12. April 2004

An: Du bist pünktlich, Gratulation.
Al: *lacht* He, bekomme ich jetzt noch nicht mal mehr ein anständiges Hallo?
An: *lacht* Hallo Alex.
Al: Gleichfalls Hallo. *verwundert* Du klingst tatsächlich einigermaßen wach.
An: *lacht* Ich sitze seit einer Stunde in meiner Küche und trinke Kaffee.
Al: *vorsichtig* Stehst Du immer so früh auf?
An: *entsetzt* Gott bewahre...nein! Nur zu...ähm...besonderen Gelegenheiten.
Al: *leise* Das hast Du jetzt aber schön gesagt.
An: Nicht wahr? Erzähl mir, wie Dein Tag war.
Al: Anstrengend. Zwei Radiointerviews und dann die Show. Aber es war auch schon schlimmer.
An: Darunter kann ich mir jetzt nicht wirklich etwas vorstellen.
Al: Macht nichts. Erzähl mir lieber, was Du heute so gemacht hast.
An: Kann es sein, dass Du ablenkst?
Al: Wie kommst Du darauf?
An: Ich weiß nicht...ich komme mir etwas abgebügelt vor.
Al: Abgebügelt? *kichert* Was ist denn das für ein Wort?
An: Kennst Du das nicht?
Al: Das habe ich noch nie im Leben gehört.
An: Macht nichts. Erzähl mir von dem Interview.
Al: Hey...das ist meine Methode!
An: *lacht* zu spät.
Al: *seufzt* Also gut...was willst Du wissen?
An: Zu erst einmal, warum Du nicht darüber reden willst.
Al: Ich weiß nicht, was Dir das bringen soll.
An: Wie bitte?
Al: Na ja...was bringt es Dir, wenn Du weißt, wie so ein Interview abläuft?
An: Dass ich Dich dann vielleicht ein bißchen besser verstehe? Dass ich weiß, was Du so machst, was Dir an Deiner Arbeit gefällt und was nicht...
Al: O.k., o.k., ich habe verstanden.
An: Du klingst trotzdem nicht begeistert.
Al: ...
An: Hey...alles o.k. bei Dir?
Al: Ja...schon...irgendwie.
An: Aha.
Al: Weißt Du, ich kann einfach nicht unterscheiden, was Deine Beweggründe für solche Fragen sind. Ich habe immer das Gefühl, da quetscht ein Fan seinen Star aus.
An: Sind wir jetzt wieder bei diesem Thema?
Al: Tut mir leid, aber ich kann eben nicht so einfach umschalten.
An: ...
Al: Noch da?
An: hm
Al: Hey, tut mir leid, es war nicht so gemeint.
An: Oh doch, es war genau so gemeint, ich überlege nur, wie ich das aus Dir heraus bekomme. Es geht einfach um Deinen Job, verstehst Du? Wie Du Dich verhälst, was Du daran liebst. Dabei ist es für mich vollkommen egal, ob Du nun Würstchen verkaufst...
Al: *lacht*
An: ...oder abends vor kreischenden Teenies auf einer Bühne stehst.
Al: In Ordnung...ich glaube, ich kann Dir folgen. Sei nachsichtig mit mir. Wir Stars sind doch dafür bekannt, dass wir zickig und anstrengend sind.
An: Bisher habe ich davon noch nichts gemerkt.
Al: Das spricht nur für Dich. Du hast einen guten Einfluß auf mich.
An: *lacht* Darüber sollte ich vielleicht mal mit Nick oder Kevin reden, ich befürchte, die werden Dir nicht zu stimmen.
Al: *lacht* Die darf man auch nicht für voll nehmen. Sie sind wohl etwas...uhm...voreingenommen.
An: Sie kennen Dich eben.
Al: Ja, leider. Manchmal zu gut.
An: Aber es ist doch schön, wenn man von solchen Leuten umgeben ist. Du hast immer jemanden, bei dem Du Dir eine Meinung einholen kannst.
Al: Das mag sein, aber sie wissen auch meist genau, wenn ich irgend etwas angestellt habe, oder nicht die Wahrheit sage...
An: Du lügst?????
Al: Gelegentlich *lacht*
An: Na, das wird ja immer besser...was habe ich mir da nur eingehandelt?
Al: *lacht* Nur das Beste vom Besten.
An: Bist Du Dir da so sicher? *kichert*
Al: Aber ganz sicher. So einen wie mich bekommst Du nicht noch einmal.
An: Da muß ich Dir ausnahmsweise recht geben.
Al: Darf ich Dich noch mal etwas fragen.
An: Hat es mit Steven zu tun?
Al: Nein...aber wenn es da etwas Neues gibt...
An: Gibt es nicht.
Al: Gut...dann...also...mir ist aufgefallen, dass wir gestern nicht wirklich über dieses Thema Maria und was Du ihr über mich erzählst gesprochen haben.
An: *stöhnt* Das ist jetzt nicht Dein Ernst, oder?
Al: Doch! Es interessiert mich.
An: Du bist doch hier derjenige, der nicht will, dass man ihn als Popstar sieht. Ich dachte mir also, es wäre in Deinem Sinne, wenn ich nicht bei ihr vorbei schaue und sage „hey Maria, weißt Du was? Ich kenne einen von den Backstreet Boys. Wir schreiben uns Briefe und ich weiß so einige pikante Details von ihm. Willst Du sie hören?“
Al: Du bist süß, wenn Du wütend wirst.
An: Und wenn Du das noch einmal sagst, komme ich persönlich vorbei und bringe Dich um.
Al: *lacht* DAS will ich sehen. Ich sorge auch eigenhändig für das Ticket.
An: *schmunzelt* Findest Du nicht, dass das ein kleines bißchen egoistisch ist? Du willst mich nur in Deiner Nähe haben um mich besser im Griff zu haben.
Al: Egoistisch? Du willst mich umbringen, schon vergessen? Ich glaube nicht, dass irgend jemand etwas Egoistisches daran finden kann, wenn ich meiner Mörderin auch noch den Flug zu mir bezahle.
An: *lacht* Von dieser Seite habe ich es noch nicht betrachtet.
Al: Was Du über Maria gesagt hast...
An: Vorsicht!
Al: Ja, ich weiß, ich bin auch gleich fertig. Ich verstehe jetzt, was Du damit gemeint hast und ich ziehe vor Dir meinen nicht vorhanden Hut. Danke.
An: *verlegen* Du brauchst Dich nicht bedanken. Ich habe noch nicht einmal groß darüber nach gedacht. Das war einfach so und Punkt.
Al: Gut...dann Themawechsel.
An: Oh ja, bitte!!!
Al: *lacht* Eines Tages wirst Du es bitterlich bereuen, dass Du mir überhaupt geschrieben hast.
An: *lacht* Das bereue ich jetzt schon.
Al: Na vielen Dank.
An: *lacht* Du hast es so gewollt.
Al: Das stimmt...
An: ...
Al: ...
An: Es klang so, als wolltest Du noch etwas sagen.
Al: Hm...jaaaa...vielleicht.
An: Na was nun? Ja oder vielleicht?
Al: Ich wollte einfach nur sagen, dass ich sehr froh darüber bin, dass Du mir geschrieben hast und noch mehr freue ich mich darüber, dass ich tatsächlich geantwortet habe.
An: Die Sache mit dem Fliegen, was?
Al: Ja. So langsam ergibt das Ganze tatsächlich einen Sinn.
An: Das ist schön...ich bin auch froh, dass ich Dir geschrieben habe.
Al: Wir sind schon zwei Glückspilze.
An: *lacht* So könnte man es auch ausdrücken.
Al: Weißt Du, was ich wirklich gerne wissen würde?
An: *vorsichtig* Was denn?
Al: Na ja, wenn Du erzählst, hört man immer nur den Namen von Maria, manchmal Steven und ab und zu Die Deiner Familie. Gibt es denn da sonst niemanden? Ich meine...jeder Mensch kennt doch irgendwie Leute, auch wenn die einem nicht wirklich nahe stehen.
An: Du meinst, ob ich tatsächlich so einsam bin, wie ich mich anhöre?
Al: Das hast jetzt Du gesagt.
An: Aber so in etwa hast Du es gemeint.
Al: ...ja...so in etwa.
An: *seufzt* Würdest Du mir glauben, wenn ich sage, dass ich damit sogar recht zufrieden bin?
Al: Ich glaube nicht.
An: Weißt Du, mit jeder Beziehung geht man ein recht großes Risiko ein...
Al: Moment, moment. Wie war das noch mit gehen und fliegen, Vertrauen und Risiko? Welche Frau, die, nebenbei bemerkt, unglaublich klug ist, hat das nur gesagt? Ach ja richtig...ich glaube, das warst Du!
An: Es gibt Menschen, für die sich dieses Vertrauen auch durchaus lohnt.
Al: Ich finde, das widerspricht sich.
An: Mag sein. Ich habe mit Maria einen neuen Anfang gemacht...genauer betrachtet auch mit Dir. Gib mir Zeit. Ich habe einfach ziemlich viel Scheiße erlebt und habe keine Lust, das so schnell zu wiederholen.
Al: Das verstehe ich. Es ist nur...
An: Ja?
Al: Na ja, irgendwie gefällt mir der Gedanke einfach nicht, dass Du zu Hause ganz alleine sitzt.
An: He...übertreiben brauchst Du aber auch nicht! Ich habe eben nicht so viele Freunde, dafür aber treue, wenn Du verstehst was ich meine.
Al: Ja, klar und deutlich.
An+
Al: Themawechsel!!!
An: *lacht* Der war gut!
Al: *lacht* Das muß uns erst einmal einer nach machen.
An: Erzähl mir von Deinen Jungs.
Al: Es sind nicht MEINE Jungs...Gott sei Dank *lacht*
An: *kichert* O.k., dann erzähl mir von Nick.
Al: Nick...hm...Nervensäge...unglaublich talentiert...kommt selten zur Ruhe...manchmal glaube ich, er hält noch nicht einmal still, wenn er schläft...er hat Angst im Dunkeln...verfolgt recht ehrgeizig seine Ziele...ich liebe ihn sehr, ist wohl sowas wie ein „Kleiner-Burder-Ersatz“.
An: *leise* Klingt schön.
Al: Ja, das ist es auch...manchmal *lacht*
An: *lacht* Gut, dann jetzt...sagen wir...Howie.
Al: Wie kommst Du bei dem Wort „schön“ auf Howie?
An: *lacht* Das hatte wirklich nichts miteinander zu tun.
Al: *lacht* Das sagen sie alle...aber gut...Howie...hm...ein sehr großes Herz...konfliktscheu, was in diesem Fall noch nicht einmal schlecht ist...
An: Was heißen soll?
Al: Nun, er hat weniger Probleme, wenn er sich nicht in unsere Streitigkeiten einmischt. Howie ist meist neutral, hört sich beide Seiten an und das war es dann auch.
An: Klingt nach einem Schwächling.
Al: Nein...so würde ich das nicht sagen. Er hat schon seinen eigenen Kopf, doch er löst Konflikte wohl eher mit Diplomatie...manchmal würde uns das wohl auch nicht schaden. Aber es treffen einfach oft genug ein paar Dickköpfe aufeinander.
An: Wer hat den größten?
Al: Oh...das ist eine schwere Frage. Ich glaube es kommt oft genug auch auf das Thema an...
An: Nicht überlegen...einfach aus dem Bauch heraus.
Al: Also ich denke, Kev und ich schenken uns da nicht viel. Nick und Brian kommen gleich hinten dran...aber wie gesagt, manchmal ist es auch umgekehrt. Kevin ist eben ein Perfektionist und das gleiche erwartet er auch von uns. Aber bei einem Haufen Chaoten wie uns, hat er da dann oft schlechte Karten.
An: Verstehe...ich glaube, ich bin sehr froh darüber, nicht die ganze Zeit von so vielen Menschen umgeben zu sein. Mir kommt meine Ruhe im Moment unglaublich kostbar vor.
Al: Das kommt auf den Blickwinkel an. Ich bin es so gewohnt. Von Anfang an hingen wir ständig auf einander. Manchmal weiß ich gar nicht, was ich mit mir anfangen soll, wenn sie nicht da sind. Natürlich gehen sie einem auch oft genug auf die Nerven, aber ich könnte auch nicht ohne sie.
An: Das hast Du schön gesagt.
Al: Es ist eben die Wahrheit.
An: Gut...machen wir weiter. Du hattest schon mit Kevin angefangen.
Al: *seufzt*...Kevin...Perfektionist...das sagte ich ja schon...humorvoll, was viele ihm nicht zutrauen...er spielt wundervoll Klavier...vernünftig...ein großes Herz für alles und jeden...außer für mich manchmal *lacht*
An: *lacht* Da kann ich ihn sogar verstehen.
Al: He...jetzt werde nicht gemein.
An: Aber irgend etwas muß doch dran sein. Ich glaube, ich muß mal mit ihm reden. Von ihm kann ich bestimmt ganz neue Seiten an Dir kennen lernen *kichert*
Al: Ja, ja, verbrüdere Du Dich nur mit ihm.
An: Nein...das würde ich doch nie tun.
Al: Ist auch besser so.
An: Fehlt noch Brian.
Al: Gott sei Dank sind wir keine Big Band...dann wären wir morgen früh noch nicht fertig.
An: *lacht* Bin ich zu neugierig?
Al: Nein, nein...ist schon o.k...also Brian...ehrgeizig...humorvoll...so dieser nette Schwiegersohntyp...aber auch sehr...hm...er schafft es einfach immer, dass ihm alle zu hören. Frag mich nicht, wie er das macht. Er ist nicht wirklich eine Autoritätsperson, trotzdem hat er diese Ausstrahlung...ich kann es schlecht beschreiben.
An: Ich denke, ich weiß, was Du meinst. Er ist eben immer präsent.
Al: Ja, so in etwa.
An: Nachdem Du das jetzt so schön gemacht hast...beschreibe mich.
Al: Ich wußte, dass da noch der Haken kommt.
An: *lacht* Du mußt nicht.
Al: Nein, nein...lass mich überlegen...Anna...hört gut zu...humorvoll...stark...
An: *erstaunt* Stark? Wie kommst Du darauf?
Al: Zeig mir noch jemand, der das durchgemacht hat, was Du erleben musstest, immer noch bei klarem Verstand und mit sich selbst zufrieden ist.
An: Hm...so gesehen...aber ich fühle mich nicht wirklich stark.
Al: Das ist, glaube ich, normal. Aber Du hast Dein Leben im Griff...Du weißt was Du willst und was Du nicht willst und handelst danach. Das ist gut und mehr, als manch anderer von sich sagen können.
An: So wie Du?
Al: Siehst Du mich so?
An: Nein, ich hatte nur den Eindruck, dass Du das tust.
Al: Nein, ich denke, dass ich noch nicht wirklich meinen Weg gefunden habe. Ich meine, was die Musik betrifft, bin ich wohl so einigermaßen mit mir im Reinen. Aber was ist mit dem Rest? Was mache ich, wenn das alles hier vorbei ist? Das sind die Gedanken die ich mir mache. Ewig wird das mit meiner Karriere jedenfalls nicht dauern und ich bin nicht der Typ, der sich auf seinem Geld ausruhen kann. Ich brauche eine Aufgabe.
An: Dann schreibst Du eben für andere Künstler oder produzierst sie. Da gibt es so viele Möglichkeiten. Oder Du machst ein Restaurant auf.
Al: *lacht* Ich und ein Restaurant? Ich glaube nicht, dass das passt.
An: War ja auch nur so eine Idee. Dir steht alles offen.
Al: *leiser* Ich dachte eigentlich, dass ich mein Leben irgendwann mit einer Frau an meiner Seite verbringen werde, dass wir gemeinsam etwas auf die Beine stellen...
An: Aber das wirst Du auch.
Al: *seufzt* Ich weiß nicht.
An: Alex? Stell sofort diese deprimierende Stimmung ab. Dir wird die richtige Frau schon noch begegnen. Sei nicht so ungeduldig.
Al: Und wenn ich sie nun schon gefunden hatte?
An: Du meinst Sarah?
Al: Zum Beispiel.
An: Wenn sie die Richtige gewesen wäre, dann wäre sie jetzt noch bei Dir.
Al: Ich denke nicht, dass es so einfach ist.
An: Du hast selbst gesagt, dass sie nicht zu Dir gepasst hat, erinnerst Du Dich? Sie wollte über Dein Leben bestimmen, Dich in eine Form pressen, in die Du nicht hinein passt. Sie kann nicht die Richtige gewesen sein.
Al: *seufzt* Du hast ja recht...aber sie...fehlt mir.
An: Fehlt SIE Dir oder nur das Gefühl, nicht alleine zu sein.
Al: Wenn ich das wüßte...
An: ...
Al: Denkst Du, Steven war der Richtige?
An: Nein...ganz bestimmt nicht. Der Richtige trägt mich auf Händen und betrügt mich nicht.
Al: Du hast recht!! Die haben uns einfach nicht verdient.
An: Genau so und nicht anders!
Al: Du bist wirklich sehr überzeugend.
An: Merkst Du das jetzt erst?
Al: *lacht* Ich bin manchmal nicht der Schnellste.
An: *lacht* Na, daran können wir ja noch arbeiten.
Al: Ich bin zu allem bereit.
An: Vorsichtig! Wer weiß, was mir da noch einfällt.
Al: *lacht* Ich zittere schon vor Angst.
An: *lacht* Das solltest Du auch.
Al: Wie sieht es aus? Sollen wir uns den Sternen zu wenden?
An: Ja...warte...*Stuhlbeine werden über den Boden geschoben, dann eine Weile Stille*...es wird schon langsam hell...viele kann ich nicht mehr sehen.
Al: Siehst Du den Mond?
An: Moment...da muß ich an das andere Fenster...*Schritte...ein Rolladen wird hoch gezogen*...da ist er, live und in Farbe.
Al: *kichert* Gut...ich kann ihn auch sehen...
An: *leiser* Wir haben fast Vollmond.
Al: Hm...ist er nicht schön?
An: Oh ja...*seufzt*...ist schon komisch, dass wir jetzt beide auf ihn starren, oder?
Al: Komisch? Nein...ich finde es irgendwie...aufregend.
An: ...
Al: ...
An: ...so nah und doch so fern...
Al: *seufzt* Ja...das sollte irgendwann auf meinen Grabstein stehen...geht mir irgendwie immer so.
An: *leise* Ich meinte eigentlich den Mond.
Al: *kichert* Ich auch.
An: *lacht* Lass Dir was besseres einfallen.
Al: *lacht* Das nächste Mal.
An: Für Dich wird es langsam Zeit fürs Bett, oder?
Al: Ja...so langsam. Ich will aber noch nicht aufhören.
An: Hey, wir haben noch das ganze Leben vor uns. Ich erinnere Dich nur an den Bus, der eventuell morgen ohne Dich fährt, wenn Du nicht rechtzeitig auftauchst.
Al: Du bist aber auch hart heute.
An: *lacht* Ich will nur Dein Bestes.
Al: *lacht* Ja, ich merke es.
An: Also gut. Dann Abmarsch ins Bett.
Al: Nur noch eine Geschichte Muuuuuum!!!!
An: *lacht* Tut mir leid KleinAlex, die muß heute ausfallen.
Al: Ach biiiiiiitte.
An: *lacht* Also gut...lass mich überlegen...Es war einmal ein Junge, der hieß Alex...
Al: Wie originell...
An: Willst Du sie nun hören oder nicht?
Al: Bin schon ruhig...stört es Dich, wenn ich schon mal unter die Bettdecke schlüpfe?
An: Nein mach nur...obwohl...hast Du noch was an?
Al: Au ja, solche Geschichten liebe ich, mach weiter.
An: *lacht* Du bist unmöglich.
Al: Ja, gibs mir!!! Weiter!!!
An: ALEX!!!!
Al: Jaaaaa, auf die harte Tour Baby *Stoff raschelt*
An: Was machst Du?
Al: *gedämpft* mich ausziehen.
An: Ehrlich?
Al: *lacht* Gaaaaanz ehrlich.
An: oh...also gut...ähm...dann sollten wir jetzt wohl besser Schluß machen.
Al: Die Geschichte besteht also nur aus „es war einmal ein Junge, der hieß Alex“?
An: Ja, die kürzeste Geschichte der Welt...sie steht sogar im Guiness Buch der Rekorde.
Al: *lacht* Für heute werde ich Dir das mal glaaaaaa....*dumpfer Schlag*
An: Alex? Was ist passiert? Bist Du noch da?
Al: Aua...ja...ich bin umgefallen.
An: *lacht* Ist nicht wahr, oder?
Al: Das ist NICHT lustig. Ich bekam mein rechtes Bein nicht schnell genug aus der Hose und da meine andere Hand am Hörer fest klebt...
An: *kichert* Du Armer...komm ich puste...
Al: Moment, ich muß den Hörer an die Stelle halten *rascheln*
An: *pustet*
Al: Danke, ist schon viel besser.
An: Wo habe ich jetzt hin gepustet?
Al: Auf meinen sexy Hintern natürlich.
An: Aha...ich wollte schon immer mal Deinem Hintern so nahe sein.
Al: *lacht* Der Traum Deiner schlaflosen Nächte, gib es zu.
An: Aber ganz sicher *kichert*
Al: *Stoff raschelt* So, jetzt liege ich im Bett, der Weckruf ist für sechs Uhr bestellt, jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen.
An: Sechs Uhr? Das ist ja schon in...vier Stunden.
Al: Du sagst es...aber ich bin überhaupt noch nicht müde *gähnt*
An: Ja, ich höre es ganz deutlich.
Al: *schmunzelt* Ich gebe zu, seit dem ich in der Waagerechten bin, wird es schwieriger die Augen offen zu halten.
An: Na gut, dann machen wir es kurz und schmerzlos.
Al: Beides geht nicht Süße.
An: Ähm...ja...also...
Al: Was ist?
An: *unschuldig* Was soll sein?
Al: Du klingst so...komisch.
An: Das muß an der Waagerechten liegen.
Al: Ich bin müde, aber nicht schwachsinnig.
An: *lacht* Bist Du Dir da so sicher?
Al: Lenk jetzt nicht ab.
An: Es ist nur...Du hast mich Süße genannt.
Al: Ich weiß.
An: Das war es auch schon.
Al: *leiser* Ist es Dir unangenehm?
An: N-Nein...eher...das...Gegenteil.
Al: Na, dann ist ja alles in Ordnung.
An: Wenn Du es sagst.
Al: Eben. Also, dann schlaf mal gut und...träum was Schönes.
An: Gleichfalls. Viel Spaß Morgen.
Al: Dir auch...und grüß Maria von mir. Wegen mir kannst Du ihr gerne erzählen, dass Du einen von den Backstreet Boys kennst. Aber merk Dir bitte ihr Gesicht dabei...oder noch besser...mach ein Foto. Ich würde es zu gerne sehen.
An: *lacht* Ich werde ihr gar nichts erzählen und jetzt schlaf endlich.
Al: Du bist der Boss. Also, auf drei?
An: Wer zählt?
Al: Ich finde, diesmal bist Du dran.
An: In Ordnung...bist Du bereit?
Al: Nein...aber fang trotzdem schon mal an.
An: O.k....eins...zwei...
Al: Warte!
An: Was?
Al: Nichts...ich...will nur noch nicht auflegen *gähnt*
An: Oh doch, Du willst, glaub mir.
Al: Na gut. Dann also noch mal.
An: Eins...zwei...
Al: Hab Dich lieb Süße.
An: Drei.

15. April 2004