Kapitel 19

Sie hatten gegessen und sich gemeinsam um den Abwasch gekümmert. Dabei hatten sie ohne Unterlass geredet und Keylie konnte gar nicht mehr verstehen, warum sie so viel Angst vor einem gemeinsamen Abend mit Alex gehabt hatte. Es schien ihr, als liefe die Konversation von ganz alleine. Sie sprachen über ihre Träume, Wünsche, ihre Musik und ihre Gefühle dafür und planten dazwischen ihre Zukunft, wenn diese auch nicht weiter als drei Wochen reichte. Irgendwie schien es ihnen wohl beiden zu früh, über die nächsten Schritte hinaus zu denken und Keylie war dies ganz recht.
Somit standen also in nächster Zeit ein Abend mit Romi und Maria an, den Keylie lieber ausgelassen hätte, eine Award Verleihung, bei der Alex einen Preis überreichen sollte und eine Veranstaltung seines Plattenlabels, die hochoffiziell mit einem roten Teppich begann und einen kurzen Auftritt seiner Band beinhaltete. Jedes Mal wenn er ihr von einem dieser Termine erzählte, fragte er sie hinterher, ob sie ihn begleiten wollte und obwohl sie lieber abgelehnt hätte, sagte sie dann doch zu. Einfach, weil sie in seinen Augen lesen konnte, wie wichtig es für ihn war, dass sie an seiner Seite stand und weil ihr auch bewusst war, dass sie anfangen musste, sich in seinem Leben besser einzufinden.
Mittlerweile war die Sonne untergegangen, die ersten Sterne zeigten sich am Firmament und Keylie überkam eine leicht schläfrige Ruhe.
„Hey,“ sagte Alex gerade, der neben ihr auf der Couch saß und sie grinsend in die Seite stupste. „Nicht wegpennen. Dafür ist dieser Abend zu kostbar.“
„Ich bin voll da,“ beeilte Keylie sich zu sagen, rappelte sich mühsam in den bequemen Polstern auf und blinzelte verschlafen.
„Ja, ich seh’s,“ schmunzelte Alex.
„Geht gleich wieder,“ erklärte sie, fuhr sich mit den Händen müde über das Gesicht und stand dann auf.
„Wo willst du hin? Hoffentlich nicht ins Bett,“ bemerkte er.
„Nein. Aber die Cola ist durchgelaufen und will raus,“ entgegnete sie grinsend.
„Na, das lasse ich gerade noch so gelten,“ grinste er zurück und versetzte ihr einen kurzen Klaps auf den Allerwertesten, während sie sich zwischen Sofa und Couchtisch hervor schob.
„Hey McLean. Vorsicht. Das war unsittliches Verhalten in den eigenen vier Wänden,“ scherzte sie und brachte sich dann leise lachend vor seinem, in ihre Richtung geschleuderten Kissen in Sicherheit.
Sie ging auf die Toilette und hielt sich danach lediglich fünf Sekunden mit ihrem Spiegelbild auf. Mittlerweile waren ihr Amys Gesichtszüge, die Rundungen ihres Körpers und der gesamte Rest darum herum beinahe vertraut. Zumindest zuckte sie nicht mehr zusammen, wenn sie ihr Konterfei irgendwo unerwartet in einer Fensterscheibe oder einem Spiegel erblickte. Ein leises Gefühl der Desorientierung blieb trotzdem vorhanden und sie vermutete manchmal, dass sich dieses auch niemals ganz legen würde.
Als sie schließlich durch den Flur zurück in Richtung Wohnzimmer tapste, hielt sie einen Moment an den deckenhohen Fenstern inne. Zu ihren Füßen breitete sich das glitzernde Lichtermeer L.A.s aus, die gelbe Sichel des Mondes schwebte schwerelos darüber und der Pool wurde von Unterwasserstrahlen in sanftes Licht getaucht.
Vorsichtig machte sie einen weiteren Schritt Richtung Scheibe und lehnte ihre Stirn gegen das kühle Glas. Konnte es sein, dass sie bereits über drei Wochen hier war und noch kein einziges Mal in diesen wunderschönen Pool gesprungen war?
„Alex?“ rief sie laut.
„Hm?“
„Schwimmen?“
„Jetzt?“
„Jep.“
Er erschien im Durchgang zum Wohnzimmer und kam langsam auf sie zu.
„Du wirst dir ne Erkältung holen und Larry wird mich umbringen, weil ich nicht besser auf dich aufgepasst habe,“ meinte er schmunzelnd.
„Mir egal,“ gestand sie grinsend.
„Hm ... ,“ er stellte sich hinter sie, so dass sein Gesicht als heller Kreis neben ihrem in der Scheibe auftauchte, hielt allerdings einen gewissen Abstand, als traue er seiner Reaktion auf ihre Nähe nicht. Wahrscheinlich entsprach dies sogar der Wahrheit. Es musste ihn mittlerweile beinahe wahnsinnig machen, dass der einzige Körperkontakt, den sie ihm gestattete, nicht über harmloses Kuscheln hinausging.
„War ich überhaupt schon mal da drin?“ fragte Keylie mit gerunzelter Stirn.
„Früher sogar ziemlich oft,“ hörte sie ihn sagen und die gewohnte Verwirrung hatte sich wieder in seine Stimme geschlichen. Wie immer, wenn sie sich so offensichtlich nicht an Dinge aus ihrem früheren Leben erinnerte.
„Können wir das Licht ausmachen?“ fragte sie trotzdem weiter und sah, wie er nickte.
„Gut. Wer zu erst drin ist darf sich was wünschen,“ und mit diesen Worten fuhr sie herum und rannte auf die Schlafzimmertür zu.
„Hey! Das war unfair,“ hörte sie ihn kichern, während ihr seine schnellen Schritte auf den Steinfliesen verrieten, dass er sich auf ihr Wettrennen eingelassen hatte.
Als sie sich hektisch in den begehbaren Kleiderschrank drückte ging ihr allerdings auf, dass sie dieses Rennen niemals gewinnen konnte. Zu erst musste sie nämlich einen Bikini finden und dies gestaltete sich bei dieser unübersichtlichen Menge an Klamotten wie die sprichwörtliche Suche im Heuhaufen.
Trotzdem war sie noch nicht bereit aufzugeben. Mit fahrigen Händen riss sie Stapel um Stapel von Kleidern aus den Regalen, bis ihre Augen plötzlich einen giftgrünen Fetzen eines winzigen Etwas zu fassen bekamen.
„Oh nein, bitte nicht,“ murmelte sie, als sie mit spitzen Fingern das Bikini-Höschen hervorzog. „Amy, Amy,“ murmelte sie kopfschüttelnd. „Von Geschmack und Anstand hast du auch noch nie was gehört, oder?“
Aber es half ja nichts. In Windeseile hatte sie sich ihre Kleider vom Körper gerissen und schlüpft in die beiden Stofffetzen, die so gut wie nichts verbargen.
„Erster!“ hörte sie Alex in diesem Moment triumphierend rufen und dann verkündeten seine sich schnell entfernenden Schritte, dass er bereits auf dem Weg hinaus zum Pool war.
„Na super,“ seufzte sie und folgte ihm wesentlich langsamer.
Als sie die Hälfte des langen Ganges durchschritten hatte, ging draußen unvermittelt die Beleuchtung des Pools aus und da nur noch im Wohnzimmer eine kleine Stehlampe brannte, fühlte sie sich für einen Moment beinahe blind in der ungewohnten Dunkelheit.
Ein lautes Platschen verkündete ihr, dass Alex bereits ins Wasser gesprungen war und grinsend schüttelte sie den Kopf. Irgendwie gefiel es ihr, dass er sich kopflos wie ein fünfjähriger auf ihr Spiel eingelassen hatte.
Als sie gleich darauf durch die große Terrassentür in der Küche zu ihm hinaus in die samtige Nacht trat, hatte er sich bereits mit verschränkten Armen auf den Beckenrand gestützt und grinste sie von unten herauf an. Wasser perlte über sein Gesicht und sein Muskelspiel zeichnete sich deutlich unter dem silbernen Licht des Mondes ab.
„Du musst unbedingt schneller werden du Schnecke.“
„Im Gegensatz zu dir musste ich aber noch in dieses ... uhm ... winzige Etwas hier steigen,“ verteidigte sie sich.
„Ja,“ seufzte er genüsslich, stützte den Kopf in die Hand und ließ seine Augen ungeniert über ihren wenig bis gar nicht verhüllten Körper wandern.
„War ja klar, dass dir das gefällt,“ schmunzelte sie, während tief in ihrem Inneren ein aufgeregtes Kribbeln einsetzte.
„Wo auch immer du den ausgegraben hast,“ lächelte er versonnen.
Seine Blicke prickelten förmlich auf ihrer erhitzten Haut, während sie langsam zum anderen Ende des Pools hinüber ging, wo eine breite Treppe in das Wasser hinab führte.
„Wie meinst du das?“ rief sie ihm über die Schulter hinweg zu.
„Ich befürchte, dieses Teil hattest du zu letzt in den Achtzigern an, wobei ... da warst du erst ... hm ... sechs oder so. Ich habe dich jedenfalls noch nie darin gesehen und die Farbe verursacht unter Umständen Augenkrebs, das ist dir hoffentlich klar?“ plappert er, während er mit kräftigen Schwimmstößen das Becken durchmaß.
„Ich habe auf die Schnelle einfach nichts besseres gefunden,“ kicherte sie, während sie ihre Zehen ins Becken tauchte und zu ihrer Befriedigung feststellte, dass das Wasser angenehm warm war.
Langsam und bedächtig stieg sie die Stufen in den Pool hinunter, genoss dabei das samtige Gefühl des Wassers, das ihre Beine umschmeichelte und sie augenblicklich leichter als Luft werden ließ.
„Und ich habe absolut nichts dagegen,“ hörte sie Alex sagen.
Dann verstummte er und tauchte einen Moment später direkt vor ihr aus dem Wasser auf. Mittlerweile umspülte das sanfte Nass ihre Schultern und mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen tauchte sie augenblicklich unter. Verschwommen konnte sie vor sich Alex Gestalt im Wasser ausmachen. Seine Arme ruderten gemächlich um das Gleichgewicht zu halten, seine Beine waren leicht gespreizt um einen besseren Halt zu haben und die Hosenbeine seiner Shorts wabberten um seine kräftigen Oberschenkel.
Mit einem kräftigen Stoß stemmte sie sich vom Beckenboden ab und steuerte direkt auf ihn zu. Ihre Hände umklammerten seine Waden, bevor sie sich durch seine Beine hindurch schob und hinter ihm prustend wieder an die Wasseroberfläche tauchte.
„Na kleine Meerjungfrau,“ neckte Alex sie, während sie sich auf den Rücken drehte und mit sanften Ruderbewegungen davon driftete.
Alex blieb an ihrer Seite, während sie gemächlich das Becken durchmaß und schließlich an der Längsseite direkt über der Stadt ankam. Ihre Hände umschlossen den Beckenrand, während sie mit großen Augen und einem seligen Lächeln in den Talkessel hinunter starrte.
„Das ist wirklich wunderschön,“ flüsterte sie und konnte sich an den vielen Lichtern kaum satt sehen.
„Ja, finde ich auch,“ hörte sie Alex leise sagen, doch als sie zu ihm hinüber blickte war es nicht die Stadt die er anstarrte. Sein Blick ruhte auf ihr, während er sich neben sie am Beckenrand festhielt.
Leicht verlegen senkte sie den Blick, bevor sie ihn wieder hinaus auf das Lichtermeer richtete.
„Übrigens habe ich gewonnen,“ erinnerte er sie. „Ich habe also einen Wunsch frei.“
„Ohje. Ich hab’s doch gewusst. Ich sollte vorsichtig sein mit dem was ich sage,“ schmunzelte sie.
„Aber Deal ist Deal,“ beharrte er.
„Klar. Also schieß los. Was will denn mein Meister, dass ich für ihn tue.“
„Hm ... ,“ er legte bedächtig einen Finger an die Lippen und tat, als denke er angestrengt nach. „Da gäbe es ja schon so einiges,“ murmelte er mehr zu sich selbst. „Vielleicht ... hm ... nee, zu einfach ... ,“ plapperte er weiter, als wäre sie gar nicht da. „Vielleicht ... du könntest ja ... hm ...,“ seine Hände bewegten sich am Beckenrand auf sie zu und je geringer die Distanz zwischen ihnen wurde, umso höher kletterte Keylies Pulsschlag.
„Ich könnte?“ sagte sie leise grinsend und konnte dabei ihren Blick nicht von seinen dunklen Augen abwenden, die sich in ihre gebohrt hatten und sie damit jeglichen freien Willens beraubten.
„Du könntest ... ,“ fuhr er mit rauer Stimme fort, während er sich hinter sie schob und sich damit seine Hände rechts und links neben sie um den Beckenrand krampften. „Mich erst einmal küssen. Was hältst du davon?“
Noch während sie sich zu ihm herum drehte, dabei den Rand losließ und damit den Halt verlor wusste sie zweifelsfrei, auf was sie sich nun einließ. Ihr Körper sank in Zeitlupe nach vorne gegen seine breite Brust, während sich ihre Arme haltsuchend um seinen Nacken schlangen.
„Für den Anfang ist das gar nicht schlecht,“ flüsterte sie und senkte ihre feuchten Lippen auf seine hinunter.
Seine Arme spannten sich automatisch an und drückten sie damit wieder gegen den Beckenrand, während sich sein Körper unter Wasser an ihren schmiegte. Er presste die Luft aufgeregt durch seine Nasenlöcher, während ihre Zunge federleicht über seine Lippen strich.
„Amy,“ murmelte er atemlos.
„Ja?“ fragte sie leise zurück.
„Du weißt wo das hier hinführt, oder?“
„Hm,“ nickte sie.
„Und du wirst mich nicht wieder weg schicken?“
„Nein,“ versprach sie.
Augenblicklich legte sich sein Arm um ihre Taille und presste sie an sich, ihre Beine schlangen sich von ganz alleine um seine Hüften unter Wasser und ein leises Stöhnen entwich seiner Kehle als ihr Schambein dabei direkt auf seine erregte Männlichkeit drückte.
„Baby, das wird leider nicht lange gut gehen,“ presste er hervor. „Du hast mich einfach zu lange hingehalten.“
„Das macht nichts,“ flüsterte sie nahe an seinem Ohr, bevor sie ihre Zunge heiß über sein Ohrläppchen streifen ließ. „Wir haben doch noch die ganze Nacht vor uns.“
Er neigte den Kopf und forderte sie damit auf von seinem Hals abzulassen, damit er sie endlich richtig und tief küssen konnte. Seine Lippen saugten sich an ihren fest, bevor seine Zunge heiß und fordernd in ihren Mund eindrang. Augenblicklich durchflutete Keylie eine heiße Erregung, die sie bis in die Haarspitzen auszufüllen schien.
Vorsichtig begann sie sich unter Wasser an ihm zu reiben, wodurch Alex stöhnend sein Gesicht an ihrem Hals verbarg. Leise keuchend grub sie ihre Zähne in seine Schulter, während sie fühlte, wie er sich hektisch und unter einiger Anstrengung von seinen Shorts befreite. Dann tauchte seine Hand plötzlich wieder aus dem Wasser auf, legte sich erst federleicht auf ihr Schlüsselbein und wanderte dann ohne Umschweife tiefer. Seine Fingerspitzen fuhren unter ihren nassen Mini-BH und schoben den störenden Stoff einfach beiseite. Im nächsten Moment schlossen sich seine heißen Lippen um ihre vor Kälte und Erregung bereist hoch aufgerichtete Brustwarze.
In ihrer Kehle stieg ein leises Knurren auf, während sie den Kopf in den Nacken warf und mit halb geschlossenen Augenlidern zu den Sternen hinauf sah.
Erneut verschwand seine Hand unter der Wasseroberfläche, während er sie beide mit der anderen immer noch am Beckenrand fest verankerte. Er machte sich nicht die Mühe, ihr Höschen abzustreifen, sondern schob auch hier einfach den Stoff beiseite. Ihre Finger krallten sich in das feuchte Haar in seinem Nacken, als er stöhnend und mit einem schnellen, kräftigen Stoß in sie eindrang. Ihre Beine umschlangen seine Hüften noch etwas fester und zogen ihn damit noch tiefer in sich hinein, während Alex sich nun auch noch mit seiner anderen Hand am Beckenrand festkrallte.
Sie lockerte ihre Muskeln gerade so weit, dass er ein wenig Bewegungsfreiheit für seine immer wiederkehrenden, hektischen Stöße seiner Lenden hatte, während sie bereits meinte, innerlich zu verglühen. Ihre Atmung ging hektisch im Rhythmus seiner schnellen Bewegungen, sie fühlte sein heißes, unkontrolliertes Keuchen an ihrem Hals und ihre Finger krallten sich dabei haltsuchend in seine Schultern.
Das anhaltende Rauschen des Wassers vermischte sich mit seinem kehligen Stöhnen, während Keylie sich einfach fallen ließ und sich vollkommen seinem Rhythmus unterordnete. Sie fühlte seinen Körper an ihrem, fühlte ihn hart und heiß in sich, spürte seine Lippen, die immer wieder ihren Hals streiften und seine Oberarme, die sich immer fester an ihren Schultern anspannten.
Schließlich drückte er sie mit einem letzten, mächtigen Stoß gegen die Beckenmauer und sein gesamter Körper erzitterte unter den ersten Wellen des Höhepunkts. Keylie flüsterte leise seinen Namen, während sie sich noch etwas enger an seinen, im Moment stahlharten und angespannten Körper schmiegte, sanft an seinem Ohrläppchen knabberte und bewegungslos wartete, bis er sich in ihren Armen ganz allmählich wieder zu entspannen begann.
Keuchend ließ er die angehaltene Luft entweichen, seine Arme schlossen sich noch enger um sie, drückten sie fest an sich und seine Lippen küssten zärtlich ihre Schulter.
„Bitte tu mir das nicht noch einmal an,“ hörte sie ihn mit rauer, keuchender Stimme flüstern.
„Also kein Sex mehr?“ grinste sie schwach, während sie das anhaltende Pochen in ihrem Unterleib beinahe wahnsinnig machte.
„Nein. Mich so lange von dir fern zu halten,“ murmelte er, immer noch mit dem Gesicht an ihrem Hals.
„Vielleicht wirst du im Laufe dieser Nacht den Satz noch bereuen,“ gab sie leise kichernd zu bedenken, während sie sich unruhig auf ihm bewegte und ihr gesamter Körper immer noch laut und deutlich nach mehr schrie.
Seine Hände schoben sich unvermittelt unter ihr Hinterteil und er schaffte es gerade noch sie aus dem Wasser zu heben und auf den Beckenrand zu setzen, bevor er haltlos in den Fluten unterging.
Die zum Wasser vergleichsweise kühle Nachtluft zauberte sofort eine Gänsehaut auf Keylies brennenden Körper und während sie noch dabei war ihr Bikini-Oberteil abzustreifen, tauchte Alex prustend wieder aus den Fluten auf. Er wischte sich mit einer schnellen Geste das Wasser aus dem Gesicht, bevor sich seine Hände über ihre Schenkel in die Höhe schoben, ihr das Höschen in einer schnellen Bewegung abstreiften und gleich darauf ihre Beine vorsichtig auseinander drückten. Dann klammerte er sich sofort wieder haltsuchend an den Kante des Pools. Mit einem kurzen, intensiven Blick hinauf in ihre Augen schob er sich über den Beckenrand und versenkte gleich darauf seinen Kopf in ihrem Schoß.
Seine Lippen legten sich als erstes auf die Stelle knapp unterhalb ihres Bauchnabels, was Keylie heftig nach Luft schnappen ließ. Seine Zunge schnellte hervor, umkreiste mit aufreizender Langsamkeit die kleine Kuhle in ihrem Bauch und wanderte dann heiß und feucht tiefer. Er küsste zärtlich den kleinen Schmetterling in ihrer Leiste, leckte mit einem schnellen, erregenden Schlag seiner Zunge über ihre hervorstehenden Beckenknochen und wandte sich dann den Innenseiten ihrer Schenkel zu.
Er zog die weiche Haut zwischen seine Lippen und ließ sie mit einem schmatzenden Geräusch wieder frei. Keylies Arme begannen zu zittern, ihr Blick verschleierte sich und sie nahm nichts mehr wahr außer seinen heißen, tastenden Lippen, die sich immer weiter ihrem beinahe schmerzhaft erregtem Zentrum näherten.
Ihr Körper sackte nach hinten, sie spürte rauen Stein unter ihren Schultern, während ihre Füße immer noch im warmen Wasser baumelten und ihre Hände sich in sein nasses Haar gruben. Ungeduldig zog sie seinen Kopf noch näher zu sich heran, dirigierte ihn an die richtige Stelle und presste dann ein kehliges „Jaaa“ zwischen ihren zusammen gebissenen Zähnen hervor, als seine Zunge mit sanftem Druck über ihren empfindlichsten Punkt strich.
Zeit und Raum hörten auf zu existieren, während sie sich voll und ganz seinen Liebkosungen hingab. Ihre Atmung ging abgehakt und beschleunigte sich immer mehr, so dass sie kaum genug Luft in ihre Lungen pumpen konnte. Doch das brauchte sie jetzt nicht mehr. Alex war ihr Atem, ihr Lebenselexier und die Kraft, die sie sich mehr als lebendig fühlen ließ.
Als sich die Anspannung in ihr mit einem befreienden, kleinen Schrei löste hatte sie das Gefühl unter seinen Berührungen zu schmelzen wie Eis in der Sonne. Sie verflüssigte sich, so dass sie in jeden Winkel seines Selbst eindringen konnte und sie zumindest kurzzeitig zu ein und dem selben Bewusstsein verschmolzen. Die Sterne verloren ihr strahlendes Leuchten, selbst der Mond verblasste, während in ihr ein Feuer aufflammte, das tausendmal heller als all diese Gestirne strahlte.
Noch während sie sich langsam und unter keuchenden Atemzügen entspannte, rutschte sie ganz langsam vom Beckenrand wieder hinunter ins Wasser und damit in seine Arme. Sie schmiegte sich dicht an ihn, genoss das Gefühl seiner zärtlichen Lippen an ihrer Schläfe und es fehlte nicht viel, dann hätten sich die Tränen der Erleichterungen aus ihren Augen gelöst und ihre feuchten Wangen benetzt.
Vielleicht, überlegte sie flüchtig, war dies hier der eigentliche Grund, warum sie so plötzlich in einem anderen Leben aufgewacht war. Sie konnte sich jedenfalls nicht vorstellen, dass sie so etwas schon jemals in ihrem eigenen Körper gefühlt hätte.

Kapitel 20