Kapitel 55

Nick stand zu Hause vor dem Spiegel im Bad, hatte ein Handtuch um die Hüften gewickelt und betrachtete sein Konterfei. Ob Sam wohl das gleiche sah wie er? Da war dieser Nick Carter, von unzähligen Frauen angehimmelt, nach außen immer sicher und souverän, aber in Wirklichkeit kurz vor einem Nervenzusammenbruch wenn er auf Sams Zettel hinunter starrte, der neben dem Waschbecken lag.

Ich bin bereit mit dir zu fliegen.
Heute Abend.
Crystel Hotel Zimmer 203.
Ich warte auf dich.

Sie wollte mit ihm „fliegen“. Mit einem Typen, der gelernt hatte seinen Babyspeck mit weiten Klamotten zu kaschieren, der schon mit unzähligen Frauen geschlafen hatte, aber noch nie mit einer wie Sam und der keine Ahnung hatte, was sie von ihm erwartete.
Warum hatte sie es sich plötzlich anders überlegt? War sie der Meinung ihm irgend etwas schuldig zu sein? Hatte er etwas gesagt oder getan, das sie schlußendlich zu der Überzeugung gebracht hatte, dass sie es nun nicht länger hinausschieben konnte? Oder hatte sie wirklich und tatsächlich das Bedürfnis mit ihm zu schlafen?
Er schüttelte den Kopf. Hier vor seinem Spiegel würde er garantiert keine Antworten auf seine tausend Fragen finden.
Noch einmal betrachtete er sich ausgiebig von allen Seiten. Er war frisch geduscht, hatte sich rasiert, die Zähne geputzt und roch einigermaßen annehmbar. Mehr konnte er wohl im Moment nicht tun.
Er griff nach dem Zettel, ging hinüber in sein Zimmer und zog sich an. Gleich darauf stopfte er den Zettel in seine Hosentasche. Warum er diesen heute schon den ganzen Tag mit sich herum schleppte und ihn selbst beim Duschen nicht aus den Augen lassen wollte, konnte er auch nicht so genau sagen. Vielleicht weil er Angst hatte gleich aus einem Traum aufzuwachen und festzustellen, dass Sam sich gar nicht anders entschieden hatte und er weiterhin darauf verzichten mußte sie zu berühren, sie zu streicheln und eins mit ihr zu werden. Ihre Notiz bestätigte ihm somit immer wieder, dass dies die Realität war.
Zum Schluß ging er hinüber zu seinem Nachttisch, zog die Schublade auf und holte zwei Kondome heraus. Einen Moment hielt er inne, dann griff er erneut hinein und verstaut auch den Rest der Packung in der Gesäßtasche seiner Jeans. Man wußte ja nie.
Schließlich schlüpfte er in seine Jacke, sah sich noch einmal aufmerksam um, überlegte ob er auch nichts vergessen hatte und löschte dann das Licht. Im Flur erwartete ihn ein Kamerateam und Angel, die bis eben auf dem Boden gesessen hatte, nun aber aufstand und auf ihn zutrat.
„Ich bringe dich noch zum Wagen,“ sagte sie und hakte sich bei ihm unter.
„Ich glaube das schaffe ich auch ...,“ setzte er an.
„Ich komme trotzdem mit,“ unterbrach sie ihn und schenkte ihm ein breites Lächeln.
„Okay,“ gab er schulterzuckend zurück, bevor er sich an die Kameraleute wandte. „Tut mir leid für euch Jungs, aber heute Abend gehe ich alleine aus, klar?“
„Glasklar,“ nickte einer der Männer mit einem breiten, anzüglichen Grinsen und Nick versuchte, dies einfach zu ignorieren.
Mit Angel an seinem Arm trat er schließlich hinaus in einen angenehm warmen Abend und schlenderte langsam hinüber zu seinem Wagen, während sich das aufgeregte Kribbeln in seinem Magen mit jedem Schritt verstärkte.
„Hör zu,“ sagte Angel schließlich leise. „Ich weiß ja nicht, was du mit Sam zum Thema Sex schon so besprochen hast, aber sie ist ohne Frage mehr als nervös. Also benimm dich wie ein Gentleman, klar?“
„Ich weiß zwar nicht, was dich das angeht,“ gab Nick stirnrunzelnd zurück und fragte sich im selben Moment, woher seine Schwester wußte, welche große Sache ihm und Sam heute Abend bevor stand „aber ich weiß wie ich mich zu benehmen habe. Abgesehen davon ist es Sam über die wir hier reden und nicht irgendso ne null acht fünfzehn Tussi.“
„Eben. Ich wollte nur sicher gehen, dass dir das auch bewußt ist.“
„Na, dann ist das ja geklärt.“
„Nick?“
„Hm?“
„Du liebst sie, oder?“
Er nickte und konnte sich ein dümmliches Grinsen dabei nicht verkneifen.
„Das ist gut,“ nickte Angel lächelnd.
„Ja, oder? Schon sehr seltsam,“ gab er zurück und sein Grinsen vertiefte sich.
„Dann wünsche ich euch mal viel Spaß heute Abend.“
„Den werden wir hoffentlich haben.“
Nick drückte seine Schwester noch einmal an sich, dann stieg er endlich in seinen Wagen und setzte aus der Parkbucht. Sein Herz klopfte hektisch in seiner Brust und sein gesamter Körper schien unter Strom zu stehen. Mann, Mann, Mann. Er mußte unbedingt sehen, dass er sich unter Kontrolle hatte bevor er das Hotel erreichte, sonst war diese Liebesnacht vielleicht schneller vorbei, als ihm lieb sein konnte.

Mit einer einzelnen, roten Rose bewaffnet, die er unterwegs noch schnell bei einem Blumenhändler gekauft hatte, stand Nick nun vor der Tür zu Zimmer 203. Er versuchte immer noch seine Nervosität irgendwie in den Griff zu bekommen, wischte sich seine feuchten Hände zum wiederholten Male an seinen Jeans ab und hob zum zehnten Mal die Hand um zu klopfen. Diesmal schaffte er es tatsächlich seine Knöchel gegen das polierte Holz schlagen zu lassen und sein Magen schlug augenblicklich Purzelbäume.
Es schien eine kleine Ewigkeit zu dauern, bis sich die Tür vor ihm öffnete und Sam im Türrahmen erschien. Augenblicklich galoppierte sein Puls davon und ihm wurde beinahe schwindlig bei ihrem Anblick.
Sie trug ein schlichtes, schwarzes Kleid und war barfuß. Ihr Haar kringelte sich in widerspenstigen Locken um ihr Gesicht und sie trug keine Brille, was ihm einen ungehinderten, tiefen Blick in ihre warmen, braunen Augen ermöglichte.
„Hey,“ sagte sie und lächelte.
„Hallo,“ gab er zurück und war sich nicht sicher, ob er sich jemals wieder würde bewegen können.
„Ist die für mich?“ fragte Sam vorsichtig und deutete auf die Rose in seiner Hand.
„Was? Oh ... ja ... ja, klar. Sorry ... uhm ... für dich,“ er streckte ihr die Blume entgegen und als Sam diese an sich nahm, berührten sich ihre Fingerspitzen.
Augenblicklich raste eine mächtige Feuerwalze durch seine Glieder und nistete sich dann in seiner Körpermitte ein, wo sie heiß und pulsierend darauf wartete, dass es endlich los ging.
„Möchtest du ... rein kommen?“ fragte Sam weiter, nachdem er immer noch wie ein Vollidiot bewegungsunfähig vor der Tür stand.
„Sehr gerne,“ nickte er also und löste sich endlich aus seiner Erstarrung.
Er betrat hinter Sam das kleine Zimmer, in dem nicht viel mehr als ein Bett und zwei winzige Nachtschränkchen standen. Eine Tür führte in ein kleines Bad, eine weitere verbarg einen Kleiderschrank.
Es schien ihm, als hätte Sam auf jedem freien Fleck in diesem Zimmer eine Kerze gestellt. Der flackernde Schein der Flammen ließ ihre Schatten an den Wänden tanzen und nachdem er die Zimmertür hinter sich geschlossen hatte, hatte er das Gefühl wie Alice im Wunderland gelandet zu sein.
Da war Sam, das Kerzenlicht und ein Bett und dies alles schien in diesem Moment irgendwie die normalste Sache der Welt zu sein.
Sam stand mittlerweile neben dem Bett, hatte ihm den Rücken zu gekehrt und drückte sich mit einem feinen Lächeln die Rose an die Nase.
Vorsichtig trat er hinter sie und legte ihr die Arme um die Taille.
„Ich hoffe, ich habe den Inhalt deiner Nachricht richtig verstanden,“ murmelte er, während er mit der Nase ihr Haar zur Seite schob und seine Lippen sanft auf ihre Schulter drückte.
„Und ich hatte gehofft du kommst hier an mit ein paar Action DVDs und ner Packung Salzstangen,“ kicherte sie.
„Hm ... das ging dann wohl daneben,“ lachte er leise.
Bedächtig legte sie schließlich die Rose auf den Nachtisch und drehte sich in seinen Armen zu ihm herum.
„Um ehrlich zu sein,“ flüsterte sie „bin ich ganz schön nervös und habe keine Ahnung, was ich jetzt tun soll.“
„Willkommen in meiner Welt,“ schmunzelte Nick.
Sie wirkte erstaunt und musterte ihn ein paar Sekunden mißtrauisch. „Das sagst du doch jetzt nur so, oder?“
„Nein! Ganz ehrlich. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal beim Thema Sex so nervös war.“
„Ich weiß nicht, ob mich das jetzt beruhigt,“ gab sie zu.
„Ich befürchte, bei uns ist irgendwie alles anders als bei anderen Paaren.“
„Das kann gut sein,“ nickt sie, schloß dann die Augen und stellte sich auf die Zehenspitzen.
Er zögerte nur eine Millisekunde, während der ihm der Gedanke durch den Kopf schoß, dass es kein Zurück mehr gegen würde, wenn er sie jetzt küßte, doch dann berührten seine Lippen die ihren und seine Nervosität, die Bedenken und Befürchtungen lösten sich in einer heißen Wolke von Begehren auf.
Er mahnte sich selbst zur Zurückhaltung. Er wollte sie auf keinen Fall mit irgendeiner hektischen Aktion verschrecken oder überfordern, doch noch während er seine Zunge forschend in ihren Mund schob, schlüpften ihre Hände unter sein T-Shirt und damit hörte er endgültig auf zu denken.
Er zog sie noch ein Stück näher zu sich heran, während seine Lippen zärtlich an ihren saugten. Seine Hände wanderten über ihren Rücken hinunter zu ihrem wunderschönen Po, wo sie eine Weile verharrten und die geschmeidigen Rundungen vorsichtig ertasteten.
Sams Finger wanderten währenddessen über die nackte Haut seines Rückens und seine Atmung beschleunigte sich. Leicht ungeduldig zog er sich schließlich das störende Stück Stoff über den Kopf und zog Sam wieder ganz nah zu sich heran. Er konnte ihre nackten Schultern an seinem Brustkorb fühlen, ihre Hüften rieben sich an seinem Oberschenkel, was sie ganz sicher unbewußt tat, und ein kleiner Seufzer drang über seine Lippen.
„Alles okay?“ fragte sie unsicher, während seine Lippen über ihren Hals wanderten.
„Mehr als okay,“ gab er mit rauher Stimme zurück.
Seine Finger tasteten nach dem Reißverschluß ihres Kleides und zogen ihn gleich darauf vorsichtig nach unten. Bei jedem Millimeter wartete er eigentlich darauf, dass sie ihm Einhalt gebot, weil sie es sich im letzten Moment doch noch anders überlegt hatte, doch sie schwieg und vergrub stattdessen ihr Gesicht an seiner Brust. Beinahe zufällig streiften ihre Lippen dabei seine Brustwarze und er sog scharf die Luft ein.
Er konnte sich täuschen, aber er meinte ein leises Schmunzeln von Sam gehört zu haben. Gleich darauf schlossen sich ihre Lippen erneut und diesmal fest und heiß um seine Brustwarze, die sofort darauf reagierte und augenblicklich hart wie Stein wurde, während in seiner Kehle ein leises Stöhnen aufstieg. Gott, sein Körper stand bereits in lodernden Flammen und dabei hatten sie noch nicht einmal richtig angefangen!
Seine Handflächen legten sich sanft auf ihre Schlüsselbeine und streiften ihr dann vorsichtig die Träger ihres Kleides von den Schultern. Mit einem leisen Rascheln glitt es gleich darauf zu Boden und Sam stieg mit einem grazilen Schritt zur Seite hinaus.
Als sie sich diesmal wieder an ihn drückte wurde ihm ganz eindeutig seine Hose zu eng und das Gefühl ihrer samtenen Haut unter seinen streichelnden Fingern tat sein Übriges. Schweratmend schob er sie ein Stück von sich und auf das Bett zu, dabei wanderten seine Augen begierig über ihr wunderschönes Gesicht, ihren geschwungenen Hals entlang, hinunter zu ihren Brüsten, die sich unter ihren schnellen Atemzügen und in diesem schwarzen Wahnsinns-BH hob und senkten, weiter über ihren flachen Bauch bis hinunter zu ihren geschmeidigen Schenkeln, über dem sich ihr Venushügel gegen das schwarze Dreieck ihres Höschens drückte.
„Du bist so schön,“ flüsterte er beinahe ehrfürchtig.
„Bin ich nicht,“ gab sie genau so leise zurück.
Unvermittelt trat sie einen Schritt zurück und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Sam,“ flüsterte er liebevoll, während er einen Schritt auf sie zu trat. „Für mich bist du die schönste Frau auf Gottes weiter Welt. Und daran wird sich auch nach dieser Nacht nichts ändern.“
Vorsichtig streichelte er über ihre nackten Oberarme und betete dabei inständig, dass sie sich jetzt nicht einfach anzog und davon lief.
Sie wandte den Kopf von ihm ab und fixierte die Rose auf dem Nachtisch.
„Ich habe Angst, dass ich dich enttäusche,“ sagte sie kaum hörbar. „Ich ... du ... du hast mir einiges zum Thema Sex voraus und ... ich fühle mich so ... verdammt unsicher und hilflos.“
„Vertraust du mir?“ fragte er leise, was sie dazu veranlaßte wieder zu ihm hinüber zu sehen.
„Ja,“ sagte sie schließlich zu seiner grenzenlosen Erleichterung.
„Dann gib mir deine Hand,“ sagte er und streckte ihr die seine entgegen.
Sie zögerte kurz, doch dann streckte sie den Arm aus und legte ihre leicht zitternden Finger in seine.
Vorsichtig führte er sie hinauf zu seiner Brust und legte ihre Handfläche über die Stelle unter der sein Herz hektisch schlug.
„Fühlst du das?“ fragte er.
„Hm,“ nickte sie.
„Das kommt nur davon, weil ich dich ansehe.“
Dann schob er ihre Hand tiefer und legte sie auf seine Brust, wo sich seine immer noch erregte Brustwarze gegen ihre Handfläche drückte.
„Und spürst du das?“ fragte er mit rauher Stimme weiter.
Wieder nickte sie, während sie mit großen Augen auf ihre Hand starrte.
„Das passiert, wenn du mich berührst. Vielleicht denkst du, das meine Worte lügen, aber mein Körper tut das ganz eindeutig nicht.“
Ihr Blick huschte hinauf zu seinem Gesicht, wo er kurz an seinen Augen hängen blieb und dann wieder hinunter zu ihrer Hand wanderte.
„Okay ... uhm ... noch mehr?“ fragte Nick vorsichtig.
Sie zögerte kurz, dann nickte sie langsam.
Er begann ihre Hand weiter über seine Brust und seinen Bauch hinunter zu schieben. An seiner Gürtelschnalle hielt er kurz inne, warf einen schnellen Blick in ihr Gesicht, das allerdings immer noch wie paralysiert an ihrer Hand zu hängen schien und schob dann ihre Finger weiter hinunter, bis sie sich heiß auf seine erregierte Männlichkeit legten.
„Und das,“ sagte er und seine Stimme war nicht viel mehr als ein heiseres Flüstern. „Passiert, wenn du mich ansiehst, oder mich berührst oder einfach nur in meiner Nähe bist. Ich will dich. Ich will dich so sehr, das es weh tut. Wenn du aber der Meinung sein solltest, dass es vielleicht doch zu früh ist dann sag es, egal wann, und ich höre sofort auf, in Ordnung?“
Sie nickte ganz automatisch, dann hob sie erneut den Kopf und sah ihm direkt in die Augen.
Jetzt wird sie es sagen dachte er verzweifelt sie wird sagen „Nick, es tut mir leid, aber es ist tatsächlich zu früh“ und ich werde niemals so kalt duschen können um mich wieder einigermaßen zu beruhigen.
„In Ordnung,“ flüsterte sie „und jetzt küß mich bitte.“
Noch nie war er einer Aufforderung so schnell nachgekommen. Seine Arme schlangen sich um ihre Taille, sie zog ihre Hand von seinem Schritt und legte sie wieder auf seine Brust und ihre Lippen erwarteten ihn bereits sehnsüchtig, als er seinen Mund darauf presste.
Diesmal hatte dieser Kuß nichts zögerliches mehr an sich. Ihre Zunge schob sich forschend und tief in seinen Mund, während sie zwei vorsichtige Schritte rückwärts machte und dann hörbar an der Bettkante ankam.
Nick löste sich für einen Moment von ihr, öffnete seinen Gürtel und entledigte sich seiner Jeans, während er Sam dabei beobachtete wie sie sich auf das Bett sinken ließ, sich ein Stück weiter in die Bettmitte schob und dann dort auf dem Rücken ausstreckte.
Nachdem er seine Schuhe, Socken und die etwas widerspenstige Hose losgeworden war krabbelte er, nur noch in seinen Shorts, zu ihr auf das Bett und zog sie gleich darauf wieder eng an sich.
Er küßte ihre Lippen, ihre Augen, ihre Wangen, ihr Kinn und arbeitete sich dann weiter zu ihrem Hals, ließ dann seine Zunge eine heiße Spur über die hervorstehenden Knochen ihres Schlüsselbeins malen und presste seine Lippen schließlich in die Kuhle zwischen ihren Brüsten.
Vorsichtig schob er seine Hände unter ihren Körper und registrierte mit einem Lächeln, dass sie ihr Kreuz durchbog, damit er besser an den Verschluß ihres BHs heran kam. Gleich darauf streifte er ihr die Träger von den Schultern und warf das Kleidungsstück unbeachtet neben das Bett.
Er nahm sich Zeit um ihre Brüste ausgiebig zu betrachten. Sie schienen perfekt in seine Handflächen zu passen, während sich ihre Brustwarzen bereits unter seinem Blick aufrichteten. Lächelnd beugte er sich zu ihr hinunter und fuhr mit einem schnellen Schlag seiner Zunge erst über die rechte, dann über die linke. Er hörte einen erstickten Laut und gleich darauf krallten sich Sams Hände in seine Schultern.
Sanft ließ er seine Handflächen über die empfindliche Haut gleiten, vollführte kreisende Bewegungen und konnte dabei seinen Blick nicht von Sams Gesicht abwenden. Sie hatte die Augen geschlossen und aus ihren leicht geöffneten Lippen entwich keuchend und hektisch die Luft. Rote Flecken waren auf ihrer Wange erschienen und sie zog immer wieder unter süßen Qualen die Augenbrauen zusammen.
Langsam ließ er seine Hand weiter wandern. Er streichelte ihren flachen Bauch, beugte sich hinunter und hauchte federleichte Küsse neben ihren Bauchnabel und ihre Beckenknochen, während seine Hand die perfekte Linie ihrer Oberschenkel entlang fuhr.
Als er unterhalb ihres Knies angekommen war, machte er sich auf den Rückweg, verstärkte dabei den Druck seiner tastenden Finger und fühlte, wie sich Sam unter ihm anspannte und sich seinen Berührungen dabei entgegen bog.
Seine Lippen erkundeten erneut ihre Brüste, was ihr ein kehliges Stöhnen entlockte und er konnte gar nicht anders als lächeln. Noch nie hatte es ihm eine derartige Befriedigung verschafft, Lust zu schenken anstatt sie selbst zu empfangen.
Seine Lippen wanderten erneut ihren Hals hinauf, während er ihren Körper fest an seinen zog und das Gefühl genoß, wie sie sich an ihn drückte. Ihre Hände streichelten seinen Rücken, ihre Lippen suchten die seinen und sie verschmolzen zu einem lagen, intensiven Kuß, der ihm die Sinne raubte.
Plötzlich stemmte sich Sam ein Stück in die Höhe und veranlaßte ihn damit dazu, sich auf den Rücken zu drehen. Als er schließlich unter ihr lag und in ihre Augen aufsah war er der Meinung, der glücklichste Mensch auf dieser weiten Welt zu sein.
„Was soll ich tun?“ flüsterte sie.
„Was immer du möchtest,“ gab er genau so leise zurück.
Sie biß sich kurz auf die Unterlippe, was unglaublich sexy aussah, dann senkte sie den Kopf und ließ ihre Lippen aufreizend langsam über seine streifen. Seine Hände wanderten ihren Rücken hinunter und legten sich auf ihr Hinterteil. Vorsichtig drückte er sie noch etwas fester an sich und fühlte, wie ihre Lenden auf seine pochende Männlichkeit drückten. Er seufzte verhalten, während sich Sams Lippen nun seinem Hals zuwandten, dort kurz verharrten, sanft an ihm saugten und dann ihren Weg weiter nach unten fortsetzten. Ihre Zunge malte eine heiße Spur zu seinem Brustkorb hinunter und er war der Meinung gleich sterben zu müssen oder in Flammen aufzugehen.
Zärtlich küßte sie seine Brust, kreiste einen Moment mit ihrer Zungespitze um seine Brustwarze bevor sich ihre Lippen fest darum schlossen. Seine Hände verschwanden in ihrem Haar und er stöhnte leise auf.
Doch immer noch schien sie nicht genug zu haben. Ihr Kopf rutschte tiefer, ihre Lippen hauchten feine, schnelle Küsse auf sein Brustbein, wanderten weiter über seinen Bauch und hielten dann knapp unter seinem Bauchnabel inne.
Ihre Hände legten sich knapp oberhalb seiner Brust auf seinen Oberkörper, er spürte den Druck, den sie ausübte und war der Meinung gleich wahnsinnig zu werden wenn sie sich nicht irgendwie bewegte. Langsam ließ sie ihre Hände über seinen Körper wandern um sich schlußendlich in der Mitte seiner Shorts zu treffen. Automatisch hob sich sein Hintern vom Bett und bog sich ihren tastenden Händen entgegen, während er die Lippen fest aufeinander presste um das kehlige, laute Stöhnen zurück zu halten.
Er fühlte, wie sie sich am Bund seiner Unterwäsche zu schaffen machte und mit ein paar schnell Griffen und strampelnden Beinen kam er ihr zu Hilfe.
Schließlich lag er vor ihr, so wie Gott ihn schuf und er hob für einen Moment den Kopf um ihre Reaktion darauf zu sehen. Ihr Blick hing an seinem stramm stehenden Geschlechtsteil und er fühlte so etwas wie Verlegenheit in ihm aufsteigen. Doch das verflüchtigte sich sofort, als sich ihre warmen, feingliedrigen Finger um ihn schlossen und damit begannen ihn mit an- und abschwellendem Druck zu massieren. Sein Kopf kippte zurück nach hinten auf das Bett und diesmal konnte er sich nicht beherrschen. Sein Stöhnen erfüllte das Zimmer, während seine Hände nach ihrem Gesicht tasten und sie wieder zu sich in die Höhe zogen. Sie hörte dabei keine Sekunde auf ihn zu streicheln und er wußte in diesem Moment zweifelsfrei, dass das nicht mehr lange gut gehen würde.
„Sam?“ stieß er mit rauher Stimme hervor und öffnete unter größter Anstrengung die Augen.
„Ja?“ flüsterte sie.
„Sei vorsichtig. Ursache und Wirkung ... du verstehst?“
Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Ich verstehe sehr gut,“ gab sie zurück, doch anstatt sich zurück zu ziehen bewegte sich ihre Hand noch etwas schneller auf und ab.
„Sam!“ stöhnte er. „Bitte.“
Sie verschloß seinen Mund mit einem festen Kuß, bevor sie endlich ihre Hand von ihm löste.
„Kleines Biest,“ stieß er grinsend hervor, rollte sich mit ihr zur Seite und begrub sie unter sich.
„Mach mir bloß nicht zum Vorwurf, dass ich das erste Mal in meinem Leben gefallen an dieser ganzen Sex-Geschichte finde,“ gab sie leise und mit einem breiten Grinsen zurück.
„Oh, das mache ich dir ganz sicher nicht zum Vorwurf, aber ich denke, ich werde dir mal zeigen, was du hier gerade mit mir veranstaltest,“ entgegnete er lächelnd.
Vorsichtig drängelte er sich zwischen ihre Beine, stemmte sich dann auf die Knie und schob seine Fingerspitzen unter den Bund ihres Slips. Sie half ihm, in dem sie ihren Po vom Bett hob, gleich darauf ihre Beine in die Höhe streckte, damit er ihr das letzte, noch verbliebene Kleidungsstück abstreifen konnte und wenig später landete es ebenfalls unbeachtet bei ihren restlichen Kleidern.
Sam stellte unvermittelt die Füße auf das Bett und presste die Knie vor seinem Bauch zusammen.
Sein Blick huschte hinauf zu ihrem Gesicht. Sie hatte die Lippen fest zusammen gepresst und ihre Wangen waren knallrot angelaufen.
„Ich weiß nicht ... ,“ setzte sie an, verstummte dann aber wieder.
Sanft schob er sich wieder neben sie und streichelte ihren Bauch und ihre Brüste, während er sie sanft küßte.
„Soll ich aufhören?“ hauchte er an ihrem Ohr, während er aufreizend langsam über ihre Schlagader leckte.
„Ich ... weiß ... nicht ... ,“ stieß sie hervor, bevor sie scharf die Luft einsog, als er seine Lippen um ihre Brustwarze schloß.
Ihre Beine entspannten sich und sanken zurück aufs Bett. Seine Hände glitten tiefer und übten einen vorsichtigen Druck auf ihr rechtes Knie aus. Sie zögerte nur eine Sekunde, dann öffnete sie ihren Schoß und winkelte ihr Bein an.
Federleicht suchten sich seine Finger einen Weg über die Innenseite ihres Oberschenkels, fuhren sanft durch ihr dichtes Schamhaar und liebkosten dann die Stelle direkt darüber. Ihre Atmung verselbständigte sich, er versenkte seinen Kopf in ihrer Halsbeuge und brachte somit sein Ohr ganz nahe an ihren Mund. Er wollte keine ihrer Reaktionen verpassen.
Unendlich langsam schob er dann seine Finger etwas tiefer und mit jedem Millimeter Raum den er gewann, schien die Hitze in ihm und auch in ihr zu zu nehmen. Vorsichtig fuhr er die Falte zwischen ihren Schamlippen entlang, registrierte dabei befriedigt und auch ein wenig erleichtert die heiße Nässe, die sich dort ausgebreitet hatte und legte dann seine Fingerspitze mit sanftem Druck auf ihre geschwollene Knospe. Sie hielt augenblicklich den Atem an und als er gleich darauf seine Fingerspitze quälend langsam kreisen ließ, entwich die Luft mit einem kehligen Stöhnen.
Ganz langsam steigerte er das Tempo, spürte, wie sie sich unter ihm wand, dann wieder wie eingefroren inne hielt, nur um gleich darauf ihre Hüften entgegen seinen Berührungen kreisen zu lassen.
Ihre Atmung wurde hektischer, immer wieder unterbrochen von leisem Stöhnen, ihre Finger krallten sich in die Laken und ihre Lippen schmiegten sich heiß an sein Ohrläppchen. Er nahm einen weiteren Finger hinzu und ließ nun beide tiefer wanden, bis sie wie selbstverständlich in ihrem heißen Inneren verschwanden.
„Nick!“ stieß sie hervor.
„Hm?“ murmelte er
„Was ... hast du ... Gott ... vorhin über ... Ursache und ... Wirkung gesagt?“
Er lachte leise. „Hab ich vergessen.“
Erneut wandte er sich ihrer empfindlichsten Stelle zu, streichelte sie mal sanft, mal fordernd und spürte, wie sie immer schneller auf den Höhepunkt zudriftete.
Er küßte sie ein letztes Mal, dann sah er auf ihr Gesicht hinunter, während er seine Finger immer schnell kreisen ließ und sich ihr Gesicht vor Qualen verzog. Sie stöhnte noch einmal laut auf, dann hielt sie die Luft an und er spürte, wie sich ihr Körper unter den ersten Wellen des Orgasmus anspannte. Er hörte nicht auf sie zu streicheln, wurde aber merklich langsamer, während sich ihr Körper neben ihm in die Höhe bog und dort eine ganze Weile verharrte.
Er wußte nicht wie lang er so ausharrte, dabei liebevoll auf ihr Gesicht hinunter blickte und dabei zusah, wie sie sich Stück für Stück wieder entspannte.
Schließlich seufzte sie tief und anhaltend und blieb dann ganz still und mit geschlossenen Augen liegen. Sanft küßte er sie, malte mit seiner Zunge ihre geschwungenen Lippen nach und versenkte danach sein Gesicht in ihren Locken.
„Alles okay?“ flüsterte er.
„Hm,“ gab sie leise zurück und klang dabei so, als sei sie noch immer in einer vollkommen anderen Welt.
Vorsichtig löste er sich von ihr, krabbelte zurück an den Bettrand und zog seine Jeans zu sich heran. Er zog ein Kondom hervor und krabbelte wieder zurück zu Sam, die ihn mit ausgestreckten Armen empfing.
„Komm her,“ flüsterte sie.
„Sofort,“ gab er zurück, schälte das Gummi aus der Verpackung und rollte es vorschriftsmäßig über sein mehr denn je erregtes Glied.
Dann schob er sich langsam über sie, versank in ihrer festen, liebevollen Umarmung und brachte sich in die richtige Position.
„Bereit?“ flüsterte er.
„Mehr als das,“ entgegnete sie.
Er rutschte noch ein Stück in ihre Richtung und wie von selbst glitt er schließlich in sie hinein. Er schnappte nach Luft, seine Arme spannten sich an und sein gesamtes Denken fixierte sich auf sein beinahe schmerzhaft pulsierendes Körperteil.
Ganz langsam begann er sich in ihr zu bewegen, sein Gesicht verschwand in ihrem Haar, seine Arme schoben sich unter ihren Kopf und er drückte sie fest an sich, während er den Rhythmus immer weiter steigerte. Er hörte ihr Keuchen unter ihm, das sich mit seinem eigenen Stöhnen vermischte, dann spürte er ihre Hände, die seinen Rücken hinunter wanderten und mit einem festen Druck auf seinen Hintern mehr forderten. Wahrscheinlich war es das, was ihn schließlich vollständig die Kontrolle verlieren ließ. Oder auch ihre Hüften, die plötzlich begannen unter ihm zu kreisen und sich ihm entgegen zu stemmen.
Alles um ihn herum schrumpfte zu einer unwichtigen Kleinigkeit zusammen. Da waren nur noch Sam und er, in ihrem eigenen, himmlischen Universum. Er fühlte wie sich in ihm der Höhepunkt ankündigte und seine Stöße wurden fester und noch schneller. Er hörte wie aus weiter Ferne Sam, die kleine, spitze Schreie unter ihm ausstieß und als er schließlich von einer Welle aus purer Glückseligkeit überrollt wurde stimmte er in diesen Chor mit ein. Ein letztes Mal stieß er in sie und fühlte dabei zu seiner eigenen Überraschung, wie sich Sams Inneres heftig um ihn zusammen zog.
„Nicht ... ,“ bettelte sie. „Nicht aufhören.“
In Windeseile kratzte er sämtliche Kraftreserven zusammen, die er noch irgendwo in sich finden konnte, bewegte sich schnell und rhythmisch in ihr, bis ihre Zuckungen langsam nachließen und sie zischend die Luft ausstieß, nur um sie gleich darauf erneut anzuhalten.
Es dauerte eine ganze Weile bis sie sich beide wieder entspannt hatten und Nick erschöpft, schwer atmend, aber mehr als glücklich auf Sam hinunter sank.
Sanft liebkosten seine Lippen ihren Hals und dann hörte er sich plötzlich flüstern „Ich liebe dich.“
Sie zögerte nur einen Moment, dann entgegnete sie „Ich liebe dich auch.“ Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er jetzt ruhig sterben können. Er war sich allerdings sicher, dass das Paradies auf keinen Fall mehr zu bieten hatte, als diese wundervolle Frau in seinen Armen.

Kapitel 56