Kapitel 11
Ganze fünf Tage sind seit dem Abend mit Alex vergangen und ich habe seit dem keinen Ton mehr von ihm gehört. Nicht, daß mich das beunruhigen würde ... uhm ... nun ja ... ein bißchen schon.
Wir verbrachten den restlichen Abend damit, auf meinem Bett zu liegen, drei Flaschen Mineralwasser zu leeren und dabei über Musik, die Welt im allgemeinen und Los Angeles im besonderen zu reden. Ich hatte den Eindruck, daß wir beide darum bemüht waren, persönliche Dinge außen vor zu lassen und somit blieb mir dieser Abend als äußerst entspannt im Gedächtnis.
Er verabschiedete sich mit den Worten ich melde mich bei Dir, und ich glaubte ihm.
Doch jetzt? Ich kann mich nicht richtig auf die Arbeit im Diner konzentrieren, bringe mehr als einmal die Bestellungen durcheinander und registriere durchaus die belustigten Blicke, die sich Lucius, Millie und Gloria untereinander zuwerfen. Natürlich wissen sie, wer an meiner Verwirrung schuld ist, auch wenn sie mich nicht direkt darauf ansprechen.
Es ist aber auch zum Verrücktwerden. Nach fünf Jahren hat es endlich jemand geschafft, ohne große Probleme durch meine Mauern hindurchzuspazieren und ich habe dies auch noch mehr oder weniger freiwillig geschehen lassen. Und auch wenn mich dieser Gedanke nach wie vor ein wenig ängstigt, weil ich damit auch einen Teil der Kontrolle über mein Leben aus der Hand gebe, ruft alleine der Gedanke an Alex ein aufgeregtes Flattern in meiner Magengegend hervor.
Mehr als einmal ertappe ich mich dabei, wie ich an seine wunderschönen, braunen Augen denke und mein Kopf in die Höhe ruckt, wenn im Radio ein Song der Backstreet Boys gespielt wird. Dabei vergesse ich manchmal, daß diese Gruppe aus fünf Mitgliedern besteht, weil ich nur seine Stimme höre. Sie erscheint mir ausdrucksstarker und lauter als die anderen, was natürlich blanker Unsinn ist. Aber ich kann mich einfach nicht dagegen wehren.
Ich ertappe mich sogar dabei, wie ich abends die CD von John Legend einlege und dabei daran denke, wie wir in Alex Wohnzimmer auf dem Boden liegen und uns über meine Vergangenheit unterhalten.
Keine Frage, ich benötige dringend professionelle Hilfe und wer wäre hierfür besser geeignet als Trish? Also nehme ich nach dem Ende meiner Schicht den Bus in die Stadt und betrete eine knappe Stunde später ihre Boutique.
Trish ist gerade mit einer Kundin beschäftigt und ich höre sie in den höchsten Tönen flöten nein wirklich. Das Kleid steht ihnen ausgezeichnet. Es betont ihre wunderschöne Silhouette und die Farbe schmeichelt ihrem Teint.
Die Kundin tritt einen Schritt vom Spiegel zurück und damit in mein Blickfeld. Sie ist jung - vielleicht gerade mal zwanzig - ihr kastanienbraunes Haar fließt ihr samtig über die Schultern und das Kleid ist einfach atemberaubend. Etwas neidisch stelle ich fest, daß ich darin wahrscheinlich aussehen würde wie eine Presswurst, aber in ihrem Fall haben sich Textil und Körper ganz eindeutig gesucht und gefunden.
In diesem Moment sieht Trish auf und entdeckt mich.
Avery! ruft sie entzückt aus. Wie schön dich zu sehen. Findest du nicht auch, daß ihr dieses Kleid hervorragend steht?
Ich nicke bestätigend. Es sitzt wie angegossen.
Finden sie wirklich? sagt das Mädchen skeptisch und dreht und wendet sich noch einmal, um sich von allen Seiten betrachten zu können.
Wie für sie gemacht. Füge ich hinzu.
Ich denke darüber nach, sagt sie an Trish gewandt und verschwindet in der Umkleidekabine.
Trish dreht sich zu mir herum und verrollt die Augen und ich verstecke das leise Kichern hinter meiner Handfläche.
Ich zeige ihnen gerne auch noch ein paar andere Modelle, sagt Trish zu der geschlossenen Kabinentür. Für welchen Anlaß soll es denn sein?
Ich gehe auf eine Premierenfeier, höre ich die glockenhelle Stimme des Mädchen und taufe sie in Gedanken Schneewittchen. Sie wissen schon ... jede Menge Stars und Sternchen. Es muß auf jeden Fall etwas Aufregendes sein.
Na, da habe ich ganz bestimmt etwas Passendes für sie, entgegnet Trish, sieht sich dann mit einem hilflosen Blick um und steuert dann auf einen Kleiderständer zu.
Das hier wird wohl etwas länger dauern und ich bedeute Trish, daß ich mir einen Kaffe nehmen und mich auf das Sofa setzen werde. Sie nickt abwesend, während sie Kleiderbügel hin und her schiebt und offensichtlich nach etwas sucht, das für Schneewittchen aufregend genug ist. Ich könnte ja wetten, daß das mit dem wenigsten Stoff ihre Zustimmung findet, beschließe aber, mich in dieses Verkaufsgespräch nicht einzumischen.
Während ich den Kaffee in kleinen Schlucken trinke und mich entspannt in die Polster lehne, beobachte ich Trishs ambitionierte Verkäuferqualitäten.
Schneewittchen ist mittlerweile beim vierten Kleid angekommen und noch keins hat so atemberaubend ausgesehen, wie das erste. Doch immer noch scheint sie nicht zufrieden.
Als das kleine Glöckchen über der Tür bimmelt sehe ich eher unbewußt auf und verschütte dann beinahe meinen Kaffe.
Alex betritt den Laden und ist dabei so sehr auf Trish fixiert, daß er glatt an der Sitzgruppe vorbei geht, ohne mich zu bemerken.
Hey Trish, begrüßt er sie und drückt ihr gleich darauf einen flüchtigen Kuß auf die Wange.
Trishs Erwiderung bekomme ich gar nicht richtig mit, weil mein Herz so laut klopft, daß alles andere um mich herum verblaßt. Er trägt Jeans und ein enges, schwarzes T-Shirt und während er die Hände entspannt in die Gesäßtaschen seiner Hosen schiebt, beobachte ich fasziniert das Muskelspiel seiner Schultern. Unzählige Schmetterlinge beginnen in meinem Magen herum zu flattern und ich kann mich nicht entscheiden, ob ich auf mich aufmerksam machen oder ihn lieber noch eine Weile stumm anstarren soll.
In diesem Moment tritt Schneewittchen aus der Kabine und ich bin einen Moment lang verwirrt, als sie direkt auf Alex zugeht und ihm ihre langen, sonnengebräunten Arme um den Hals schlingt.
Hey Baby, gurrt sie und ich höre, wie sich ihre Lippen schmatzend zu einem Kuß treffen. Was hältst du hiervor? fragt sie dann, tritt einen Schritt zurück und dreht sich elegant einmal um sich selbst.
Nicht schlecht, nickt er anerkennend, wobei ich der Neigung seines Kopfes entnehme, daß er lediglich ihren festen, kleinen Po ins Auge gefaßt hat.
Ich spüre, wie sich mein gesamter Körper versteift und sich die Schmetterlinge in meinem Bauch in einen harten, schweren Felsbrocken verwandeln. Sind die beiden ein Paar? Und wenn ja, warum hat er mir davon nichts erzählt? Warum hat er mich eingeladen, wenn er doch so offensichtlich etwas besseres haben kann? Oder hat sich das erst ergeben, nachdem er diesen seltsamen Abend mit mir verbracht hat?
Hast du Avery eigentlich schon begrüßt? sagt Trish in diesem Moment und ich hasse sie dafür.
Avery? fragt er überrascht und sieht sich suchend im Laden um, bis er meine zusammengesunkene Gestalt auf dem Sofa entdeckt. Hey! sagt er, ein Lächeln erscheint auf seinem Gesicht und mit wenigen Schritten hat er mich erreicht. Na das ist ja eine Überraschung.
Kann man wohl sagen, gebe ich zurück und zwinge ein angestrengtes Lächeln auf mein Gesicht, während ich mich erhebe und ihm förmlich eine Hand entgegen strecke.
Schön dich wieder zu sehen, sagt er, als er meine Hand ergreift.
Ja, nicke ich und füge in Gedanken hinzu, daß es so lange schön war, bis er Schneewittchen geküßt hat.
Baby, was meinst du denn jetzt zu dem Kleid? lenkt diese die Aufmerksamkeit wieder auf sich.
Alex wendet sich von mir ab und runzelt die Stirn. Es ist toll, aber nicht perfekt, sagt er und ich bewundere ihn für diese selbstmörderische Ehrlichkeit.
Das erste war wirklich besser, stimmt Trish ihm zu. Ziehen sie das doch noch einmal an. Ich wette, dann bleibt AJ die Luft weg.
Bei diesem Satz erstrahlt ein Lächeln auf Schneewittchens Gesicht und sie verschwindet eilig in der Umkleidekabine.
Während sie sich umzieht, entsteht ein peinliches Schweigen zwischen Alex und mir und wenn mir irgendein guter Grund einfallen würde, um mich schleunigst von hier zu entfernen, würde ich ihn sicherlich nutzen. Aber mein Hirn ist so leer wie meine Kaffeetasse, also schweige ich.
Ihr geht auf eine Premierenfeier? sagt Trish und ich bin ihr mehr als dankbar dafür.
Ja. Du weißt doch, diese Konami-Geschichte.
Das neue Videospiel?
Alex nickt.
Videospiel klingt irgendwie nicht nach einem glamourösen Abend und ich frage mich, ob das besagte Kleid dafür wirklich das richtige ist.
In diesem Moment tritt Schneewittchen wieder aus der Kabine. Das Kleid sieht plötzlich noch besser an ihr aus und neidisch muß ich zugeben, daß es egal ist, wo sie es trägt. Sie wird immer fantastisch und passend gekleidet darin aussehen.
Wow, entfährt es Alex und augenblicklich scheint er mich vergessen zu haben. Er geht zu Schneewittchen hinüber und mustert sie dabei ausgiebig. Das ist der absolute Wahnsinn Sweets.
Ja? Ihre Wangen fangen an zu glühen und sie strahlt wie ein Weihnachtsbaum mit fünfhundert Watt Glühbirnen.
Aber ganz sicher.
Seine Hände greifen nach ihren Hüften und er zieht sie ganz nahe zu sich heran um ihr etwas ins Ohr zu flüstern. Kichernd zieht sie die Schultern hoch und ich sehe, wie ihre langen, knallrot lackierten Fingernägel kleine Furchen auf seinen Schultern hinterlassen.
Mir wird übel und ich versuche krampfhaft, irgendwo anders hinzusehen.
Also abgemacht, verkündet Alex schließlich. Wir nehmen das Kleid, und mit diesen Worten kramt er bereits seine Geldbörse hervor und reicht Trish seine Kreditkarte. Möchtest du sonst noch etwas haben Sweets?
Also wenn du so fragst ... , entgegnet diese und schämt sich scheinbar kein Stück, während sie noch zwei Hosen, ein Oberteil und einen wunderschönen Kaschmirschal oben drauf packt.
Voll beladen wankt Trish schließlich zur Kasse, während ihr Alex und Schneewittchen, die mittlerweile Jeans und eine Bluse mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel trägt, Hand in Hand folgen.
Ich kann leider nicht verstehen, welche Summe Trish von seiner Kreditkarte abbucht, aber es dürfte eine vierstellige Zahl sein.
Also dann Avery. Bis bald, verabschiedet sich Alex bei mir, winkt Trish noch einmal zu und rauscht dann mit dem engelsgleichen Geschöpf an seiner Hand an mir vorbei hinaus in die sengende Sonne Kaliforniens.
Ich sehe ihnen nach, bis sie in einem Strom von Touristen verschwunden sind und versuche dabei mein Herz nach und nach wieder zusammen zu setzen. Ich bin aber auch dämlich. Wie konnte ich nur davon ausgehen, daß Alex irgendein Interesse an mir hat? Wir haben lediglich einen netten Abend miteinander verbracht und wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich wahrscheinlich auch für Schneewittchen entscheiden.
Puh, holt mich Trishs Stimme wieder in die Wirklichkeit zurück. Wenigstens hat sie doch noch etwas gekauft. Ich hasse es, wenn sich meine Kunden ewig nicht entscheiden können.
Naja, um bei der Wahrheit zu bleiben ... er hat die Sachen gekauft.
Wie auch immer. Mir ist egal, wer im Endeffekt bezahlt, grinst sie, nimmt meine leere Kaffeetasse und kommt gleich darauf mit zwei vollen wieder zu mir zurück.
Jetzt erzählt doch mal. Was führt dich hierher zu mir? fragt sie, während sie sich mir schräg gegenüber auf das andere Sofa nieder läßt.
Nichts bestimmtes, antworte ich schnell. Ich wollte dich einfach mal wieder besuchen.
Sie mustert mich einen Moment kritisch und sagt dann. Schätzchen. Du besuchst mich nie einfach so.
Doch, tue ich, sage ich bockig und nippe an meinem Kaffee.
Tust du nicht. Aber das ist ja Haarspalterei. Sag mir lieber, was du von Lorain hältst.
Lorain? frage ich, obwohl mir längst klar ist, daß sie dieses märchenhaft hübsche Wesen an Alex Seite meint.
Na, AJs kleine Freundin.
Sie scheint ... sehr nett zu sein, gebe ich diplomatisch zurück, entlocke Trish damit aber lediglich ein kurzes Auflachen.
Avery Hamilton, seit wann nimmst du denn ein Blatt vor den Mund?
Wie meinst du das?
Na komm schon. Fallen dir zu ihr nicht ein paar andere Adjektive als nett ein? Sagt sie mit einem belustigten Augenfunkeln und sofort rasen hunderte davon durch meinen Kopf.
Anstrengend, sage ich als erstes.
Wem sagst du das, stöhnt Trish.
Hübsch.
Das auf jeden Fall, nickt sie.
Jung.
Das auch. Leider. Ist die Welt nicht ungerecht? Da hat sie schon einen perfekten Körper, ein beneidenswertes Alter und dann auch noch diesen Mann?
Ich schlucke. In diese Richtung sollte das Gespräch eigentlich nicht gehen. Aber wo wir schon mal dabei sind ... Sind sie denn fest zusammen?
Ach, das weiß man bei AJ nie so genau. Heute die morgen die. Also ... nicht, daß du mich falsch verstehst. Er ist wirklich eine treue Seele. Er braucht manchmal nur etwas länger, bis er die Richtige gefunden hat.
Ist sie denn die Richtige? frage ich und hoffe, daß sie nein sagen wird.
Ich weiß es nicht, gibt Trish zu und nippt gedankenverloren an ihrem Kaffee. Ich habe sie erst ... hm ... zwei oder drei Mal gesehen. Sie macht einen etwas naiven Eindruck, aber das hat manchmal auch etwas Erfrischendes an sich. Und AJ scheint vernarrt in sie zu sein, sie zuckt mit den Schultern.
Aha, entgegne ich und wünsche mich augenblicklich zurück in die Abgeschiedenheit meiner Wohnung.
Es hat dich ganz schön mitgenommen, kann das sein? fragt Trish plötzlich.
Ach was, winke ich etwas zu heftig ab und sehe an ihrem nachsichtigen Lächeln, daß sie mir nicht glaubt.
Er ist ja nun auch wirklich ein interessanter Mann, fährt sie fort. Dazu noch reich und berühmt, gutaussehend und mit dem gewissen Etwas. Ich habe mehr als einmal erlebt, wie er Frauen wie dir den Kopf verdreht.
Frauen wie mir? frage ich leicht gereizt.
Frauen, die auf der Suche sind, erklärt sie ohne rot zu werden. Frauen, die sich nach einem richtigen Mann sehnen. Er kann das gut. Wenn er dich mit seinen Hundeaugen ansieht, dann ist eben alles zu spät.
Aber? frage ich, weil ich weiß, daß das noch nicht alles ist.
Aber ..., Trish überlegt kurz. Manchmal habe ich das Gefühl, daß er sich grundsätzlich für die Falsche entscheidet. Er steht irgendwie auf die ... jungen, naiven und fällt damit regelmäßig auf die Nase.
Eigentlich habe ich ihn für einen guten Menschenkenner gehalten, wage ich einzuwerfen.
Ja, ich weiß. Das ist ja das Schlimme. Eigentlich ist er vernünftig. Vielleicht etwas impulsiv, aber dabei ... hm ... er verliert selten sein Ziel aus den Augen. Zumindest seit seiner Therapie. Aber ... ,
Therapie? entfährt es mir überrascht.
Ja. Hast du das nicht gewußt? Er hatte ziemliche Alkohol- und Drogenprobleme. Aber seit ein paar Jahren ist er clean und ich hatte den Eindruck, daß er seit dem sein Leben ganz gut im Griff hat.
Und dann hängt er mit so unreifen Früchtchen wie dieser Lorain herum? frage ich immer noch ungläubig.
Das eine schließt das andere ja wohl nicht aus, lächelt Trish nachsichtig. Aber tröste dich. Erfahrungsgemäß halten die Beziehungen zu diesen Mädchen nicht sehr lange.
Das ist traurig, sage ich leise und meine dies wirklich ernst. Er hätte etwas wesentlich besseres verdient. Und im selben Moment muß ich mir eingestehen, daß ich das niemals sein werde. Ich bin nicht besser. Eigentlich noch viel schlimmer. Eine Katastrophe sozusagen.
Doch das lindert den Schmerz in mir kein Stückchen.
Schätzchen, Trishs warme Hand legt sich auf meine kalte. Kopf hoch. Er ist nicht der einzige Mann auf dieser Welt.
Ich weiß, seufze ich und entziehe ihr vorsichtig meine Finger.
Es entsteht ein kurzes Schweigen, während ich immer wieder vor mir sehe, wie Alex Lorain küßt.
Ach du meine Güte, holt mich Trishs entsetzte Stimme wieder zurück in die Gegenwart. Du bist ja verliebt!
Was? stoße ich geschockt hervor. Um Himmels willen Trish. Ich bin nicht verliebt, hörst du? So etwas darfst du noch nicht einmal denken!
Aber wenn es doch die Wahrheit ist.
Voller Entsetzen sehe ich bereits vor mir, wie Trish sich als Kupplerin aufspielt, AJ vertraulich beiseite nimmt und ihm zuraunt, daß Avery Hamilton ein Auge auf ihn geworfen hat und er sich doch einmal überlegen sollte, wie gut er es bei mir haben könnte. Oh Gott, mir wird schlecht.
Trish. Bitte. Das ist absoluter Schwachsinn. Ich finde ihn ganz nett, ja. Aber mehr ist da nicht und wenn du auch nur eine Bemerkung darüber an unpassender Stelle fallen läßt bist du so was von tot, das schwöre ich dir!
Ist ja schon gut, entgegnet sie mit erhobenen Händen und einem wissenden Grinsen im Gesicht. Ich kann Schweigen wie ein Grab. Gott, daß ich das noch erleben darf. Die eiskalte Avery hat sich verliebt!
Ich bin nicht ... ,
Ja, ja, schon klar, unterbricht Trish mich. Laß uns lieber überlegen wie wir das AJ begreiflich machen können.
Hörst du mir überhaupt zu? fahre ich Trish wütend an. Da ist nichts zwischen Alex und mir und da wird auch niemals etwas sein, hast du mich verstanden?
Mit diesen Worten springe ich von meinem Sitz in die Höhe und rausche an der vollkommen verdattert drein blickenden Trish vorbei hinaus ins Freie.
Zum Teufel mit Alexander McLean. Zum Teufel mit Trish. Ich komme sehr gut alleine klar und es wird Zeit, daß ich meine Mauern ausbessere und aufpasse, daß so etwas nicht noch einmal passiert.