Kapitel 19

Alex bleibt beunruhigend lange weg. Nur um etwas zu tun zu haben, räume ich die Einkaufstüten aus, mache neuen Kaffee und sitze schließlich mit einer dampfenden Tasse in meinen immer noch leicht zitternden Händen auf dem Sofa und starre die Tür an.
Vielleicht hat er ja meine Aufforderung, Lorain zu folgen, wörtlich genommen. Oder sie hat ihn umgebracht und verscharrt ihn jetzt in kleine, handliche Stücke zerlegt in irgendeinem Hinterhof.
Ich schüttle den Kopf. Viel wahrscheinlicher ist, daß er sich rechtfertig, während sie ihn anschreit und vielleicht, wenn es ganz dumm läuft, werden sie sich hinterher versöhnen. Er wird zurück kommen, seine Jacke holen und mir viel Glück in meinem verkorksten Leben wünschen.
Ich versuche mir einzureden, daß dies das Beste für alle Beteiligten wäre: Alex könnte eine glückliche, unkomplizierte Beziehung führen, ich könnte mich wieder unauffällig in meine Isolationszelle zurück ziehen und Lorain ... nun ja ... sie bekäme etwas, das sie nicht verdient. Aber egal.
Das vorsichtige Klopfen an meiner Wohnungstür verkündet mir, daß Alex scheinbar mit seiner Besprechung fertig ist. Mit schweren Beinen und schmerzendem Herzen durchquere ich den Raum und öffne ihm.
„Wow. Na das nenne ich eine Furie,“ sagt er, während er an mir vorbei hinein in die Wohnung tritt.
„Man kann es ihr kaum verdenken,“ murmle ich, selbst von mir überrascht.
Ich schließe die Tür und widerstehe dabei dem Drang, einfach hinaus zu laufen und damit Alex und alle meine restlichen Probleme hinter mir zu lassen.
„Es tut mir leid,“ sagt er und klingt ehrlich zerknirscht. Ich spüre seine Hände, die mich an sich ziehen wollen, doch ich weiche ihm aus und gehe hinüber zum Sofa. „Sie hat mich wohl beim Einkaufen gesehen und ist mir dann bis hierher nachgefahren,“ erklärt er, während er mir folgt und sich gleich darauf neben mich auf die Couch fallen läßt. „Wirklich, manchmal macht sie mir richtig Angst. Das hat ja schon zwanghafte Züge.“
„Hm,“ gebe ich lediglich zurück und beginne damit, eine Orange zu schälen. Ich will ihn nicht ansehen. Ich möchte nicht so nahe bei ihm sitzen. Ich möchte, daß er verschwindet.
„Hey,“ höre ich ihn sagen, dann legt sich sein Arm vorsichtig um meine Taille und ich spüre, wie er mich mit einiger Kraftanstrengung zu sich heran zieht, bis sich unsere Oberschenkel berühren. „Was geht in deinem hübschen Köpfchen gerade vor, hm? Du bist sauer, das sehe ich. Aber ... irgendwie ... ,“ er verstummt, während ich immer noch dabei bin, die fleischige Schale von der Frucht in meinen Händen zu pulen. Was soll ich ihm sagen? Die Wahrheit? Wohl kaum. Jetzt nicht mehr.
„Ich bin nur ... etwas durcheinander,“ setze ich also an und schlucke hart.
„Weil sie in deiner Wohnung war,“ stellt Alex fest.
„Auch das. Und weil sie dir augenscheinlich gefolgt ist und weil sie der Meinung zu sein scheint, daß ihr immer noch zusammen seit. Oder so ähnlich zumindest.“
„Ehrlich gesagt soll sie denken was sie will,“ entgegnet Alex. „Wir hatten uns ausgesprochen, beide festgestellt, daß wir es irgendwie nicht auf die Reihe bekommen aus uns so etwas wie ein normales Paar zu machen und dann gemeinsam beschlossen, getrennte Wege zu gehen. Was sie daran falsch verstanden haben könnte, bleibt mir ein Rätsel, aber fest steht, daß sie das vor einigen Wochen noch genau so gesehen hat wie ich.“
„Und wie wird das in Zukunft laufen? Muß ich jetzt Angst haben, daß sie mir in dunklen Gassen auflauert?“ frage ich weiter, meinen Blick immer noch fest auf die Orange in meinen Händen gerichtet.
Ich höre Alex seufzen, dann streicht seine Hand beruhigend über meinen Rücken und verschwindet gleich darauf in meinem Nacken. Ich spüre, wie sich eine angenehme Wärme zwischen meinen Schulterblättern ausbreitet und ärgere mich gleichzeitig darüber. Er sollte nicht diese Wirkung auf mich haben.
„Vielleicht ist es besser ... ,“ setze ich an, verstumme dann aber wieder.
„ ... wenn wir uns nicht mehr sehen?“ ergänzt Alex mit einem fragenden Unterton.
„So in etwa,“ nicke ich.
„Nein.“
Endlich kann ich meine Augen von der blöden Frucht in meinen Händen lösen und sehe zu ihm hinüber. Sein Blick ruht auf meinem Gesicht. Er hat die Lippen fest aufeinander gepresst und die Stirn gerunzelt. Seine Augen scheinen dunkler als sonst zu sein und kleine Fältchen haben sich in seine Augenwinkel gegraben.
„Ich sehe gar nicht ein, warum ich mir mein Glück von jemandem wie Lorain kaputt machen soll,“ fährt er fort. „Ich bin glücklich mit dir. Ich möchte nicht, daß das endet, bevor es richtig angefangen hat.“
„Aber vielleicht möchte ich das,“ gebe ich zu bedenken.
„Nein,“ er schüttelt den Kopf. „Du möchtest davon laufen, das ist etwas ganz anderes.“
Ich beiße mir auf die Unterlippe. Ertappt. Mist.
Ich höre ihn leise schmunzeln. „Warum tun wir nicht einfach so, als wäre Lorain nie hiergewesen? Ich bin mir sicher, sie wird jetzt noch ein bißchen vor sich hin wüten und sich dann einen neuen Mann suchen, den sie in den Wahnsinn treiben kann. Mit mir kann sie jedenfalls nicht mehr rechnen. Ich denke, das habe ich ihr mehr als deutlich klar gemacht.“
„Ich weiß nicht,“ ich schüttle langsam den Kopf. „Das mit uns, wird niemals gut gehen.“
„Wieso nicht?“
Ich lasse meinen Blick durch den Raum schweifen und bleibe dann erneut an der Orange hängen, die mittlerweile schon ziemlich mitgenommen aussieht. Meine Hände sind verklebt und unter den Fingernägeln hat sich die orangene Schale festgesetzt.
„Wenn ich nur wüßte, was damals mit dir passiert ist,“ höre ich ihn leise sagen. „Meinst du nicht, ich könnte dann einiges viel besser verstehen?“
„Ganz sicher,“ nicke ich. „Aber dann wärst du schneller weg, als ich Piep sagen kann.“
„Ich dachte, genau das möchtest du?“ höre ich ihn sagen.
Ich seufze und schüttle den Kopf. „Es ist einfach alles viel zu kompliziert. Ich kann ... nicht richtig denken und ... und ... überhaupt.“
Vorsichtig entwindet er mir das klebrige Etwas, das einmal eine Orange war, ergreift dann meine Hand und fängt seelenruhig an, den süßen Saft von meinen Fingern zu saugen.
„Alex. Bitte. Das ist doch ...“
Ich spüre plötzlich seine Zunge, die federleicht über die Spitze meines Ringfingers fährt. Automatisch halte ich die Luft an, während sich eine feuchte Wärme zwischen meinen Schenkeln ausbreitet.
Mit Hingabe widmet er sich jedem einzelnen Finger, umfaßt erneut meine Taille und zieht mich mit sich nach hinten in die weichen Polster des Sofas.
Ich lehne in seinem Arm, während sich mein gesamter Körper lediglich auf seine Zungenspitze konzentriert, die immer noch mit schnellen Schlägen am Werk ist.
In Windeseile scheint er meinen gesamten Widerstand weggeleckt zu haben, denn ich wende ihm mein Gesicht zu und spüre gleich darauf seine Lippen auf meinen. Er küßt mich zärtlich, tastet währenddessen nach meiner anderen Hand und schiebt sich gleich darauf meinen kleinen Finger in den Mund.
„Deine Überzeugungsmethoden sind ziemlich effektiv,“ murmle ich atemlos.
„Ich weiß,“ grinst er, dann zieht er mich ohne Umschweife auf seinen Schoß. Mit beiden Händen schiebt er mir die wirren Locken aus dem Gesicht und leckt sich dann über Lippen. „Hm ... das war lecker.“
Gegen meinen Willen muß ich Grinsen. „Und da wirfst du mir vor, ich bekäme nicht genug?“
„Ich wollte dir nur beweisen, daß ich es auch drauf habe,“ lächelt er, dann zieht er meinen Kopf zu sich hinunter und küßt mich tief und fordernd.
Ein letztes Mal taucht Lorains Gesicht vor meinem geistigen Auge auf, doch als Alex mir mein T-Shirt über den Kopf zieht und gleich darauf seine Finger zärtlich über meine nackte Haut streicheln, verpufft sie zu einer unwichtigen, grauen Rauchwolke.
Wer ist Lorain? Und was macht Alex mit seinen Händen in meinem Schoß?

Nach einer Woche, die ich ausschließlich mit Alex verbracht habe und in der ich beinahe so viel Sex hatte wie damals zu meinen Zeiten als Gewerbetreibende, beschließe ich, daß es an der Zeit ist, in die reale Welt zurück zu kehren.
Alex hat einen Termin wegen des Kalenders. Wir haben die besten Fotos ausgesucht und in eine große, glänzende Mappe gepackt und heute will er sie dem Stiftungsgremium vorstellen. Natürlich hat er versucht mich zu überreden, an diesem Treffen teilzunehmen, doch ausnahmsweise habe ich mich durchgesetzt. Wir hatten ausgemacht, daß ich nicht in Erscheinung treten werde und das wird auch so bleiben. Daran können auch seine heißen Küsse nichts ändern.
Während er also in irgendeinem Konferenzraum hockt um meine Fotos an den Mann zu bringen, schlendere ich durch den warmen Sonnenschein LAs. Nachdem ich mich schon vor einer ganzen Weile bei Lucius erkundigt habe, ob er im Diner auch ohne mich auskommt, gönne ich mir noch ein paar Tage in Freiheit. Ich habe keine Termine, keine Verpflichtungen und einen atemberaubenden Mann, der mir jeden Wunsch von den Augen abließt. Alles könnte so schön sein.
Um mich also wieder auf den Boden der harten Tatsachen zurück zu holen, steuere ich zielstrebig auf Trishs Boutique zu. Ich weiß nicht, ob ich ihr von Alex erzählen werde, ich weiß noch nicht einmal, warum ausgerechnet sie der erste Mensch ist, den ich jetzt sehen will, aber ich habe irgendwann damit aufgehört Antworten auf Fragen zu suchen, die man gar nicht beantworten kann.
Als ich den kleinen Verkaufsraum betrete, sieht sie von einem Magazin auf, in dem sie bis eben, augenscheinlich mehr als gelangweilt geblättert hat und ich kann förmlich dabei zu sehen, wie ein strahlendes Leuchten ihre gesamte Erscheinung um mindestens fünf Jahre jünger macht.
„Avery? Meine Güte, du lebst,“ grinst sie und kommt um den kleinen Tisch herum auf mich zu.
„Ja, gerade so,“ lächle ich und finde es tatsächlich angenehm, daß sie mich kurz umarmt.
„Setz dich,“ sagt sie und deutet auf das rote Ledersofa. „Kaffee?“
„Wasser bitte,“ entgegne ich und lasse mich gleich darauf in die Polster sinken, während ich Trish in der Küche hantieren höre.
Gleich darauf kommt sie auf mich zugestöckelt, in der einen Hand eine dampfende Tasse Kaffee in der anderen ein Glas Wasser, das sie vorsichtig vor mir abstellt.
„Ich hatte ja schon überlegt dich anzurufen,“ erklärt sie, während sie sich neben mich setzt und elegant ihre langen Beine in dem umwerfenden Etuikleid übereinander schlägt „aber dann dachte ich, daß ich euch in eurem Liebesnest nicht stören will.“ Das anzügliche und mehr als breite Grinsen, das diesen Ausspruch begleitet, macht mir beinahe Angst und ich frage mich, ob ich mich darüber wunder sollte, daß sie bereits über Alex und mich bescheid weiß.
„Liebesnest?“ versuche ich trotzdem noch die Unschuldige zu spielen und nippe an meinem Wasser.
„Na komm’ schon. Mir kannst du doch nichts vormachen. Lorain hat jedem erzählt, was da zwischen ihr, dir und Alex abgegangen ist und jeder fragt sich jetzt natürlich, wer diese ominöse Avery Hamilton ist, von der man noch nie auch nur ein Sterbenswörtchen gehört hat.“
Mir wird bei Trishs Worten abwechselnd heiß und kalt. Lorain, diese Schlange! Bis eben hatte ich eigentlich gehofft, daß es ihr zu peinlich ist zuzugeben, daß Alex sie wegen einer anderen hat sitzen lassen, aber scheinbar ist dem nicht so.
„Lorain ist ein Flittchen,“ entgegne ich wenig damenhaft.
„Da hast du recht,“ nickt Trish und ich muß leise kichern. „Aber sie kennt eine ganze Menge Leute. Glaub mir, im Moment ist die Gerüchteküche ganz schön am brodeln.“
Mir wird flau. Genau das wollte ich vermeiden. Es sollte niemand wissen, wie Alex und ich zueinander stehen. Mehr noch ... eine Person namens Avery Hamilton sollte für andere gar nicht existieren.
„Jetzt erzähl schon,“ drängt Trish. „Ich platze seit Tagen vor Neugier.“
„Eigentlich ... wollte ich nicht ... ,“ setze ich an.
„Warum bist du dann hier?“ unterbricht Trish mein Gestammel.
„Gute Frage,“ nicke ich.
„Na komm schon. Ich werde es auch für mich behalten, wenn dir das so wichtig ist.“
„Kannst du das überhaupt?“ frage ich mit einem nachsichtigen Lächeln.
„Probier es aus,“ gibt sie ebenfalls mit einem Lächeln zurück.
Vielleicht ist es das, was ich an ihr so sehr mag: Sie ist niemals eingeschnappt, auch wenn man ihr die ungeschminkte Wahrheit vor die Füße wirft.
Langsam fange ich also an zu erzählen. Ich berichte von unseren Besuchen in den Schulen, versuche dabei deutlich zu machen, wie sehr Alex auf Abstand bemüht war und komme dann zu dem Abend im Schwimmbad.
Trishs Augen werden ganz groß und sie sieht aus, wie eine überaus zufriedene Katze, die die Maus endlich in ihren Fängen hat. Sie scheint mir jedes Wort von den Lippen zu saugen und vergißt darüber sogar ihren Kaffe, der in ihren Händen langsam kalt wird.
„Er ist einfach außergewöhnlich,“ komme ich langsam zum Schluß. „Als könne er in mich hinein sehen. Er weiß genau, welche Knöpfe er drücken muß um mich glücklich zu machen. Und das bezieht sich jetzt nicht nur auf unseren phänomenalen Sex,“ grinse ich breit.
„Hach,“ Trish seufzt, führt jetzt ihre Tasse doch an die Lippen und verzieht dann angewidert das Gesicht. „Das ist so ... herzig,“ nickt sie.
„Herzig?“ entgegne ich abfällig.
„Ich bin schon lange der Meinung, daß Du und Alex ... na ja ... daß ihr beide ein bißchen Glück verdient hättet. Von daher ... herzig eben,“ sie zuckt mit den Schultern.
„Trish. Das ist alles andere als herzig.“
„Es macht dir Angst,“ stellt sie fest.
„Und wieso du gerade darauf kommst, wird mir für immer ein Rätsel bleiben,“ nicke ich.
„Ich kenne dich ein bißchen,“ stellt sie fest. „Alleine wie du dich an dem Abend des Wohltätigkeitsballs aufgeführt hast. Die Sache mit der Sonnenbrille und dem Schal. Wirklich, da fragt man sich dann doch ab und zu, ob du nicht ein entflohener Sträfling oder so was bist.“
„Bin ich nicht.“
„Dachte ich mir,“ nickt sie und wir schweigen eine Weile.
„Wie wird es denn jetzt weiter gehen?“ fragt sie dann.
„Ich habe keine Ahnung. Das ist ja das Schlimme. Im Grunde ... sollte ich ihm so schnell wie möglich den Laufpaß geben.“
„Wieso?“ fragt sie entsetzt.
„Das kann ich dir nicht erklären. Es wäre einfach ... besser für uns beide.“
„Du bist wirklich seltsam,“ sagt sie kopfschüttelnd. „Da hechelst du ihm wochenlang hinterher, sitzt mit ihm in einer leeren Badewanne, ziehst mit ihm von Schule zu Schule und ärgerst dich darüber, daß er so tut, als sei das alles rein geschäftlich und wenn du ihn dann endlich in deinem Bett hast, willst du ihn gleich wieder hinaus werfen. Das ist zu hoch für mich. Ehrlich.“
„Ich weiß. Alex kann das auch nicht verstehen. Aber ihr müßt mir da beide einfach vertrauen.“
„Hm,“ nickt Trish und richtet sich dann auf. „Was machst du heute Abend?“
Von dem schnellen Themawechsel überrascht gebe ich ein „noch nichts,“ von mir und bemerke zu spät, daß das die falsche Antwort war.
„Sehr gut. Dann kommst du heute Abend bei mir vorbei. Ich gebe eine Party. Nichts großartiges. Nur ein paar Freunde und Bekannte.“
„Nein Trish. Tut mir leid, aber ... ,“
„Ein „Nein“ akzeptiere ich nicht,“ fällt sie mir ins Wort, erhebt sich und verschwindet dann in der angrenzenden Küche.
„Vielleicht kommt Alex heute Abend noch vorbei,“ versuche ich mich heraus zu reden, auch wenn er mir bereits gesagt hat, daß er heute keine Zeit für mich hat.
„Das glaube ich nicht,“ gibt sie zurück und erscheint breit grinsend im Durchgang zum Verkaufsraum. „So weit ich informiert bin, hat er heute Abend bereits einen Termin und du wirst gelangweilt auf deiner Couch zu Hause hocken. Also kannst du genau so gut bei mir vorbei kommen.“
Für einen Moment starre ich sie entgeistert an, bevor ich ein „du bist mir unheimlich,“ hervor quetsche.
Sie lacht glockenhell und wirft dabei den Kopf in den Nacken. „Schätzchen, glaubst du, ich hätte es so weit gebracht, wenn ich auf den Kopf gefallen wäre?“
„Wahrscheinlich nicht,“ stimme ich ihr zu.
„Also abgemacht. Du kommst heute Abend. Zieh dir was hübsches an. Aber nicht zu aufgedonnert. Wie gesagt, es ist ganz zwanglos.“
„Hast du mich schon jemals aufgedonnert erlebt? Ich glaube, das ist eher Lorains Spezialität,“ gebe ich stirnrunzelnd zurück.
„Also kommst du?“ hakt Trish noch einmal nach.
Ich weiß nicht warum, aber ich antworte mit einem gottergebenen „Ja.“

Kapitel 20