Kapitel 2
Am nächsten Morgen erwachte A.J. McLean in seinem Hotelzimmer mit rasenden Kopfschmerzen. Was für eine Nacht, dachte er und gleich darauf viel ihm wieder die unbekannte Schönheit vom gestrigen Abend ein. Seufzend drehte er sich auf die andere Seite und schloß noch einmal die Augen. Wie hatte ihm das nur passieren können? Mit Amanda war noch nicht richtig Schluß und schon machte er in irgendeiner Disko ein Mädchen an. Zugegeben, sie hatte unheimlich sexy ausgesehen. Die blonden Locken, diese unergründlichen grünen Augen und die beiden Grübchen wenn sie lächelte hatten ihm sofort den Atem geraubt. Nochdazu hatte ihr kurzes Top wenig verhüllt und ihr Beine wirkten, als hörten sie erst beim Hals auf. Aber das war es nicht gewesen, was ihn mit aller Macht zu ihr hingezogen hatte. Sie hatte etwas verletzliches an sich, etwas, was sie meinte gut versteckt zu haben, was er aber doch auf den ersten Blick erkannt hatte. Das hätte Dir trotzdem nicht passieren dürfen, seufzte er frustriert. Es war nicht seine Art, irgendwelche fremden Frauen abzuschleppen. Nicht das es ihm an Gelegenheiten gemangelt hätte. Als Mitglied einer international bekannten Boygroup hätte er sich jeden Abend fünf Frauen aussuchen können, doch das war nicht sein Ding. Er war normalerweise ausgesprochen treu und auf Groupies hatte er sowiso keine Lust. Die wollten doch nur das, was er darstellte und nicht das, was er wirklich war. Bisher war ihm diese One-night-Stand-Geschichte erst zweimal passiert. Allerdings war er zu diesem Zeitpunkt weder nüchtern noch in einer festen Beziehung gewesen. Diesmal lagen die Dinge etwas anders. Er hatte erst ein Bier getrunken und Amanda wußte noch nichts von ihrem Glück, daß sie demnächst ohne ihn auskommen mußte. Ein lautes Klopfen an der Tür riß ihn aus seinen Gedanken. Seufzend quälte er sich aus dem Bett und während er langsam zur Tür schlurfte und sich dabei die Augen rieb, klopfte es erneut undgeduldig. Komm ja schon, brummte er und öffnete die Tür. Whats up, brüllte ihm Nick entgegen und war schon an ihm vorbei und zog die Vorhänge zurück. Gleißendes Sonnenlicht flutete in den Raum, der aussah, als hätte ein Bombe eingeschlagen. Überall lagen Klamotten im Zimmer verstreut herum. Dazwischen stand das verklebte Geschirr des hastigen Imbisses vom vergangenen Abend. A.J. legte sich die Hände an den Kopf nicht so laut bitte, mein Kopf explodiert gleich. Nick grinste nur war wohl eine harte Nacht, was? Kann man so sagen. Tut mir leid, aber ich soll Dir sagen, daß dieser Internettermin in einer halben Stunde ist und, ich zittiere wörtlich, Du Deinen faulen Hintern gefälligst in die Lobby schwingen sollst. Ahrg, A.J. verzog gequält das Gesicht. Den Termin hatte er komplett vergessen. Bin schon unterwegs, grummelte er und verschwand im Badezimmer.
Kapitel 3