Kapitel 10

Ich glaube, ich war in meinem ganzen Leben noch nie so nervös wie in diesem Moment. Meine zitternden Hände schaffen es kaum, den Schlüssel in das Schloß der Haustür zu schieben und daß Alex direkt hinter mir steht und mir dabei zusieht macht es auch nicht besser.
Nach dem dritten Versuch habe ich es endlich geschafft und wir treten nacheinander in den Flur des Wohnhauses, das sich mitten in L.A. befindet. Ich drücke den Lichtschalter und stelle leicht unbehaglich fest, daß die Glühbirne im Erdgeschoss mal wieder kaputt ist und uns lediglich ein schwacher Lichtschein vom zweiten Treppenabsatz den Weg weist.
Alex folgt mir schweigend, als ich zu der Tür des Fahrstuhls hinüber gehe und den Rufknopf drücke. Ich liebe diesen Fahrstuhl seit der ersten Sekunde. Die Kabine besteht aus geschwungenen Metallstreben und man kann, wenn man das Gesicht zwischen zwei der Stäbe presst, die ganze Zeit beim Hinauffahren hinunter in die Eingangshalle blicken.
Heute allerdings fühle ich mich seltsam ungeschützt, als wir langsam hinauf gleiten. Jeder, der in diesem Moment zufällig aus seiner Wohnungstür tritt, könnte uns sehen. Vielleicht erkennt jemand Alex und vielleicht fällt diesem Jemand dann zum ersten Mal auf, daß ein seltsames Mädchen mit dunklen, roten Locken in diesem Haus wohnt.
Doch Gott sei Dank passiert nichts dergleichen. Unbehelligt erreichen wir das oberste Stockwerk und Alex folgt mir den langen Gang hinunter bis zu meiner Wohnungstür.
Während ich den Schlüsselbund untersuche um den richtigen Schlüssel zu finden, jagen sich die Gedanken in meinem Kopf. Wie konnte ich ihn nur hierher mitnehmen? Seit fünf Jahren lebe ich hier und noch niemand hat meine Wohnung von innen gesehen. Und das aus gutem Grund.
Naja, sollte er mich heute Nacht umbringen, hätten sie ihn wenigstens schnell gefaßt, denn außer meinen und seinen Fingerabdrücken wird sich kein weiterer in der Wohnung finden lassen.
„Ich kann immer noch gehen,“ durchbricht seine dunkle Stimme plötzlich die Stille des Hausflurs und ich schrecke leicht zusammen.
„Nein, nein,“ sage ich schnell und frage mich dabei, wo der verdammte Wohnungsschlüssel eigentlich hin gekommen ist. „Es ist nur ... ,“ endlich habe ich den richtigen gefunden und ramme ihn mit Nachdruck ins Schloß.
„Es ist nur?“ hakt Alex noch einmal nach.
„Seit fünf Jahren hat diese Wohnung niemand außer mir betreten. Es ist einfach ... ein komisches Gefühl.“
„Vielleicht solltest du dich mal fragen, was das über deine Person aussagt,“ gibt er mit einem schiefen Lächeln zu bedenken.
Ich weiß ganz genau was das über mich aussagt. Es sagt ganz klar und deutlich, daß ich niemanden in meiner Nähe dulde. Nur leider gibt es immer Ausnahmen von der Regel und genau diese Ausnahme betritt jetzt beinahe ehrfürchtig meine Wohnung.
Ich schalte das Licht ein und gehe dann einfach weiter ohne ihn dabei anzusehen. Ich werde einfach so tun, als sei es etwas ganz normales, daß mich Menschen hier in meiner Burg besuchen kommen. Ist ja wohl ganz einfach.
Als erstes gehe ich hinüber zu der Stereoanlage, lege im Vorbeigehen meine Jacke und die Handtasche auf einem Barhocker vor der Theke ab und suche dann einen Moment nach der perfekten Musik. Als die samtige Stimme von Teraesa Vinson schließlich durch die Wohnung schwebt, begebe ich mich in die Küche.
„Was möchtest du trinken?“ frage ich Alex.
„Was hast du denn da?“ höre ich ihn sagen. Scheinbar steht er immer noch an der Tür.
„Kaffe, Tee, Wasser, Wein oder Bier,“ informiere ich ihn und lausche dann auf seine Antwort.
„Dann ein Wasser bitte.“
Ich hantiere eine Weile mit Gläsern und Flaschen und trete dann wieder hinter der Theke hervor. Er steht immer noch an der Tür, hat die Hände in den Hosentaschen vergraben und starrt zu meinen Bildern auf.
Ich reiche ihm das Wasser, muß ihn aber erst sanft am Arm berühren damit er überhaupt mitbekommt, daß ich da bin.
„Danke,“ sagt er abwesend, während er das Glas an sich nimmt, allerdings keinen Schluck davon nimmt.
Ich stelle mich neben ihn und sehe zu der Wand auf, an der meine Erinnerungen in Überlebensgröße auf uns hinunter blicken.
Sie sind alle in schwarzweiß gehalten, obwohl sich das eher zufällig so ergeben hat und während ich jedes Detail in mich aufsauge fühle ich, wie mich die Ruhe überkommt die sich immer in mir einstellt, wenn ich eine Weile zu ihnen aufblicke.
Das erste Bild zeigt meinen Dad. Er sitzt in seinem Schaukelstuhl im Wohnzimmer, seine Brille hat er auf die Stirn hinauf geschoben, in seiner linken, schwarzen Socke ist ein Loch direkt am großen Zeh und vor sich hält er ein aufgeschlagenes Buch, in das er tief versunken zu sein scheint, während der Sonnenschein von den heruntergelassenen Jalousien in seinem Rücken gefiltert wird und helle Streifen in die Luft zaubert.
So habe ich ihn immer vor Augen. Ein Buch in seinen Händen, die Ruhe selbst, immer ausgeglichen und allwissend.
Das nächste Bild zeigt meine Schwester Debbie, kurz nach der Geburt ihrer Tochter. Sie trägt ein weißes Männerhemd, ihr blondes Haar hat sie zu einem unordentlichen Knoten gebunden und ein paar Strähnen umrahmen ihr hübsches Gesicht. Sie hält Gwen auf ihrem Arm und blickt auf sie hinunter, in ihrem Blick so unglaublich viel Liebe, dass es mir immer wieder die Kehle zuschnürt, wenn ich zu lange hinsehe.
Daneben hängt eine Großaufnahme von meiner Mutter. Das Bild ist bei einer unserer Gartenpartys entstanden. Man kann im Hintergrund noch verschwommen die Lampions erkennen, doch sie verblassen vor dem strahlenden Lächeln, das auf Moms Gesicht liegt. Ihr dunkelblondes Haar kräuselt sich um ihr Gesicht, in ihren Augenwinkeln haben sich kleine Lachfältchen gebildet und man kann ihre unterschiedlich langen Schneidezähne sehen. Für mich ist sie perfekt. Und wird es wohl auch immer bleiben.
Das letzte Bild schließlich zeigt Flicka. Sie sitzt mit dem Rücken zur Kamera auf einem kleinen Hocker und hat ein Laken nachlässig um die Hüften geschlungen. Ihre Haut scheint ganz leicht zu schimmern und ihr Rückrat schwingt sich in einer perfekten Linie bis hinauf zu ihrem grazilen Nacken. Zu dieser Zeit hatte sie sich die Haare gerade raspelkurz geschnitten was, wie ich finde, ihrer Schönheit keinen Abbruch getan hat. Da sie über ihre Schulter blickt, kann man einen kleinen Ausschnitt ihres Gesichts sehen und manchmal habe ich das Gefühl, daß sie sich gleich ganz zu mir herum drehen wird um mich zärtlich anzulächeln und zu fragen, wie es mir geht.
Ich reiße mich von den Fotografien los und werfe einen Blick zu Alex hinüber. Immer noch steht er wie festgewachsen mit seinem Glas in der Hand neben mir und seine Augen ruhen auf Flicka.
Während ich innerlich noch bete, daß ihm die Ähnlichkeit zwischen meinen Eltern, Debbie und mir nicht auffällt sage ich mit einem Grinsen „Sie gefällt dir, hm?“
Er blinzelt kurz, gerade so, als falle ihm jetzt erst auf, daß er nicht alleine ist.
„Uhm ... ja ... ich meine ... mir gefallen alle diese Bilder. Sie sind so ... ,“ er sucht sichtlich nach dem richtigen Wort, verschafft sich Zeit, in dem er einen kleinen Schluck aus seinem Glas nimmt und sagt dann „so gefühlvoll.“
Jetzt erst scheint er sich von der Wand lösen zu können, denn er wendet den Kopf und sieht mich direkt an. „Du hast wirklich ein unglaubliches Talent.“
„Vielen Dank.“ Ich spüre, wie ich leicht erröte und senke den Blick.
„Du solltest dir wirklich mal überlegen, ob du deine Arbeiten nicht in einer Galerie ausstellen willst. Ich wette, du könntest einige Bilder für richtig viel Geld verkaufen.“
„Darum geht es mir nicht,“ entgegne ich schnell.
„Worum dann?“ fragt er zurück und sein Lächeln wirkt unglaublich weich.
„Ich weiß nicht ... es ist ... eine Form mich auszudrücken. Ich bin nicht so besonders gut mit Worten, was du sicherlich schon gemerkt hast,“ füge ich noch hinzu und entlocke ihm damit ein leises Schmunzeln und ein kurzes Kopfnicken.
„Ich mag es einfach, bestimmte Momente für die Ewigkeit einzufangen und damit ... na ja ... irgendwie ein Gefühl beim Betrachter auszulösen. Besonders schön ist es, wenn dieses Gefühl auch noch mit dem übereinstimmt, das ich darin sehe.“
„Aber dazu müßtest du sie ab und an jemandem zeigen,“ sagt Alex nachsichtig.
„Das tue ich doch gerade,“ gebe ich zurück.
Gut für ihn, daß er sich jeglichen Kommentar dazu spart.
Sein Blick schweift nun durch die Wohnung, wandert die Wendeltreppe zu meinem Schlafzimmer hinauf, huscht über die Arbeitsplatte in der Küche, verweilt einen Moment auf der Dunkelkammer und heftet sich dann auf die Wäscheleine mit meinen Fotografien.
„Darf ich?“ fragt er und deutete hinüber.
„Sicher,“ nicke ich. Ist ja jetzt auch schon egal.
Ich folge ihm, lasse mich auf halber Strecke auf das Sofa fallen und beobachte ihn dabei, wie er von einem Bild zum nächsten geht und jedes ausgiebigst betrachtet. Unterwegs zieht er eine Packung Zigaretten aus der Hosentasche und sieht fragend zu mir hinüber.
„Mach nur,“ sage ich großmütig und gleich darauf steigt mir der brennende Geruch des Rauches in die Nase.
Mit einem kleinen Aschenbecher aus blauem Glas stehe ich gleich darauf neben ihm und aus einem, mir nicht näher bekannten Grund, nehme ich seine Hand die die Zigarette hält und führe sie zu meinem Mund. Ich inhaliere tief, bevor ich sie wieder los lasse und er die Asche vorschriftsmäßig in den Aschenbecher schnippt.
„Das hier ... ,“ sagt er schließlich, zeigt auf ein Foto und klingt dabei irgendwie aufgeregt.
Er möchte das Foto von der Leine nehmen, merkt aber, daß er keine Hand frei hat. Also stellt er das Glas ab und legt die Zigarette in den Aschenbecher. Ich nehme noch zwei Züge davon, bevor ich sie ausdrücke.
Gleich darauf hält er eine Aufnahme in seinen Händen und starrt vollkommen fasziniert darauf. Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und schaue ihm interessiert über die Schulter.
Sofort weiß ich, wo das Foto entstanden ist. Ich habe mir mit meiner Kamera einen gemütlichen Nachmittag im Park gemacht und unzählige Bilder geschossen. Eines davon hält Alex nun in Händen. Ein kleiner, schwarzer Junge sitzt auf einer grünen Parkbank und spielt Gitarre die viel zu groß für den kleinen Kerl erscheint. Seine Beine sind zu kurz, so daß seine Füße den Boden nicht erreichen und in der Luft baumeln.
Sein Gitarrenspiel war so wunderschön, daß ich ihm fasziniert eine ganze Stunde gelauscht und einige wirklich gute Fotos von ihm gemacht habe. Ich verstehe allerdings noch nicht so ganz, was Alex gerade an diesem Bild so aufregend findet.
Plötzlich hebt er den Kopf, dreht sich um und sieht mich an. „Darf ich das mitnehmen?“ fragt er.
Reflexartig schüttele ich den Kopf. „Tut mir leid. Keines meiner Bilder verläßt diese Wohnung.“
„Wirklich? Ohne Ausnahme?“ er legt den Kopf etwas schräg und zieht eine Schnute und mein Herz gerät augenblicklich ins Stolpern.
„Wirklich,“ nicke ich.
„Hm ... ,“ er blickt erneut auf die Fotografie in seinen Händen. „Weißt du, ich hätte da so eine Idee, aber ich müßte das erst mit ein paar Leuten besprechen und dazu ... nun ja ... wäre es hilfreich, wenn ich ihnen etwas von deinen Arbeiten zeigen könnte.
Die Worte „eine Idee“ und „mit ein paar Leuten besprechen“ lassen meine Knie weich werden und heftiger als beabsichtigt reiße ich ihm das Foto aus den Händen und hänge es wieder ordnungsgemäß auf die Leine.
„Du wirst mit niemandem über die Bilder oder über mich sprechen, ist das klar?“ raunze ich ihn an.
„Aber ... ,“ setzt er an, doch ich unterbreche ihn.
„Nichts aber. Wir waren uns doch darüber einig, daß wir so tun, als gäbe es Avery Hamilton nicht. Das beinhaltet auch meine Fotos.“
„Moment,“ entgegnet er. „Ich habe lediglich versprochen, daß uns niemand zusammen sieht, wenn wir miteinander ausgehen. Davon, daß ich in Zukunft so tun muß als wärst du ein Geist hat niemand etwas gesagt.“
„Tja. Dann tue ich das eben jetzt.“ Gebe ich zurück, drehe mich auf dem Absatz herum und lasse mich wieder auf die Couch fallen. Er soll bloß nicht denken, nur weil er ein Interesse an meinen Fotografien geheuchelt hat, hätte er ein Anrecht auf irgend etwas.
„Ich verstehe dich nicht,“ sagt er, schüttelt den Kopf und läßt sich dann mir gegenüber in einen Sessel fallen.
„Das mußt du auch gar nicht und das war auch nie mein Ziel.“
„Was war es denn dann? Warum hast du mich hierher mitgenommen, wenn ich mit niemandem darüber reden soll?“
Ich verstehe nicht so genau, was er mir damit sagen will, also entgegne ich etwas verunsichert „ich wollte, daß du dir meine Bilder ansiehst. Punkt.“
„Das ist alles?“ fragt er und klingt dabei so, als könne er das nicht glauben.
„Ja! Was hast du denn gedacht?“
Er schweigt und ich befürchte, daß wir erneut bei dem Punkt „Vergangenheitsbewältigung“ angekommen sind.
„Ich weiß ja nicht, mit was für Leuten du bisher so in deinem Leben zu tun hattest,“ sage ich deshalb vorsichtig. „Aber ich bin nicht so.“
„Ja,“ nickt er langsam. „So langsam glaube ich das auch und das finde ich mehr als merkwürdig.“
Ich muß lächeln. Er wirkt wirklich äußerst verwirrt. Aber auf eine wohltuende Art.
„Soll ich dir ... mein Lieblingsbild zeigen?“ frage ich schließlich.
Er nickt langsam und auch auf seinem Gesicht erscheint ganz langsam wieder ein Lächeln.
„Dann komm’ mit.“
Ich stehe auf, durchquere das Wohnzimmer und drehe mich an der Treppe, die hinauf zu meinem Schlafzimmer führt, zu ihm herum. Er steht etwas unschlüssig mitten im Raum und weiß scheinbar nicht so genau, wo er mit seinem Blick hin soll.
Ich schüttle den Kopf, gehe zu ihm zurück, ergreife seine Hand und ziehe ihn ohne Umschweife hinter mir her die Stufen hinauf.
Hier oben herrscht ein angenehmes Dämmerlicht. Ich lasse seine Hand los und knipse die Nachtischlampe an, weil er ja schließlich sehen soll, was ich ihm zeigen will, lasse mich dann auf das Bett sinken und ziehe den kleinen Silberrahmen zu mir heran.
„Das ist meine Mom,“ sage ich und halte ihm das Bild entgegen. Er steht immer noch auf dem Treppenabsatz und ich frage mich langsam, ob ich tatsächlich den Eindruck mache, als würde ich jeden Moment über ihn herfallen.
Zögerlich nimmt er das Bild entgegen und wirft einen Blick darauf. Seine Stirn legt sich irritiert in kleine Falten, dann macht er drei Schritte und sitzt gleich darauf neben mir.
„Ist es schlimm wenn ich sage, daß ich darauf gar nichts erkennen kann?“ fragt er zaghaft.
Ich muß lachen. „Nein,“ entgegne ich, nehme ihm das Bild wieder ab und lasse meinen Blick einen Moment darauf verweilen.
„Das ist eines der ersten Bilder, das ich in meinem Leben jemals gemacht habe,“ informiere ich ihn, während meine Augen immer noch an den bunten Schlieren festkleben. „Damals war ich vier Jahre alt und mein Dad hatte mir so eine alte Ritsch-Ratsch-Kamera geschenkt.“
„Ritsch-Ratsch-Kamera?“ fragt Alex belustigt.
„Jaaa. Das waren diese Dinger, die du nach jedem Bild auseinander ziehen mußtest, damit der Film weiter transportiert wird.“
„Ach die Dinger. Ja, daran erinnere ich mich dunkel,“ nickt er.
„Jedenfalls habe ich meine Mom im Garten fotografiert und herausgekommen ist das hier.“ Ich streichele vorsichtig über das kalte Glas. „Ich weiß, daß es für andere nichts wirklich Besonderes ist, aber ich kann mich noch genau an diesen Augenblick erinnern.“
Ohne es zu merken schließe ich die Augen und sehe sie wieder vor mir. Sie trägt das geblümte Sommerkleid und die Sonne umschmeichelt ihre schlanke Silhouette. Ich höre ihr Lachen und der Geruch nach frisch gemähtem Gras sticht mir in die Nase.
„Du vermißt sie wohl sehr, hm?“ höre ich Alex leise sagen.
„Ja. Wie verrückt,“ gestehe ich und muß schlucken.
Eine kleine Weile schweigen wir in trauter Zweisamkeit, dann meldet er sich erneut zu Wort.
„Hatten wir nicht eigentlich ausgemacht, daß wir nicht gemeinsam im Bett landen?“
Ein Glucksen steigt vom Grunde meines Bauches an die Oberfläche. „Nun jaaaaa ... ,“ entgegne ich gedehnt und höre ihn neben mir kichern. „Ich habe das jetzt nicht unbedingt so wörtlich genommen.“
Mittlerweile gackern wir haltlos vor uns hin und unser Gelächter hallt dumpf von den Wänden wieder. Ich befürchte so viel Heiterkeit hat dieses Gemäuer schon lange nicht mehr erlebt.

Kapitel 11