haben.
Der Ton in dem er das sagte, lies mich zu ihm aufsehen. Sein Blick war auf die Hunde gerichtet, allerdings war ich mir sicher, dass er sie im Moment gar nicht wirklich wahr nahm.
Wieso? Ist Dein Leben so furchtbar?
Manchmal. Wenn Du an einem Punkt bist, an dem Du Falsch nicht mehr von Richtig unterscheiden kannst, oder noch schlimmer, wenn Du genau weißt, dass Du etwas Falsches tust, aber trotzdem nicht damit aufhören kannst.
Meinst Du etwas bestimmtes? Ich hatte leise gesprochen um ihn nicht aus seinem tranceähnlichen Zustand zu reißen, doch er blinzelte ein paar Mal kurz hintereinander und schüttelte dann lächelnd den Kopf.
Nein ... war nur so ein Gedanke.
Ach so. Ich konnte meine Enttäuschung nur schwer verbergen, aber Gott sei Dank schien AJ noch nicht wieder voll und ganz da zu sein, zumindest sagte er nichts mehr. Stattdessen betrachtete er amüsiert, wie die Hunde langsam aber sicher in Richtung Wasser abwanderten. Tank stand immer noch am gleichen Fleck, während um Boomers und Daisys Pfoten bereits das Wasser spülte.
Na komm, retten wir unsere Hunde, bevor sie vor lauter Übermut ertrinken, grinste AJ und lief los in Richtung Wasser. Meine Augen folgten ihm, doch meine Füße fühlten sich an, als wären sie im Sand vergraben. Er war ohne Frage unglaublich sexy und seine geheimnisvollen Andeutungen über Richtig und Falsch hatten mich unbestreitbar neugierig gemacht. Eine gefährliche Mischung, wie ich mir eingestehen mußte. Vielleicht sollte ich zukünftig noch vorsichtiger sein.
Es fiel mir schwer es zu zu geben, aber als ich am späten Abend zurück in mein Haus kam, mußte ich mir eingestehen, dass ich mich tatsächlich mit AJ gut unterhalten hatte. Mehr noch ... an irgendeinem Punkt hatte ich die ganze Sache mit dem Artikel, meinen mehr als dunklen Zukunftsaussichten und nicht zu letzt die peinliche Episode meiner Hochzeit vollkommen vergessen.
Wir redeten über Gott und die Welt, während wir am Strand entlang wanderten bis unsere Häuser nicht mehr zu sehen waren und so sehr ich auch in meinem Hirn kramte: Ich hatte nichts wirklich wichtiges über ihn heraus gefunden. Vielleicht hatte er mir ein Gefühl davon vermittelt, was für ein Mensch er war und ich wußte auf jeden Fall welche Eiscreme Sorte er liebte, welches alkoholfreie Bier ihm am besten schmeckte, welche Musik er mochte und wir hatten eine ganze Stunde damit verbracht, die Dialoge aus Pulp Fiction mit verteilten Rollen nach zu spielen doch das alles war kein Stoff für einen Artikel, der mich auf der Karriereleiter nach oben befördern sollte.
Nicht nur ein wenig frustriert griff ich schließlich zum Telefon, setzte mich mit einem Glas Wein auf die Terrasse und wählte Hannahs Nummer.
Hallo, hier ist Hannah, wer will mir seine Lebensgeschichte erzählen?
Du kennst meine schon, tut mir leid, grinste ich und hörte, wie am anderen Ende der Leitung Stoff raschelte.
Hey Sky, Du bist spät, hörte ich sie murmeln, dann wurde irgendwo ein Wasserhahn aufgedreht und gleich darauf hörte ich Hannah ein paar große Schlucke direkt aus der Leitung trinken.
Sag mal ... bei was genau störe ich gerade?
Nichts wichtiges. Ich habe gelesen und Simon ist über seinem Laptop eingeschlafen.
Klingt, als wärt ihr bereits 50 Jahre verheiratet.
Manchmal kommt es mir wirklich so vor. Seit er für dieses Examen büffelt, ist mit ihm nicht mehr viel an zu fangen.
Oh je, höre ich da etwa einen Anflug von Ärger im Paradies?
Ach was. In guten und in schlechten Zeiten, Du weißt doch wie das ... , sie stockte unvermittelt und ich konnte förmlich vor mir sehen, wie sie erschrocken die Hand vor den Mund schlug.
Oh Gott Sky, so war das nicht gemeint. Es tut mir leid.
Ist schon o.k., erwiderte ich und meinte es auch so es ist schön, dass ihr glücklich seid.
Bist Du Dir sicher?
Ganz sicher.
Mein Blick wanderte ungewollt den Strand hinauf und zu AJs Haus. Auf die Entfernung konnte ich nur einen leichten Lichtschimmer sehen und ungefähr erahnen, wo die Treppe von seinem Grundstück hinunter zum Strand führte. Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen, war es ein schöner Gedanke zu wissen, dass er genau dort war.
Sky? meldete sich Hannahs Stimme in meinem Ohr.
Ja, ich bin noch da. Sorry. Ich habe da so meine Probleme mit dem Artikel über AJ.
Wieso? Ich dachte die Aktion mit dem Kuchen hätte Dich ein ganzes Stück weiter gebracht?
Schon ... aber nicht weit genug. Ich bin heute mit ihm einen ganzen Nachmittag am Strand unterwegs gewesen und habe nichts wirklich brauchbares aus ihm heraus bekommen.
Vielleicht stellst Du die falschen Fragen.
Ganz bestimmt stelle ich die falschen Fragen, das Problem ist nur, wenn ich die richtigen Fragen ganz einfach und unverblümt stellen würde, wäre er schneller weg als ich ich bin nicht von der Presse sagen könnte.
Wie sieht also Dein Plan aus?
Ich habe keinen Plan, das ist es ja gerade. Ich hoffe immer noch, dass er irgendwann von ganz alleine erzählt, was ich wissen will.
Na ja ... Du hast wenigstens ein halbes Jahr dafür Zeit, meinte Hannah ironisch.
Ich befürchte, es ist sogar noch komplizierter, seufzte ich.
Inwiefern?
Nun ja ... jeder Psychologe wird Dir sagen, dass Vertrauen nur gegen Vertrauen funktioniert. Also ... wenn ich etwas von ihm wissen will, das über seine normalen Essgewohnheiten hinaus geht, werde ich auch offener sein müssen und das passt mir ganz und gar nicht.
Ich verstehe. Auge um Auge so zu sagen.
Richtig. Und ich möchte ihm nichts in die Hand geben, was er später vielleicht gegen mich verwenden könnte.
Vielleicht solltest Du ihm wirklich einfach sagen, dass Du Journalistin bist und einen Artikel über ihn schreiben möchtest. Wer weiß? Vielleicht gibt er Dir ein Exklusiv-Interview und ihr seid beide fein raus.
Nein. So funktioniert das nicht.
Warum denn nicht?
Weil er mir dann garantiert nur das erzählen wird, was sowieso schon alle wissen.
Wieso bist Du Dir da so sicher? Hast nicht sogar Du gesagt, dass er unglaublich offen gegenüber der Presse ist?
Ja und nein. Natürlich ist er offen gegenüber der Presse und das ganz sicher mehr als so manch anderer Promi, aber seine dunklen Geheimnisse wird er mir sicherlich in so einem Gespräch nicht anvertrauen.
Worauf willst Du hinaus? fragte Hannah vorsichtig.
Die Sache mit Kimberly stinkt gewaltig. Ich wette mit Dir, sie ist sein Verhältnis wenn er am Wochenende hier her kommt um sich zu entspannen. Und zu Hause sitzt seine Freundin schön brav und hat keine Ahnung, was er hinter ihrem Rücken treibt.
Traust Du ihm das zu?
Eine gute Frage. Traute ich ihm das zu? Ja und nein. Auf der einen Seite war er nett, höflich, zuvorkommen, witzig, charmant ... auf der anderen aber auch sehr verschlossen und manchmal huschte dieser ängstliche Ausdruck über sein Gesicht, so, als hätte er Angst, ich könnte zu viel über ihn erfahren. Traute ich es ihm also zu?
Ich weiß es nicht so genau Hannah. Um das heraus zu finden, bin ich hier.
Na, dann kann ich Dir ja nur viel Glück wünschen.
Hast Du nicht irgendeine Idee? Ich meine ... was soll ich tun? Ich kann doch nicht weiterhin stundenlang mit ihm am Strand entlang spazieren und hoffen, dass er irgendetwas von sich gibt, das ich gebrauchen kann.
Du redest, als sei es eine Strafe, dass Du Dich so lange mit ihm abgeben mußt.
Das ist es auch in gewisser Hinsicht. Weißt Du wie schwer es ist, eine persönliches Gespräch zu führen und nichts von Deinem eigenen Privatleben preis zu geben?
Ehrlich gesagt habe ich das noch nie probiert.
Das kann ich mir vorstellen. Du bist der offenste Mensch, den ich kenne. Glaub mir, Dir würde AJ bestimmt gefallen.
So?
Ganz sicher. Und dann kam mir die Erleuchtung. Hey, das ist die Idee! Du mußt herkommen, ihr müsst Euch kennen lernen.
Was? Hannah klang, als würde sie gerade an meinem gesunden Menschenverstand zweifeln.
Ja, das ist die Lösung. Du kommst vorbei, ihr lernt Euch kennen und Du fragst ihn so richtig schön auf Deine sanfte, natürliche Art aus.
Ich glaube, ich habe mich gerade verhört, ächzte sie.
Nein Hannah. Glaub mir, das wird klasse. Wir ... ,
NEIN. Skyler, hör mir zu. Das geht nicht.
Aber warum denn nicht? Bitte Hannah. Tu es für mich.
Nie im Leben Sky.
Warum? Ich stand kurz davor, die Geduld zu verlieren. Der Plan war genau so genial wie einfach. Die beiden eine Stunde zusammen und Hannah hätte alles aus ihm heraus bekommen, was ich wissen wollten. So machte sie es bei mir schließlich seit Jahren.
Warum das nicht geht? Sky, ich habe einen Freund .. ,
Simon wird sicherlich nichts dagegen haben ... ,
... und ich frage bestimmt keinen armen Teufel für Dich aus, dessen Geheimnisse hinterher, die er noch dazu MIR anvertraut hat, in irgendeiner Zeitung stehen.
Hatte ich gerade ihre Offenheit gelobt? Im Moment wünschte ich mir, sie wäre ein Buch mit sieben Siegeln.
Du findest also das was ich tue unmoralisch?
Sagen wir mal so ... die ganze Idee gefällt mir nicht wirklich ... eigentlich gefällt mir Dein ganzer Job nicht wirklich ... aber das bist eben Du und Du mußt hinterher mit den Konsequenzen leben. Aber bitte ... zieh mich da nicht mit hinein.
Du ... Dir ... also ... Dir gefällt also mein Job nicht ... ,
Sky, ich meine doch bloß ... ,
Und Dir gefällt nicht, was ich tue?
Sky, wirklich, das ist doch nur ... ,
Alles klar. Vielen Dank für Deine Unterstützung! giftete ich in den Hörer und legte dann einfach auf.