Kapitel 27

Sarah stand vor dem Grabstein, einen Strauß Frühlingsblumen in der Hand. Eine leichte Briese wehte ihr eine Haarsträhne ins Gesicht. Es war so friedlich hier und die Sonne schien warm auf ihr Gesicht. Sanft fuhr sie mit den Fingern die Inschrift auf dem Stein nach.

Danny O’Conner 20.03.1975 - 10.06.2000
You’re allways in my heart. Love you forever. Sarah

„Ach Danny, Du fehlst mir immernoch. Aber die Dinge haben sich hier etwas geändert. Du weißt, dass ich Dich immer lieben werde, doch ich habe entdeckt, dass da noch Platz in meinem Herzen ist. Sogar viel Platz. Ich hoffe Du kannst das verstehen. Ich liebe ihn. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal zu einem Anderen Mann sagen würde, aber es ist so. Er ist Dir in manchen Dingen sehr ähnlich, weißt Du? Und er wird gut auf mich aufpassen, das hat er mir versprochen. Also...“ sie beugte sich hinter und legte die Blumen auf sein Grab. „...machs gut und vergiss mich nicht. Ich werde Dich niemals vergessen. Ich liebe Dich.“ Nach einem letzten Blick auf den Grabstein drehte sie sich um und ging langsam zurück zur Straße. A.J. wartete dort auf sie. Lässig lehnte er an der Motorhaube seine Mercedes, die Arme vor der Brust verschränkt, die Beine weit von sich gestreckt. Wie immer wenn sie ihn sah, machte ihr Herz einen Satz und schlug ein wenig schneller. Als er sie jetzt auf sich zukommen sah, stieß er sich vom Auto ab und sah ihr entgegen. Weit breitete er die Arme aus und sie lies sich in seine zärtliche Umarmung einhüllen. Er konnte sein Glück immernoch nicht richtig fassen. Er hatte seine Traumfrau gefunden, sie schon verloren geglaubt und jetzt waren sie hier. Er liebte sie, mit jeder Faser seines Körpers und er würde niemals wieder zulassen, das ihr irgendjemand wehtat. Lange standen sie einfach so da und lauschten dem Gezwitscher der Vögel. „Bist Du o.k.?“ fragte er leise „ich denke schon. Ob er es versteht?“ „Da bin ich mir ganz sicher. Er will doch auch, das es Dir gut geht. Er hat gesehen, wie sehr Du ihn noch liebst und das Du Dich lange genug gegen mich gewehrt hast. Ich bin mir sicher, das er uns alles Gute wünscht.“ Sarah seufzte. Genau deshalb liebte sie ihn. „Lass uns fahren.“ „Wie mein Schatz befielt,“ entgegnete er grinsend und öffnete ihr die Beifahrertür. Sie warf einen letzten langen Blick über den ruhigen Friedhof und lies sich dann in die Polster sinken. A.J. fuhr los in Richtung Orlando, Florida, einer neuen, aufregenden Zukunft entgegen.




The End

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