Kapitel 2

„Hier ist es,“ ruft Trish vom Beifahrersitz aufgeregt und deutet nach rechts auf ein zweistöckiges Haus, das eigentlich nicht so aussieht, als würde darin eine Brühmtheit wohnen.
„Bist du dir sicher?“ frage ich deshalb, während ich den Blinker lege und auf den Parkplatz einbiege.
„Na klar. Ich war doch schon zwei Mal hier!“
Ach ja, wie konnte ich das nur vergessen? Trish lebt nämlich das Leben anderer Leute. Um genau zu sein ... sie ist eine Klatschtante ersten Grades, aber irgendwie mag ich sie. Auf eine merkwürdige, abstoßende Art zwar, aber damit habe ich gelernt umzugehen.
Überhaupt. Seit fünf Jahren lebe ich nun als Avery Hamilton mein zweites Leben und inzwischen habe ich mich sogar an diesen elendigen Namen gewöhnt. Mittlerweile zucke ich auch nicht mehr zusammen, wenn jemand in meiner Nähe „Sandra“ ruft. Wie war das noch? Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und er lernt schnell, sich neue Gewohnheiten anzugewöhnen.
Trish hat mich außerdem zu so etwas wie ihrem persönlichen, menschlichen Schoßhündchen erklärt. Ich weiß nicht genau, was sie an mir findet. Über mich gibt es nichts zu tratschen – genau genommen weiß sie überhaupt nichts über mich. Sie weiß noch nicht einmal wo ich wohne und auch wenn sie immer wieder versucht mir irgendwelche Informationen über mich und mein Leben aus der Nase zu ziehen, so beißt sie da bei mir auf Granit.
Eines habe ich nämlich aus dieser ganzen Zeugenschutzprogramm-Scheiße gelernt: Hänge dein Herz an niemanden. Es tut einfach zu weh, wenn man wieder los lassen muß.
So wenig wie Trish über mich weiß, so viel weiß ich über sie und die Menschen, mit denen sie sich umgibt. Vorzugsweise reiche, berühmte und schöne Leute, deren Leben um einiges interessanter ist, als ihr eigenes. Sie führt eine Boutique in der Innenstadt LAs und dort haben wir uns auch kennen gelernt. Eigentlich wollte ich mir nur etwas neues zum Anziehen kaufen, doch aus dem Laden kam ich mit zwei neuen Paar Jeans und einer neuen „besten Freundin“ die ich danach nicht mehr los wurde.
Heute ist sie bei einem Typen eingeladen, über den ich mir bereits ein Urteil gebildet habe, obwohl ich ihn weder persönlich kenne, noch jemals gesehen habe.
Außerdem habe ich mir so ziemlich alle Vorurteile, die man über ein Mitglied einer Boygroup haben kann, zurecht gelegt. Das ist er nämlich: Einer von fünf Sängern einer Boyband, die ihre glorreiche Erfolgszeiten bereits lange hinter sich haben. Klischee, ganz eindeutig. Verspricht aber lustig zu werden.
Fakt eins: Er kann unter Garantie nicht singen.
Fakt zwei: Sein Haus sieht mit ziemlicher Sicherheit wie aus einem Prospekt von „Schöner Wohnen“ entsprungen aus, ist dabei aber kalt und unpersönlich.
Fakt drei: Er wird arrogant, eingebildet und hochnäsig sein, dies aber unter einer jovialen und sicherlich zum kotzen netten Fassade verstecken.
Fakt vier: Trish wird ihm den ganzen Abend nicht von der Seite weichen, es sei denn dass a) jemand noch berühmteres auf dieser Party weilt oder b) ihre Füße in diesen unanständig hohen Pumps anfangen weh zu tun.
Wir steigen aus und ich lasse meinen Blick an der unspäktakulären Hausfassade hinauf wandern. Es ist ein Haus unter vielen an dieser Straße, die parallel zum Strand verläuft und hat nichts wirklich markantes. Vielleicht sollte ich den Fakt mit dem „Schöner Wohnen“ Prospekt gleich streichen. Andererseits habe ich es ja noch nicht von innen gesehen.
An der Seite führt eine Treppe zur Eingangstür hinauf. Das Haus ist am Hang gebaut und während ich noch versuche die Konstruktion irgendwie zu durchschauen, da mir nicht in den Kopf will, warum der Eingang im zweiten Stock liegt, drückt Trish bereits beherzt den Klingelknopf.
„Benimm dich ganz natürlich,“ gibt sie mir noch mit auf den Weg. „Das sind ganz normale Leute wie du und ich.“
Bevor ich darauf etwas entsprechendes erwidern kann, wird die Tür geöffnet und dahinter erscheint ... nun ja ... Bambi ... oder zumindest ein naher Verwandter dieser Spezies.
Er ist nicht wirklich groß, aber auch nicht klein, sein T-Shirt und die Jeans sehen so aus, als hätte er tatsächlich Geschmack, sein Körper ist ansprechend muskulös ohne überproportioniert zu sein, seine Arme sind von oben bis unten, soweit ich das sehen kann, tätowiert und seine Augen sind so groß und schokoladenbraun, dass mir für einen Moment die Luft weg bleibt.
„Trish! Hey schön dich zu sehen,“ sagt er und klingt dabei so, als wäre Jack Daniels sein Bruder und Lucky Strike seine Schwester. So wundervoll rau und tief und ... ja, lecker, aber das dicke Ende kommt ganz bestimmt noch.
„AJ!“ flötet Trish und hängt gleich darauf an seinem Hals. „Vielen Dank für die Einladung. Ich hoffe es ist dir recht, dass ich noch jemanden mitgebracht habe.“ So viel also zu meiner Person.
Trish lässt AJ endlich los und tritt einen Schritt zurück, damit er mich ausgiebig mustern kann. Ich erwarte jetzt ein leichtes Naserümpfen oder zumindest eine hochgezogene Augenbraue und einen Satz wie „na, wenn sie schon einmal da ist, kann sie auch rein kommen“, aber stattdessen lächelt er, was seine Augen etwas kleiner aber damit nur unwesentlich faszinierender macht und streckt mir die Hand entgegen.
Während ich noch schnell verstohlen meine Hände über meinen weißen Rock reibe sagt er mit dieser Reibeisenstimme „Ganz und gar nicht. Hallo, ich bin Alex.“
„Avery,“ entgegne ich knapp.
„Nett dich kennen zu lernen. Avery, ein schöner Name.“
Schöner Name? Okay, irgendetwas ist hier oberfaul.
Er bedeutet uns, ihm zu folgen. Ich mache drei Schritte in sein Haus hinein und bleibe dann wie angewurzelt stehen. Ich versuche alles gleichzeitig in mich aufzunehmen, schaffe es aber nicht.
Alex ist Gott sei Dank mit Trish beschäftigt, oder eher umgekehrt, so dass erst einmal nicht auffällt, dass ich zurück bleibe und wie ein Kind an Weihnachten meine Umgebung mit leuchtenden Augen mustere.
Ich streiche „Schöner Wohnen“, ersetze es durch „Antiquitäten heute“ und garniere das Ganze noch mit dem EMP-Katalog. Wer hat gesagt, dass Totenschädel und alte Möbel sich ausschließen?
Da sind alte Schränke aus dunklem, robustem Holz, jede Menge Kerzen, die tatsächlich so aussehen, als würden sie ab und an benutzt und nicht nur als Staubfänger für die Putzfrau herum stehen, vom Wohnzimmer geradeaus sehe ich nur einen kleinen Ausschnitt, aber die Couchgarnitur sieht ansprechend und gemütlich aus, doch was mich total von den Socken haut, ist das Esszimmer zu meiner Rechten. Ob es wohl auffällt, wenn ich mich ganz kurz von der Reisegruppe entferne?
Überaus fasziniert schleiche ich mich also davon. Als ich dann endlich vor dem ellenlangen Esstisch mit den unzähligen, hochlehnigen Stühlen stehe, klopft mein Herz ganz aufgeregt. Habe ich schon erwähnt, dass ich einen Faible für alte, schöne Dinge habe? Und hier, so scheint es mir, wurden alle alten, schönen Dinge dieser Welt zusammen getragen.
Meine Finger gleiten sanft über die blanke Tischplatte und meine Augen bewundern die Einlegearbeiten. Ehrfürchtig berühre ich einen der Stühle und freue mich über das kühle, sanfte Gefühl, das prickelnd auf meinen Fingerspitzen verharrt. Ja, der Kerl hat eindeutig nicht nur schöne Augen sondern auch noch ein schönes zu Hause.
„Gefällt es dir?“ höre ich plötzlich seine Stimme direkt hinter mir und erschrocken fahre ich zu ihm herum.
„Uhm ... ähm ... ,“ stottere ich und innerlich schlage ich mir gegen die Stirn. „Du hast auf jeden Fall Geschmack,“ füge ich noch hinzu in dem Versuch, meinen Fehler wieder auszubügeln.
Er grinst. „Das klingt, als hättest du mir das vorher nicht zugetraut.“
„Doch, doch,“ beeile ich mich zu sagen. Gott, ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so schlecht gelogen und ich sehe ihm an, dass er das auch weiß.
„Möchtest du auch noch den Rest des Hauses sehen?“ fragt er und sein Lächeln wirkt dabei immer noch echt und sympathisch.
„Gerne,“ nicke ich.
Während er mir durch den Flur zu einer Treppe die nach unten führt vorausgeht, blicke ich mich suchend nach Trish um.
„Wo hast du denn Trish gelassen?“ frage ich also, weil es mir merkwüdig vorkommt, dass sie ihn so einfach hat ziehen lassen. Doch da höre ich schon ihre Stimme von irgendwo aus dem Haus flöten. „Ashley, Brittany, schön euch zu sehen.“
„Beantwortet das deine Frage?“ grinst Alex.
„Ich denke schon,“ nicke ich, während ich ihm nach unten folge. So langsam erklärt sich damit auch die Struktur des Hauses.
Hier unten ist es kühler als oben, ein langer, dunkler Gang erstreckt sich vor mir, der nun in sanftem Licht erstrahlt als Alex auf einen Schalter drückt.
„Die Privatgemächer,“ grinst er und geht mir voraus bis zu einem seltsamen Möbelstück, das mir vage vertraut vorkommt, ich aber nicht sofort einordnen kann. Wie ein Schrank sieht das jedenfalls nicht aus.
„Mein Beichtstuhl,“ verkündet er und behält mich dabei genau im Auge.
Was soll man denn bitte schön auf so etwas sagen? Ach toll, du musst also gar nicht in die Kirche gehen, wenn du deine Sünden los werden willst? Nein, nicht gut.
„Interessant,“ sage ich also und das klingt leider auch nicht viel besser.
Sein Grinsen wird breiter und er wendet sich ab, um mich weiter den Gang hinunter zu führen, doch ich kann mich noch nicht von diesem Gerät vor mir lösen.
Stattdessen trete ich einen Schritt näher und werfe einen genaueren Blick darauf. Wieder muß ich mit meinen Händen ganz genau hinsehen. Eine doofe Angewohnheit, ich weiß, aber wozu hat man denn fünf Sinne, wenn man sie nicht ab und an auch zusammen benutzt?
„Der ist wirklich schön,“ murmele ich mehr zu mir selbst, mir nicht bewußt, dass Alex inzwischen wieder neben mir steht.
„Ja, dachte ich auch. Außerdem ... nun ja ... ich glaube, er passt hier gut hinein. Ich habe so eine Vorliebe für ... hm ... skurrieles und ... keine Ahnung ...“
„Düsteren Gothik-Kram,“ ergänze ich.
„Ja, düsterer Gothik-Kram beschreibt es ganz gut denke ich,“ sagt er mit einem leisen Lachen. Irgendwie wirkt er gar nicht arrogant. Seltsam.
Wir gehen weiter, schauen hinter jede Tür und ich kann mich gar nicht satt sehen an den unzähligen Schätzen, die sich hier verbergen. Entweder der Innenausstatter hat ein Vermögen an ihm verdient, oder er ist selbst so gut, dass er ihn gar nicht gebraucht hat.
Schließlich erreichen wir sein Schlafzimmer und auch wenn ich mir bei dem Gedanken blöd vorkomme, so habe ich doch einige Skrupel über die Schwelle zu treten. Das hier ist äußerst persönlich und ich fühle mich, als hätte ich hier nichts zu suchen. Doch meine Bedenken lösen sich augenblicklich in Luft auf, beim Anblick des handgeschnitzten, monströsen Bettes, das den ganzen Raum einzunehmen scheint.
Ehrfürchtig und ganz still bleibe ich davor stehen, lasse meine Augen und Hände auf Wanderschaft gehen und kann nur daran denken, dass ich sowas auch unbedingt haben will.
„Aus Bali,“ informiert mich Alex und holt mich damit ganz langsam von meiner rosaroten Wolke wieder zurück auf die Erde.
„Wirklich unglaublich,“ hauche ich.
„Ja, fand ich auch. Ich könnte es mir stundenlang ansehen. Ich weiß auch nicht ... ist das nicht verrückt? Ich meine ... eigentlich ist ein Bett doch zum Schlafen da, oder?“
„Mag sein, aber ich verstehe dich voll und ganz,“ stimme ich ihm zu, ohne meinen Blick von den kunstvoll geschnitzten Drachenköpfen abwenden zu können, die von den vier Bettpfosten auf mich herunter starren.
„Verkraftest du das Bad noch?“ fragt er und das Schmunzeln in seiner Stimme veranlasst mich dann doch, meinen Blick wieder auf ihn zu lenken.
„Tut mir leid. Ich komme mir nur gerade vor wie Alice im Wunderland,“ sage ich schnell.
„Das ist vollkommen okay. Ich glaube, noch niemand hat meine Einrichtung so genau unter die Lupe genommen. Ich hoffe nur, die Putzfrau ist ihr Geld wert.“
„Das ist sie auf jeden Fall,“ entgegne ich und nicke dazu bekräftigend mit dem Kopf. Bisher ist mir jedenfalls noch kein Staubkörnchen aufgefallen, was in meiner Wohnung sicherlich ganz anders ist.
Ich folge ihm also quer durch den Raum und trete durch eine unscheinbare, weiße Tür in ein ebenfalls recht unscheinbares Bad. Sicher, auch hier hat die Einrichtung bestimmt eine Menge Geld gekostet. Ich hätte vielleicht mehr Gold erwartet, aber bis auf die Wasserhähne, die dezent schimmern, ist die vorherrschende Farbe klares, kaltes Weiß.
„Das hier ist mein Lieblingsausblick,“ informiert er mich und zieht den Vorhang vor einer Balkontür zurück. Unter uns liegt der Strand, weiße Schaumkronen brechen sich am Ufer und kein Mensch ist weit und breit zu sehen. Getrübt wird das Ganze von der Hauptstraße, die zwischen Haus und Strand hindurchführt, aber man kann wohl selbst als Popstar nicht alles haben.
Mich interessiert sowieso die Badewanne viel mehr. Oder sagen wir ... welchen Ausblick man von dort genießt.
Ich deute also auf das einladende, leere Oval und frage „Darf ich?“
Er weiß erst nicht worauf ich hinaus will, das sieht man an seiner leicht gerunzelten Stirn, doch er nickt trotzdem. Sein Pech.
Ich streife die Flip-Flops von den Füßen und steige vorsichtig über den Badewannenrand. Es ist ein bißchen seltsam, denn eigentlich erwarte ich Schwerelosigkeit wenn ich in eine Wanne steige. Doch da sie leer ist, plumpse ich wenig elegant auf ihren Boden. Ich lehne mich zurück und kann an Alex vorbei hinaus auf den Strand sehen. Ja, das gefällt mir.
„Und?“ fragt Alex und ich könnte schwören, dass sich hinter seiner vorgehaltenen Hand ein breites, amüsiertes Grinsen verbirgt.
„Der Ausblick ist fantastisch und auch die Ergonomie scheint hervorragend zu sein,“ gebe ich altklug von mir und kuschel mich noch etwas tiefer in die Wanne. Meine Oberschenkel machen Bekanntschaft mit der kalten Oberfläche, aber ich tue so, als ob nichts wäre.
„Tatsächlich?“ sagt Alex und ehe ich es mich versehe, schwingt er ein Bein über den Wannenrand und legt sich zu mir. Die Nieten an den Gesäßtaschen seiner Jeans verursachen ein ekelhaft kratzendes Geräusch und ich verziehe gequält das Gesicht. Doch ihm scheint das nichts auszumachen.
Wir brauchen einen Moment, bis wir unsere Beine sortiert und eine einigermaßen bequeme Position gefunden haben, dann liegen wir ganz still und sehen uns für einen Moment schweigend an.
Ein Kichern krabbelt aus den Tiefen meines Bauches hinauf und ich beiße die Zähne zusammen, um es zurück zu halten.
„Ich glaube,“ sagt Alex schließlich und klingt dabei so, als sei er auch nicht mehr weit von einem Lachanfall entfernt „ich habe noch nie mit einem Mädchen in einer leeren Badewanne gesessen.“
„Gratuliere. Es ist auch für mich das erste Mal,“ gestehe ich und dann muß ich doch anfangen zu lachen. Alex’ Mundwinkel zucken kurz verräterisch, dann stimmt er mit ein.
Unser Gelächter hallt dumpf von den weißen Marmorfliesen wieder und der Wind bläst von draußen salzige Meeresluft zu uns herein. In diesem Moment bin ich beinahe glücklich und zufrieden. Dieses Gefühl schien mir bisher mit Sandra Brown gestorben zu sein und es ausgerechnet hier, in einer leeren Badewanne im Hause eines Popstars wieder auferstehen zu lassen, erscheint mir doch mehr als würdig.
„Avery?“ Unterbricht Trishs schrille Stimme plötzlich unseren Heiterkeitsausbruch. Sie steht in der Badezimmertür und klingt und sieht so aus, als stünde sie kurz vor einem Herzinfarkt. Kein Wunder. Sie hat sicherlich nicht gedacht, dass ich ihren Rat, mich so wie immer zu benehmen, wörtlich nehmen würde.
„Hey Trish,“ sagte Alex und streckt ihr einladend die Hand entgegen. „Lust uns Gesellschaft zu leisten? Wenn wir ein bißchen rücken, ist sicherlich für dich auch noch Platz.“
„Nein danke,“ sagt Trish und verschränkt die Arme vor der Brust als hätte sie Angst, Alex könnte sie gewaltsam in die Wanne ziehen. „Ich wollte eigentlich nur nachsehen, wo ihr bleibt. Man wundert sich bereits.“
Man wundert sich bereits. Das ist so typisch Trish, das ich innerlich die Augen verdrehe. Aber nun gut, hilft ja nichts.
Alex erhebt sich und reicht mir die Hand. Mit seiner Hilfe entsteige ich der Badewanne und sehe mich unbewußt nach einem Handtuch um bis mir auffällt, dass ich das ja gar nicht brauche.
„Avery, kommst du?“ ruft mich Trish zur Ordnung und gehorsam trotte ich den beiden hinterher. Ich befürchte, ich muß meine gesamte Boygroup Theorie über den Haufen werfen. In letzter Zeit haben es nicht viele Menschen geschafft, mich zu überraschen und wenn, war dies meistens kein gutes Zeichen. Ich sollte also unbedingt vorsichtig mit Alex sein, auch wenn er die tollste Wohnung der Welt hat.

Kapitel 3