Kapitel 18

Es ist schon fast Mittag und Alex schläft immer noch. Ich hingegen war viel zu früh wach und während ich noch blinzelnd aus den Tiefen eines seltsamen Traums in die Realität driftete, fragte ich mich bereits, ob die Nacht mit Alex auch zu diesem Traum gehört hatte. Doch sein Arm, der auf meiner Hüfte lag und seine Hand, die immer noch meine linke Brust umschlossen hielt machten mir sehr schnell klar, daß ich mir ihn tatsächlich nicht eingebildet hatte.
Es läßt sich schwer beschreiben wie es sich anfühlt neben einem Mann aufzuwachen, den man zudem noch ziemlich gern hat, wenn man davor eine endlose Zeit alleine gewesen ist. Plötzlich erscheinen Probleme nur noch halb so schlimm, das Sonnenlicht verfügt über viel mehr Kraft und es fließt Energie durch meine Blutbahnen, wie ich sie schon lange, lange nicht mehr gespürt habe.
Diese Energie trieb mich schlußendlich auch aus dem Bett, obwohl ich das Gefühl seiner Arme um mich sehr genoß.
Irgendwie habe ich es geschafft mich aus dem Bett zu schleichen, ohne daß er dabei aufwacht, wenn ich auch vermute, daß ihn nicht einmal eine Explosion direkt neben seinem Ohr wach bekommen hätte. Nachdem ich mich nur kurz im Badezimmer aufgehalten, meinen Bademantel übergeworfen und eine ordentliche Tasse Kaffee aufgebrüht hatte, war das erste was ich tat in der Dunkelkammer zu verschwinden und die Fotos zu entwickeln, die Alex gestern von uns gemacht hat.
Beinahe ehrfürchtig hänge ich sie nun mit Wäscheklammern auf die Leine neben Fotos von Chorproben, Jam-Sessions und Kindern mit diversen Instrumenten in den Händen. Scheinbar hat Alex eine natürliche Begabung fürs Fotografieren. Alle fünf Abzüge sind gestochen scharf.
Das erste gefällt mir besonders gut. Er hat den Arm um mich gelegt, mein Kopf ruht auf seiner Brust und mein Haar ergießt sich über das weiße Kopfkissen und seine Schulter. Ich sehe zu ihm auf, mit einem Kleinmädchenblick den ich mir nie im Leben zugetraut hätte und er schaut zurück, mit so viel Zärtlichkeit auf seinen Gesichtszügen, daß ich gar nicht anders kann als dämlich vor mich hinzugrinsen.
Das nächste wirkt etwas seltsam, weil wir beide in die Kamera sehen und das zu dieser intimen Stimmung nicht so recht passen will. Außerdem sehen wir beide so ernst aus, als wüßten wir, das uns harte Zeiten bevor stehen.
Auf dem nächsten Bild küssen wir uns und auch wenn man unsere Lippen nur erahnen kann, so mag ich seine Hand, die in dem Wust meiner Locken verschwindet und seine Augen, die er genüßlich geschlossen hat.
Die nächsten zwei Bilder sollte ich allerdings schnellstmöglich verschwinden lassen. Ich grinse zu ihm auf, während er das Gesicht vor Lust verzieht. Kein Wunder, immerhin habe ich ihn dabei an seiner empfindlichsten Stelle gereizt.
Während ich noch vor den Bildern stehe und mich an den kleinen Details gar nicht satt sehen kann höre ich, wie auf der Empore Bewegung entsteht. Wie auf Kommando muß ich lächeln und ich versuche erfolglos, dieses Lächeln aus meinem Gesicht zu wischen, bevor er mich erreicht hat.
Er tritt hinter mich, trägt dabei nur seine Boxershorts und umschlingt mich mit seinen langen, muskulösen Armen. Er legt sein Kinn auf meine Schulter und mustert ausgiebig die Bilder vor uns.
„Sie sind gut geworden,“ nuschelt er, augenscheinlich noch nicht richtig wach.
„Ja, wer hätte das gedacht?“ gebe ich schmunzelnd zu.
„Bei so einem Motiv ... ,“ höre ich ihn sagen, dann versenkt er sein Gesicht in meinem Haar und drückt mir einen Kuß auf den Hals.
„Guten Morgen übrigens,“ murmelt er.
„Du meinst wohl guten Tag,“ grinse ich.
„Oder so. Ich weiß ja nicht, wo du diese Ausdauer hernimmst, aber mich hast du heute Nacht eindeutig geschafft. Ich spüre Muskeln in meinem Körper, die vorher nicht da waren.“
„Du mußt bedenken, daß ich ziemlich lange abstinent gelebt habe. Das mußte einfach alles mal raus.“
Er kichert hinter mir leise. „Das hätte ich mal wissen sollen, dann hätte ich vorher noch ein bißchen trainiert.“
„Ich finde, dafür hast du dich tapfer geschlagen.“
„Ja. Die Betonung liegt auf tapfer,“ lacht er.
Zärtlich streichle ich seine Unterarme.
„Bist du dir immer noch sicher, daß wir hier das richtige tun?“ frage ich vorsichtig.
„Absolut,“ und ich spüre, wie er nickt.
„Ich meine nur ... du ... hast in letzter Zeit eigentlich nicht den Eindruck gemacht, als läge dir über unsere Zusammenarbeit hinaus sehr viel an mir.“
„Wie meinst du das?“
Er legt seine Hände auf meine Hüften und dreht mich zu sich herum. Auf seiner Stirn ist eine verständnislose Falte erschienen und in seinen Augenwinkeln nistet noch der Schlaf.
„Nunja ... ich hatte den Eindruck, daß du unsere Beziehung auf einer rein geschäftlichen Ebene gehalten hast.“
Seine Lippen verziehen sich zu einem warmen Lächeln. „Es war ein Versuch, der, wie man gesehen hat, kläglich gescheitert ist.“
„Ein Versuch?“ hake ich nach.
„Ja. Der Versuch, dich auf Abstand zu halten und so zu tun, als interessierst du mich nicht die Bohne.“
„Hm. Und jetzt?“
„Und jetzt? Brauche ich dringend einen Kaffe und ein ordentliches Frühstück für Champions. Denn wenn du mich heute wieder so ran nimmst, breche ich dir nach spätestens fünf Minuten zusammen,“ grinst er.
„Das meine ich nicht,“ kichere ich und knuffe ihn sanft in die Seite.
„Ich weiß. Aber laß mich doch erst einmal richtig wach werden. Danach können wir alle Probleme dieser Welt gemeinsam lösen, in Ordnung?“
„In Ordnung,“ gebe ich widerwillig nach.
Er beugt sich zu mir hinunter und küßt mich flüchtig auf den Mund, dann dreht er sich um und verschwindet im Badezimmer.
„Ich habe aber kein Frühstück im Haus,“ rufe ich ihm hinterher.
„Das macht nichts. Ich werde uns etwas besorgen,“ gibt er zurück, dann erkling das Rauschen der Dusche und ich wende mich wieder den Bildern zu.
Es ist seltsam, wie glücklich ich auf ihnen aussehe und das, obwohl genau das eingetreten ist, was ich unbedingt vermeiden wollte. Er ist mir viel zu nahe gekommen. Jetzt muß ich sehen, wie ich aus diesem Schlamassel wieder heraus komme. Und das schlimme an dem Ganzen ist, daß ich eigentlich gar nicht wieder heraus will.

Während Alex unterwegs ist, um uns Frühstück zu besorgen, ziehe ich mich endlich an und decke auf meinem Couchtisch für zwei. Ich benutzte dafür Geschirr, von dem noch niemand außer mir gegessen hat und der Gedanke ängstigt mich ein wenig. Ich habe absolut keine Ahnung, worauf ich mich hier einlasse und kann die Konsequenzen noch nicht einmal ansatzweise abschätzen.
Kurz streifen meine Gedanken die Zukunft. Wir werden nie gemeinsam in der Öffentlichkeit erscheinen dürfen, werden nie heiraten und Kinder haben können. Wir werden nie ein normales Paar sein, nicht gemeinsam auf Partys gehen und das tun, was verliebte Paare nun mal so tun.
Wir werden gezwungen sein, in der Sicherheit unsere vier Wände zu leben und ich habe so eine Ahnung, daß Alex das nicht sehr lange mitmachen wird.
Frustriert lasse ich mich auf das Sofa sinken und betrachte den gedeckten Tisch vor mir. Besser ich sage ihm gleich was Sache ist, bevor wir beide so tief drin stecken, daß es noch schmerzhafter wird, als es sowieso schon ist.
Doch der Gedanke ihm sagen zu müssen, daß dies hier nur ein flüchtiger Moment ist, daß es für uns keine Zukunft gibt, läßt meinen Magen schmerzhafte Purzelbäume schlagen. Er wird es nicht verstehen, wenn ich ihm nicht erkläre, warum ich so handle. Und selbst dann bezweifle ich, daß er die Tragweite wirklich verstehen wird.
Das Klingeln an der Tür reißt mich aus meinen trüben Gedanken. Vielleicht, so überlege ich während ich den Raum durchquere und den Türsummer betätige, schweige ich einfach noch ein bißchen. Habe ich nicht auch eine Winzigkeit an Glück verdient? Auch wenn dieses nur flüchtig und von ihm gestohlen ist.
Als ich durch den Türspion sehe, muß ich schon wieder grinsen. Mit Schwung reiße ich die Tür auf und fange gleich darauf eine Tüte auf, die Alex’ aus den vollbeladenen Armen rutscht.
„Wie viele Leute kommen noch?“ scherze ich und sehe ihm amüsiert dabei zu, wie er durch das Zimmer wankt und die Tüten einfach auf das Sofa fallen läßt. Dabei fallen einige Orangen heraus und rollen über den Fußboden.
„Ich erwähnte schon, daß ich jedes Fitzelchen Energie brauche, das ich kriegen kann, oder?“ grinst er, während er seine Jacke auszieht und sie unbeachtet neben die Couch auf den Boden wirft.
„Och, du Armer,“ lächle ich, stelle die braune Papiertüte auf dem Tisch ab und ziehe Alex gleich darauf an mich. „Ich bekomme ja direkt ein schlechtes Gewissen.“
„Ja, das solltest du auch haben,“ nickt er und küßt mich dann zärtlich.
Ich widerstehe dem Drang meine Hände unter sein T-Shirt zu schieben und ihn einfach hier und auf der Stelle zu vernaschen und bringe statt dessen etwas Abstand zwischen uns.
„Du bist selbst schuld,“ informiere ich ihn.
„Wieso?“
„Na Hallo? Wenn jemand so erotisch ist wie du, kann ich ja wohl gar nicht anders. Das ist ein Reflex, das Aufleben von Urinstinkten die unsere Spezies bisher davor bewahrt hat, frühzeitig auszusterben.“
„Na wenn das so ist,“ lacht er und küßt mich schmatzend.
In diesem Moment klingelt es erneut und erschrocken fahre ich zur Tür herum, als könnte ich nur durch bloße Willenskraft erraten, wer unten davor steht.
„Dein Zweitfreund?“ fragt Alex amüsiert, doch ich finde das gar nicht komisch.
„Nein,“ entgegne ich und mache zwei vorsichtige Schritte Richtung Tür, als es erneut klingelt.
„Post vielleicht?“ rät er weiter, während er einen Bagel aus einer der Tüten hervor zieht und kräftig hinein beißt.
„Nein. Ich bekomme keine. Also ... zumindest nichts, was nicht auch in meinen Briefkasten paßt,“ sage ich abwesend und habe inzwischen die Tür erreicht.
Mein Herz klopft ängstlich in meiner Brust, während ich mir versuche einzureden, daß es überhaupt keinen Anlaß dafür gibt. Es passiert ab und an, daß jemand bei mir klingelt. Manchmal hat ein Nachbar den Schlüssel vergessen, ab und zu verüben kleine Kinder ihre Klingelstreiche und manchmal steht ein Vertreter oder ein Zeuge Jehovas vor der Tür. Trotzdem bin ich jedes Mal der Meinung, daß meine ach so schöne Welt aufgeflogen ist und daß es mir jetzt an den Kragen geht.
„Wenn du nicht aufmachst, werden wir es nie erfahren,“ höre ich Alex plötzlich direkt hinter mir und bevor ich etwas dagegen tun kann hat er bereits die Hand ausgestreckt und den Türöffner betätigt.
„Nicht!“ versuche ich es noch, doch es ist bereits zu spät. Zumindest wenn derjenige unten vor der Tür schnell reagiert hat.
„Keine Panik,“ beschwichtigt er mich und beißt erneut in seinen Bagel.
„Du hast keine Ahnung,“ gebe ich kopfschüttelnd zurück, während sich eine Eiseskälte meines Körpers bemächtigt.
Er zuckt lediglich mit den Schultern, weil sein Mund voller Brot ist.
„Wirklich. So etwas solltest du nicht tun. Das ist ...,“ ich will gefährlich sagen, erinnere mich aber im letzten Moment daran, daß das mehr als idiotisch für ihn klingen muß. Also drehe ich ihm den Rücken zu und werfe einen Blick durch das kleine Guckloch in der Tür. Ich sehe gerade noch, wie der obere Rand der Fahrstuhlkabine auftaucht, dann lenkt mich Alex’ Stimme wieder ab.
„Hey,“ sagt er sanft, dreht mich zu sich herum und umarmt mich fest. „Dir wird nichts passieren. Das verspreche ich dir. Ich bin nämlich nicht nur hocherotisch sondern auch wie ein wilder Stirn, wenn jemand meinen Freunden zu nahe tritt.“
Ich habe keine Zeit mehr, mich über diese seltsame „meine Freunde“ Wortwahl zu wundern oder auch nur irgend etwas darauf zu erwidern, denn in diesem Moment klopft es bereits heftig gegen meine Wohnungstür.
„Jetzt wird es spannend,“ grinst Alex, ergreift den Türknauf und zieht gleich darauf die Tür mit Schwung auf.
Für den Bruchteil einer Sekunde sehe ich ihn tot vor meinen Füßen zusammen brechen. Steiner hat mich gefunden und fängt sofort damit an, mir alles zu nehmen, was ich jemals geliebt habe.
Doch zu meiner Verwunderung steht eine Frau vor meiner Tür.
„Lorain?“ entfährt es Alex geschockt. „Wie kommst du denn hierher?“
Sie sagt keinen Ton, sondern sieht ihn einfach mit großen, zutiefst enttäuschten Augen an. Im nächsten Moment schiebt sie sich an ihm vorbei in meine Wohnung und ich bin kurz vor einem Nervenzusammenbruch.
Sie sollte nicht hier sein. Sie sollte ... weit weg irgendwo ihren perfekten Körper in noch perfektere Kleider zwängen und Alex bereits vergessen haben.
Ihr Blick huscht kurz durch die Wohnung, registriert dabei den gedeckten Frühstückstisch, meine nassen Kleider von gestern, die immer noch mitten im Raum liegen und bleibt schließlich an mir hängen.
„Ich habe mich gefragt, wo du mit den vielen Tüten hin willst,“ sagt sie, läßt mich dabei aber keinen Moment aus den Augen. „Sie ist es also,“ sagt sie dann abfällig und sieht so aus, als würde sie im nächsten Moment auf mich losgehen.
„Lorain bitte. Avery hat damit überhaupt nichts zu tun,“ entgegnet Alex. Er hat inzwischen die Tür geschlossen und tritt auf sie zu.
„Ach? Nicht!“ fragt sie mit hochgezogenen Augenbrauen und ihre Stimme nimmt eine leicht schrille Färbung an.
„Du weißt doch selbst, daß das mit uns nicht funktioniert hat,“ sagt er und ich frage mich, ob es Absicht ist, daß er sich unauffällig zwischen sie und mich schiebt.
„Da bin ich anderer Meinung,“ gibt sie kalt zurück und verschränkt die Arme vor der Brust. „Schön habt ihr es hier,“ sagt sie und dreht sich einmal um sich selbst, ihre ganze Gestalt eine einzige Anklage.
„Ich möchte, daß sie auf der Stelle meine Wohnung verlassen,“ höre ich mich sagen.
Alex fährt zu mir herum und schüttelt unmerklich den Kopf. „Ich mach das schon,“ sagt er, während Schneewittchen ungeniert weiter in MEINE Wohnung hinein geht.
„Lorain. Wirklich. Du solltest jetzt besser gehen,“ sagt er und folgt ihr.
„Oh. Und nette Fotos habt ihr auch schon gemacht,“ bemerkt sie spitz, als sie die Wäscheleine erreicht hat.
„HEY!“ fahre ich sie an, als sie ungefragt nach dem ersten Abzug greift. Mit riesen Schritten haste ich durch die Wohnung auf sie zu. Wenn sie Krieg will kann sie den gerne haben. „Pfoten weg, oder ich vergesse mich!“
„Du Schlampe hast mir gar nichts zu sagen,“ fährt sie mich an und Alex kann sie gerade noch zurück halten, bevor sie sich auf mich stürzen kann und wir uns prügeln wie Kinder auf dem Schulhof.
„Lorain, halt den Mund,“ fährt er sie an.
„Genau und schieb deinen Hungerhakenarsch gefälligst wieder da hin, wo er hergekommen ist,“ pflichte ich ihm bei.
„Avery!“ Jetzt dreht er sich zu mir herum, packt mich am Arm und zieht mich einige Meter von ihr fort.
„Hör’ zu,“ sagt er leise aber eindringlich. „Gib mir fünf Minuten, okay? Ich bringe sie hier raus und kläre das.“
„Ja und am besten verschwindest du gleich mit ihr,“ zische ich aufgebracht.
„Bitte. Ich kann doch auch nichts dafür. Wirklich. Ich dachte, zwischen ihr und mir wäre alles geklärt.“
„Das sieht sie scheinbar etwas anders,“ gebe ich aufgebracht zurück. „Und jetzt ist sie hier. In meiner Wohnung, verdammt noch mal!“
„Ich weiß. Das ist ... ,“ er seufzt und für einen winzigen Moment tut er mir fast ein bißchen leid. Allerdings nur so lange, bis wieder die Stimme von diesem Flittchen ertönt.
„AJ, Sweeeets,“ gurrt sie.
Alex wirft mir noch einen kurzen, bittenden Blick zu und geht dann wieder zu ihr hinüber.
„Nichts da „Sweets“. Du wirst jetzt verschwinden,“ sagt er, faßt sie am Arm und zerrt sie hinter sich her.
„Schau es dir gut an,“ ruft sie mir über seine Schulter hinweg zu. „Er legt seine Freundinnen schneller ab als du gucken kannst und sehr bald bist du an meiner Stelle. Ich hoffe, daß ich dann dabei sein kann.“
Die Wohnungstür, die hinter den beiden krachend ins Schloß fällt, stoppt ihren Redefluß und ich bleibe alleine und vollkommen aufgelöst zurück.
Sie war in meiner Wohnung. Sie hat meine Sachen angefaßt. Sie weiß, daß Alex und ich zusammen sind. Was wird sie tun?
Mein Magen krampft sich zusammen, mit zitternden Knien gehe ich zurück zum Sofa und lasse mich schwer darauf sinken. Ich hätte mich niemals auf ihn einlassen sollen. Ich hätte meine Zelle niemals verlassen dürfen. Ich hätte ...
Meine Gedanken überschlagen sich und ich fühle brennende Tränen der Wut in mir aufsteigen. Wie konnte ich nur so dumm sein?

Kapitel 19