Kapitel 57
Larry stand tatsächlich noch in dem lagen Gang, als Keylie den Raum verließ. Sie drückte sich gerade das unvermeidliche Handy ans Ohr und rauchte dabei eine Zigarette. Mit einem breiten Lächeln bedeutete sie ihr kurz zu warten, dann wandte sie sich ab und fuhr mit ihrem Telefonat fort.
Keylie ging ein paar Schritte den Flur hinunter und drückte sich dann gleich darauf dicht an die Wand um niemandem im Weg zu sein und auch, weil sie der Meinung war, sich gleich nicht mehr aus eigener Kraft auf den Beinen halten zu können.
Am liebsten hätte sie geweint und geschrieen, weil sie der Meinung war, den Schmerz gleich nicht mehr aushalten zu können. Immer wieder sah sie vor sich, wie Amy Alex ihre Arme um den Hals schlang, hörte seine raue Stimme, die seiner Freundin zuflüsterte, wie sehr er sie vermisst hatte und sah den Kuß vor sich, der endgültig jede Hoffnung in ihr zerstörte.
Wie hatte sie auch nur eine Sekunde annehmen können, dass er sich für sie entscheiden würde und Amy den Laufpass gab? Erst jetzt stellte sie fest, wie sehr sie davon überzeugt gewesen war, dass eine echte Liebesbeziehung zwischen ihr und Alex nur noch eine Frage der Zeit war. Sie war der Meinung gewesen, dass er heute Morgen erkannt hatte, was sie miteinander verband. Vielleicht leugnete er dies noch, weil ja schließlich diese ganze Geschichte mehr als unglaublich war, aber sie hatte gespürt, dass er etwas für sie empfand und dass dies nur bedingt mit ihrer Vegangenheit zu tun hatte, die ihr noch sehr deutlich vor Augen stand, die ihm aber nicht bewusst war.
Doch jetzt sah dies alles anders aus. Er war zu Amy gefahren, um ihre Beziehung wieder in den Griff zu bekommen. Das kleine Abenteuer mit Keylie war nicht mehr gewesen als eben dies. Ein kurzer Zeitvertreib und vielleicht ein Augenblick von latenter geistiger Umnachtung.
Sie hatte seine Wut und Enttäuschung gespürt, als er den Raum betrat und sie an Amys Seite erblickte. An seiner Stelle wäre sie wahrscheinlich auch aus allen Wolken gefallen. Für ihn musste es so ausgesehen haben, als hätte sie nach ihrer gemeinsamen Nacht nichts besseres zu tun gehabt, als zu seiner Freundin zu fliegen und ihr brühwarm von seinem Fehltritt zu berichten.
Doch so war es natürlich nicht gewesen. Alles, was Keylie hier gewollt hatte, war ein Abschluss der Vergangenheit. Wenigstens hatte das in Ansätzen funktioniert. Immer noch konnte sie nicht ganz fassen, was da mit ihr und Amy geschehen war. Diese zeitweilige Verbindung, dieser Flashback, der sie beide erfasst und ihnen noch einmal die Zeit vor Augen geführt hatte, in der sie das Leben der Anderen geführt hatten.
Und nun? Sie hatte zwar mit Amy ihren Frieden geschlossen, Alex dafür aber verloren. Kein Weg zurück. Sie schluckte hart und versuchte die Tränen zurück zu drängen.
Gerade als sie sich dazu entschieden hatte, sich heimlich, still und leise zu verdrücken, hielt sie Larrys Stimme zurück.
Und? Wie ist es gelaufen?
Gut, würde ich sagen, nickte Keylie und versuchte ein möglichst entspanntes Gesicht zu machen.
Und warum siehst du dann so aus, als würdest du gleich in Tränen ausbrechen? fragte Larry weiter.
Weil ... , setzte Keylie an, spürte aber, dass sie nicht weiter reden konnte, weil sie dann endgültig die Fassung verlieren würde.
Ohje, ohje. Das sieht nicht gut aus, murmelte Larry, fasste sie sanft am Arm und schob sie ein Stück den Gang hinunter und zurück in den Raum, in dem sie vor kurzem miteinander gesprochen hatten. Der karge Raum ohne Fenster drückte zusätzlich auf Keylies Gemüt und sie wandte sich schnell von ihrer Freundin ab.
Larry schloss leise die Tür hinter ihnen, trat dann auf sie zu, drehte Keylie zu sich herum und sah sie dann durchdringend an.
Komm schon. Raus mit der Sprache. Was hat sie gesagt oder getan?
Sie hat gar nichts getan, quetschte Keylie hervor. Alex hat ... er ... , sie schluckte erneut und fühlte, wie ihre Tränenseen nun doch überquollen. Ihr Blick wurde unscharf und ihre Luftröhre zog sich schmerzhaft zusammen.
Na, na. Jetzt wein doch nicht, sagte Larry und streichelte etwas unbeholfen ihren Arm.
Du verstehst das nicht Larry, stieß Keylie gequält hervor. Ich liebe Alex. Mehr als mein Leben. Und er ... ich meine ... , sie deutete in eine hilflose Geste Richtung Tür, als würde er jetzt im Moment davor stehen und ihr Gespräch belauschen. Er ... kommt herein gestürmt und ... und ... Amy stürzt sich auf ihn und ... ich ... ich bin plötzlich nicht mehr wichtig.
Sie legte sich eine zitternde Hand an die Lippen und schloss die Augen. Sie dufte jetzt nicht die Beherrschung verlieren. Nicht hier und nicht vor Larry, der das Ganze sichtlich unangenehm war.
Das tut mir leid, sagte sie leise.
Ja, mir auch, nickte Keylie.
Sie schwiegen eine Weile, bis sich Keylie wieder in der Lage sah die Augen zu öffnen. Irgendwie hatte sie es geschafft ihre Tränenflut einzudämmen, doch der Schmerz in ihrem Herzen wurde dadurch kein bisschen gemildert.
Wenigstens ist es vorher mit Amy gut gelaufen, sagte sie, um sich auf andere Gedanken zu bringen, doch es nützte leider recht wenig.
Tatsächlich? Das kann ich mir kaum vorstellen, entgegnete Larry skeptisch, schob Keylie dann auf das Sofa zu und ließ sich gleich darauf neben ihr in die Polster sinken.
Sie hat es gewusst Larry. Da kannst du sagen was du willst. Aber es hat ihr so viel Angst gemacht, dass sie bisher geschwiegen und das Ganze als Traum abgetan hat.
Und wie konntest du sie schlussendlich überzeugen?
Tja ... , Keylie schüttelte bei dem Gedanken an diese seltsame, kurzzeitige Vebindung den Kopf. Als ich sie berührt habe, ist irgendetwas mit uns geschehen. Ich kann ... das ... ganz schlecht beschreiben. Es war als ... als ... hätte irgendetwas nur darauf gewartet, dass wir uns endlich an einem Ort zusammen finden. Dieses Gefühl, dass ich zwar wieder in meinem eigenen Körper, aber noch nicht wirklich wieder komplett bin, ist weg. Es war, als würden zwei verirrte Puzzleteilchen wieder an ihren Platz gerückt, verstehst du?
Nein, gab Larry zu. Aber wichtig ist doch nur, dass du und Amy es versteht.
Keylie nickte und starrte dann wieder vor sich hin.
Ich habe es einfach nicht mehr ohne dich ausgehalten.
Sie kniff die Augen fest zusammen und versuchte die Bilder von Alex und Amy zu verdrängen.
Und jetzt? Bleibst du hier oder fährst du zurück ins Hotel? meldete sich Larry wieder zu Wort.
Amy möchte, dass ich mir ihre Show ansehe, gab Keylie zu und ihr wurde augenblicklich ganz schlecht bei dem Gedanken, dass sie tatsächlich Amy auf der Bühne dabei beobachten würde, wie sie ihre Keylies - Songs sang. Konnte dieser Tag eigentlich noch schlimmer werden?
Davon würde ich dir abraten, hörte sie Larry sagen, was sie dazu veranlasste, zu ihrer Freundin hinüber zu blicken.
Wieso?
Es dürfte nicht sehr angenehm für dich werden zu sehen, was sie aus deinen wundervollen Stücken gemacht hat. Ich meine ... klar, sie hat schon irgendwo Talent, aber wir beide wissen ... , Larry verstummte und fummelte eine weitere Zigarette aus dem Päckchen in ihrer Hosentasche hervor.
Ich weiß, nickte Keylie. Aber vielleicht muß ich es einfach sehen. Irgendwie könnte das Schicksal das für mich vorgesehen haben, verstehst du?
Nein.
Hm ... wie soll ich das erklären. Als mir der Gedanke kam, dass ich hierher fahren und Amy besuchen sollte, war das wie ein innerer Zwang. Als wollte mir irgendjemand oder irgendetwas sagen, dass ich das tun muß. Warum auch immer.
Ich komme also her, regle das alles tatsächlich mit Amy und im nächsten Moment steht Alex vor der Tür. Und so wie es aussieht, hat sich dieser Punkt in meinen Leben auch von selbst erledigt. Alles was jetzt noch fehlt ist, mich gedanklich von meinen Songs zu verabschieden. Dann hat Amy endlich ihr komplettes Leben wieder und ich bin auch wieder die Selbe. Naja ... zumindest ansatzweise.
Klingt, als hättest du heute ausschließlich Amy einen Gefallen getan und nicht dir selbst, stellte Larry fest, während sie eine Qualmwolke gen Zimmerdecke bließ.
Ja. Wahrscheinlich ist das der Preis, den ich für diese wundervollen vier Monate zahlen muß, nickte Keylie.
Ich finde nicht, dass du für diese Zeit dem Schicksal oder sonst irgendjemandem etwas schuldig bist. Du hast dein bestes gegeben und so viele Menschen in dieser Zeit glücklich gemacht: Alex, Fishie ... mich. Irgendwie ist es ungerecht, dass du jetzt dafür so leiden musst.
Keylie rang sich ein zaghaftes Lächeln ab und sah dankbar zu Larry hinüber. Es ist lieb, dass du das sagst. Vielleicht hast du sogar recht, ich weiß es nicht. Fakt ist, dass Amy mich gebeten hat, mir die Show anzusehen und ich das tun werde. Ob es mir nun gefällt oder nicht.
Aber masochistisch bist du nicht, oder? grinste Larry.
Latent ganz sicher, grinste Keylie zurück.
Also gut. Wenn du das so willst. Dann werde ich mich mal um einen ordentlichen Backstagepass für dich kümmern und sehen, ob Amy und Alex noch leben. Kommst du für ne Weile alleine klar?
Sicher.
Wirklich?
Ja, nickte Keylie mit einem warmen Lächeln.
In Ordnung. Wartest du hier?
Mach ich.
Larry erhob sich und strebte der Tür zu. Dort angekommen drehte sie sich noch einmal zu Keylie herum.
Du hättest es verdient glücklich zu sein. Und irgendwann, das schwöre ich dir, wird Amy ebenfalls ihren Preis für diese vier Monate zahlen müssen.
Vielleicht hat sie das schon Larry.
Vielleicht, gab diese zu, nickte dann noch einmal nachdenklich und verschwand hinaus in den Gang.
Keylie blieb alleine zurück, mit den Scherben ihres Lebens in den Händen und mit der Erinnerung an eine wunderschöne Vergangenheit, die ihr eine höhere Macht aus ihr nicht ersichtlichen Gründen geschenkt hatte.
Keylie saß am Rande der Bühne auf einem der Tribühnenplätze und verfolgte aufmerksam Amys Auftritt. Sie hatte Keylies und Larrys Konzept übernommen, mit dem kurzen, gesprochenen Part als Einleitung angefangen und danach einen von Keylies Songs nach dem anderen gesungen.
Am Anfang hatte es unglaublich geschmerzt. Doch nur so lange, bis Keylie erstaunt feststellte, dass Amy immer besser wurde, je weiter sie mit ihrem Programm voranschritt. Happy Now war vor Kurzem der Höhepunkt gewesen.
Amy hatte das Arrangement etwas verändert und jedes Wort schien vom Grunde ihrer Seele zu kommen. Diesem Song zu lauschen erfüllte Keylie mit einer nie gekannten Befriedigung. Sie konnte sich das kaum erklären, aber es war, als hätte Amy ihre Botschaft verstanden und sie entsprechend umgesetzt. Vielleicht, so überlegte Keylie gerade, während Amy einen weiteren Song beendete, war das ihre eigentliche Bestimmung.
Vielleicht sollte sie die Songs nur schreiben und nicht auf einer Bühne präsentieren. Doch gleich darauf schüttelte sie den Kopf. Sie liebte es, sich vor ein Publikum zu stellen und ihnen ihre Worte verpackt in Melodien und Rhythmen näher zu bringen. Ein Leben hinter den Kulissen konnte sie sich somit nicht wirklich vorstellen.
Während ihr diese Gedanken noch durch den Kopf gingen, hörte sie plötzlich ihren Namen aus den überdimensionalen Lautsprecherboxen. Erschrocken zuckte sie zusammen und konzentrierte sich wieder auf Amy, die an den Rand der Bühne heran getreten war und gerade zu ihrem Publikum sprach.
... Keylie Constance. Hat jemand diesen Namen schon einmal gehört?
Aufgeregtes Gemurmel antwortete ihr, das Keylie augenblicklich als klares Nein deutete.
Amy tat dies scheinbar auch, denn sie fuhr fort mit ihrer Ansage. Nun, das ist wirklich schade. Demnach muß ich euch hier und heute ein Geheimnis anvertrauen ... , damit trat sie noch einen Schritt weiter an den Bühnenrand heran und die ersten drei Reihen begann lauthals zu kreischen und ihre Arme weit über die Absperrung zu strecken.
... die ganzen Songs, die ihr heute Abend gehört habt, stammen aus ihrer Feder.
Keylie fühlte sich, als hätte ihr gerade jemand einen Schlag in die Magengrube versetzt. Das konnte nicht Amys Ernst sein! Hatte sie noch nie etwas von Urheberrechten, Copyright und dem ganzen Mist gehört? Wenn sie Pech hatte, würde sie zukünftig keinen Cent mehr an Mirrors verdienen.
Und warum das alles? Das war wohl die größte Frage.
Das Publikum war nach dieser unglaublich Eröffnung erst einmal in beängstigendes, kollektives Schweigen versunken, doch nun meldete es sich mit voller Vehemenz zurück.
Ich weiß, das klingt alles ganz schön verwirrend, sprach Amy weiter und hob dabei beschwichtigend ihre freie Hand, während sich die andere um ihr Mikro krampfte. Aber ich finde, dass sie die Anerkennung für diese großartige Leistung verdient hat. Und deshalb, möchte ich sie jetzt hier zu mir auf die Bühen bitten.
Amy wandte sich mit einem breiten Grinsen der Tribüne zu, auf der Keylie saß und glaubte, gleich an einem Herzinfarkt sterben zu müssen. Sie konnte doch unmöglich ... wie kam Amy nur dazu ... was sollte das alles ... das war ...
Doch da kam bereits einer der Securitys auf sie zu und als der Mann aus dem Graben heraus und die vier Stufen zu Kylie empor kletterte, erkannte sie zu ihrer Überraschung Jack, der sie mit einem breiten Lächeln anstrahlte.
Keylie Constance? fragte er.
Sie brachte zur Bestätigung lediglich ein angedeutetes Nicken zustanden, was sein Lächeln noch breiter werden ließ. Es freut mich, dich wiederzusehen.
Widerzusehen? Wie kam er denn jetzt ...
Und dann viel es ihr wieder ein. Wie sie ihn am ersten Tag kennen gelernt hatte und wie sie sich, vollkommen in Gedanken versunken, mit ihrem richtigen Namen bei ihm vorgestellt hatte.
Na komm. Du musst da rauf Kleine.
Ich glaube nicht, dass ich das möchte, versuchte Keylie abzuwehren.
Es spielt keine Rolle, was du möchtest, grinste er, fasste einfach nach ihrer Hand und zog sie in die Höhe.
Die Halle wurde in ihren Grundfesten erschüttert, während Keylie mit weichen Knien und rebellierendem Magen von Jack auf die Bühne hinauf gehoben wurde. Oben angekommen wartete bereits eine strahlende Amy auf sie.
Du bist komplett durchgedreht, ist dir das klar? flüsterte Keylie aufgebracht.
Ja, ich weiß. Aber ich finde, dass dir das hier zusteht, gab Amy genau so leise zurück, dann schob sie sie vor sich her auf die Mitte der Bühne zu.
Ich habe euch heute Abend schon ein paar wundervolle Songs aus Keylies Feder gesungen, wandte sich Amy wieder an ihr Publikum. Doch nun ist das Stück mit dem klangvollen Namen My Song dran und ich bin der Meinung, dass diesen niemand besser singen könnte als diejenige, die ihn auch geschrieben hat. Findet ihr nicht?
Ohrenbetäubender Applaus brandete auf, während Keylie bewusst wurde, dass irgendjemand in kompletter Hektik an dem Bund ihrer Jeans herumfummelte und sie mit einem Sender ausstattet. Zum Schluß wurde ihr ein Mikrophon in die Hand gedrückt und das gleißende Licht eines Spotlights auf sie gerichtet.
Okay. Hiermit also Bühne frei für Keylie Constance! brüllte Amy noch einmal, dann machte sie zwei Schritte rückwärts und verschwand damit für Keylie in der Dunkelheit außerhalb des gleißend hellen Scheinwerfers, der jeden ihrer Schritte unnachgibig verfolgte.
Vollkommen irritiert machte sie zwei weitere Schritte vorwärts, ohne wirklich zu wissen, wohin sie sich damit eigentlich bewegte. Das wurde ihr allerdings ziemlich schnell klar, als plötzlich der seitliche Rand der Bühne vor ihr auftauchte und sie sich damit unvermittelt Alex dunklem Blick gegenüber sah, der in den Kulissen neben Amy stand und ihr jetzt ein aufmunterndes Lächeln schenkte.
Gott! Sie wollte sterben. Jetzt hier und auf der Stelle. Das alles hatte doch keinen ...
In diesem Moment setzte das Schlagzeug und die Gitarre ein, Streicher wurden vom Band eingespielt und in Keylie setzte ein belebendes Prickeln ein, das sich von ihren Zehenspitzen bis zu ihren Haarwurzeln ausbreitete.
Das erste Mal wandte sie sich bewusst dem Publikum zu ihren Füßen zu. Sie schritt wieder zurück in die Mitte der Bühne, trat einige weitere Schritte an den Rand heran, um wenigstens die Gesichter in den ersten drei Reihen sehen zu können, und hob dann wie selbstverständlich allerings mit rasend klopfendem Herzschlag das Mikro an die Lippen.
I woke up this morning with a smile on my face
and Nobody's gonna bring me down today
Been feeling like nothings been going my way lately
I decided right here and now that my outlooks gonna change
That's why I'm gonna
Say goodbye to all the tears I've cried
For everytime somebody hurt my pride
Feeling like they won't let me live life
and take the time to look at what is mine
I see every lesson so clearly
I thank God for what I got from above
I believe they can take anything from me
But they can't succeed in taking my inner peace from me
They can say all they wanna say about me
But I'm gonna carry on
Keep on singing my song
I never wanna dwell on the pain again (oh no no)
There's no use in reliving how I hurt back then
Remembering to well the hell I felt when I was running out of faith
Every step I vowed to take was towards a better day
Cos I'm about to
Say farwell to every single lie
and all the fears I've held too long inside
Everytime I felt I couldnt try
All the negativity I had inside
For too long I've been struggling. I couldn't go on
But now I've found I'm feeling strong and Im moving on
I believe they can take anything from me
But they can't succeed in taking my inner peace from me
They can say all they wanna say about me
But I, Im gonna carry on
I'm gonna keep on singing my song
Whoa, and everytime I tried to be what they wanted from me
It never came naturally
So I ended up in misery, wasn't able to see
All the good around me
I wasted so much energy on what they thought of me
Simply just remembering to breathe
I'm human, I ain't able to please
Everyone at the same time, so now I find
My peace of mind living one day at a time
I'm human and I answer to one god
It comes down to one love
Until I get to heaven above
I've made the decision
Never to give up
Til the I day I die no matter what
I'm gonna carry on and keep on singing my sooooooooong
Während sie so lange den Ton hielt bis sie meinte, dass ihr in der nächsten Sekunde schwindlig werden würde und sie kaum noch Luft in ihren Lungen fühlte, spülte schließlich eine ungeheur mächtige Welle von Applaus und Gekreische über sie hinweg. Das Publikum schien vollkommen außer Rand und Band zu sein und Keylie konnte kaum fassen, dass dies ausschließlich wegen ihrem Lied sein sollte.
Während sie die Worte sang, die sie vor so lange Zeit gemeinsam mit Fishie zu einem Song zusammen gebastelt hatte, spürte sie plötzlich, wie aktuell jede einzelne Note immer noch war. Sie musste aufhören sich über etwas zu ärgern oder Schmerz zu empfinden, was sie sowieso nicht ändern konnte.
Alex liebte Amy. Gut. Gut für ihn. Wenn er glücklich war, sollte ihr das genügen. Irgendwo würde es auch für sie den richtigen Menschen geben, mit dem sie alt werden und ihre Zukunft planen konnte. Bis dahin musste sie sich eben selbst genug sein und ihr eigenes Leben und ihre eigenen Träume und Pläne verwirklichen.
Als der Song schließlich endete verbeugte sie sich mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen vor den tobenden Massen. Irgendwann würde sie selbst in ihrer eigenen Show hier oben stehen und ihnen allen zeigen, was sie drauf hatte. Den Grundstein hierfür hatte sie heute gelegt und sie freute sich darauf, in naher Zukunft das restliche Gebäude darüber zu errichten.