Kapitel 51
Sam saß zu Hause im Schneidersitz auf ihrem Bett und starrte die Tür an. Als könne sie sie alleine durch Willenskraft dazu bringen sich zu öffnen und Nick herein zu lassen. Ihr Kopf fühlte sich an wie mit Watte gefüllt und ihre Glieder hatte eine angenehme Schwere erfaßt. Meine Güte, wie hatte sie auch so viel Champagner trinken können? Irgendwie war ihr die Menge gar nicht aufgefallen. Immer wieder hatte eine der Schwestern dafür gesorgt, dass ihr Glas aufgefüllt wurde, bis sie irgendwann merkte, dass ihr Gang unsicher und ihre Zunge schwer geworden war. Aber da war es natürlich schon zu spät.
Irgendwann hatte sie sich einfach fallen lassen. Sie hatte ihr Pflichtbewußtsein und Verantwortungsgefühl mit einem kurzen ach was solls? beiseite geschoben und sich erstaunlicher Weise wunderbar amüsiert.
Allerdings nur bis zu dem Moment, als sie Nick mit dieser Person sah. Sie hatte selbst in dem unsteten Licht und über die Entfernung hinweg gesehen, wie angespannt er gewesen war und da sie ja nun auch nicht hinter dem Mond lebte wußte sie sofort, wer ihn bedrängte.
So schnell sie ihre wackligen Beine tragen konnten war sie zu ihm geeilt und hatte sich noch auf dem Weg vorgenommen, sich nicht auf das Niveau dieser Aushilfsschlampe hinab zu begeben. Leider war ihr dies nicht wirklich gelungen. Ein Blick in ihr Puppengesicht mit dem unechten Lächeln und dem verächtlichen Zug um die Mundwinkel hatte genügt. Und die Anschuldigungen, die sie wie beißendes Gift verschleuderte, taten ihr Übriges.
Am liebsten hätte sie sich mit ihr geprügelt, weil sie das Gefühl hatte, dass ihre Worte an dieser Barbiepuppe wie Wasser abperlten. Doch dazu war es Gott sei Dank nicht gekommen.
Auf dem Heimweg schließlich, war Nick ungewöhnlich still gewesen. Er behauptete zwar, dass mit ihm alles in Ordnung sei und es ihm gut ginge, doch Sam glaubte ihm kein Wort. Er wirkte in sich gekehrt und mit seinen Gedanken ganz weit weg und es brauchte nicht viel Fantasie um zu erraten, um was sich diese drehten.
Also war sie nach ihrer Ankunft in der Carter Villa direkt in ihrem Zimmer verschwunden, hatte das weiße Nachthemd aus dem Schrank gekramt, das Nick für ihre erste Nacht besorgt hatte und wartete nun darauf, dass er wie jeden Abend zu ihr kam und sie alleine und in Ruhe mit ihm reden konnte.
Doch so wie es aussah, hatte er sich heute Abend anders entschieden und das zeigte wohl mehr als alles andere, dass in ihm irgend etwas vorging, das er vor Sam verbergen wollte.
Einen Moment zögerte sie noch. Vielleicht war es tatsächlich besser ihn heute Nacht allein zu lassen und morgen, wenn sie alle wieder nüchtern und ausgeschlafen waren, mit ihm zu reden. Doch eine leise Stimme in ihrem Kopf drängte sie förmlich dazu endlich aufzustehen und zu ihm zu gehen und schließlich gab sie ihrem inneren Drang nach. Was war schon dabei? Immerhin war er die letzten Nächte immer zu ihr gekommen, also konnte sie heute doch den Spieß mal umdrehen.
Leise schob sie die Tür auf, vergewisserte sich mit einem schnellen Blick durch den Türspalt, dass der Flur leer war und lief dann eilig auf nackten Füßen den Gang hinunter. Vor seiner Zimmertür wäre sie beinahe wieder umgedreht. Sie war total verrückt, wenn sie jetzt zu ihm ging. Sie hatte doch überhaupt keine Ahnung, in welcher Verfassung er war und ob er sie tatsächlich sehen wollte. Und ein Streit war das letzte, was einer von ihnen heute Nacht noch gebrauchen konnte.
Jetzt mach schon, verdammt, flüsterte sie vor sich hin, holte noch einmal tief Luft und klopfte dann leise an die Tür.
Von drinnen war kein Laut zu hören, also drückte sie kurzerhand die Türklinke hinunter und schob sich lautlos in das Halbdunkel dahinter.
Eine Stehlampe in der Ecke spendete warmes Licht, erhellte das Zimmer aber nur notdürftig. Nick saß mit dem Rücken zur Tür auf der Bettkante, hatte die Ellenbogen auf die Knie gestützt und starrte vor sich hin. Sam sah seine Schuhe und die Krawatte, die offensichtlich von ihm dort hin gepfeffert in der Zimmerecke lagen. Augenblicklich wurde ihr flau im Magen und am liebsten hätte sie auf dem Absatz kehrt gemacht, während ein anderer Teil von ihr sich so dicht wie irgend möglich an ihn drängen wollte um ihn zu wärmen und ihm zu zeigen, dass sie bei ihm und auf seiner Seite war.
Sie wählte schließlich den Mittelweg, krabbelte über das Bett zu ihm hinüber und blieb dann mit etwas Abstand neben ihm sitzen.
Hey, sagte sie leise.
Selber hey, gab er zurück, sah dabei aber nicht auf, sondern fixierte immer noch einen Punkt irgendwo unter dem Fenster.
Was ist los? fragte Sam sanft, zog die Knie an und schlang ihre Arme darum.
Nichts, gab er zurück.
Ja, das sehe ich, lächelte sie.
Es ist wirklich nichts. Nur ein bißchen ... müde vielleicht, murmelte er. Du solltest ins Bett gehen, es ist schon spät.
Ich bin bereits im Bett, stellte sie fest, was ihn scheinbar endlich dazu veranlaßte, zu ihr hinüber zu sehen.
Sein Blick wirkte stumpf und leer, sein Gesichtsausdruck war ernst und nachdenklich und Sam fragte sich beklommen, ob es wirklich sein konnte, dass ihn Paris so aus der Bahn geworfen hatte.
Vielleicht solltest du lieber in deinem eigenen Bett schlafen, brachte er heraus und sie sah, wie er trocken schluckte.
Warum?
Er seufzte tief, schüttelte den Kopf und wandte sich wieder von ihr ab.
Es gibt Millionen von Gründen dafür Sam. Einer ist ganz sicher, dass ich heute nicht in der Lage bin, mich irgendwie zusammen zu reißen und ein anderer, dass ich nicht wirklich in Stimmung bin um nett zu kuscheln.
Sondern?
Er wandte den Kopf und sah sie durchdringend an. Sex? fragte er herausfordernd.
Nein, gab sie zurück.
Dachte ich mir, nickte er, verschränkte seine Hände im Schoß und starrte wieder die Wand an.
Was ist an ihr so besonders? fragte Sam sanft und sein Kopf ruckte augenblicklich zu ihr herum.
Was meinst du?
Na ... da kommt so ein Blondchen daher, die dich und mich aufs übelste beleidigt und du hängst hier herum wie ein Trauerkloß. Was ... warum ist das so?
Er schnaubte verächtlich und schüttelte den Kopf. Das besondere an ihr, wenn man das überhaupt so sagen kann ist, dass sie einfach unmöglich ist und ich ein Idiot bin, dass ich das nicht früher erkannt habe.
Ist das das Problem? Dass du es so sehr bereust, dass du es nicht hinter dir lassen kannst?
Ich weiß es nicht, er schüttelte den Kopf. Es ist ... alles. Es ist ... Paris eben. Ich habe sie geliebt und sie hat mich schlußendlich im Regen stehen lassen. Und irgendwie ... wenn ich sie heute sehe kommt es mir so vor, als wäre ich immer noch naß.
Vorsichtig rutschte Sam an ihn heran und legte ihm sanft eine Hand auf die Schulter.
Sie ist es nicht wert. Sie hat diese Art von Aufmerksamkeit überhaupt nicht verdient.
Er lachte kurz und freudlos auf, bevor sich seine kalte Hand über ihre schob und er sie vorsichtig drückte.
Das ist lieb gemeint Sam, aber es nützt leider nichts.
Ich weiß, seufzte sie.
Aber netter Versuch.
Danke.
Es entstand eine kurze Pause, in dem sie bewegungslos nebeneinander saßen, dann stand Nick schließlich auf und begann sein Hemd aufzuknöpfen.
Wenn du Greg siehst, redete er weiter. Wie ist das für dich? Ich meine ... erinnert es dich auch immer daran, was ihr einmal hattet und wie es geendet hat?
Sie wandte sich von ihm ab als er sein Hemd abstreifte, rutschte auf dem Bett weiter nach hinten und schob sich unter die Bettdecke.
Hm ... ich weiß nicht, ob man Greg und mich mit dir und Paris vergleichen kann.
Ich will auch nicht wirklich vergleichen, ich möchte es nur ... wissen.
Sie wußte nicht, wo sie ihren Blick hinlenken sollte, als er wie selbstverständlich den Gürtel seiner Hose öffnete, sie gleich darauf zu Boden gleiten ließ und aus den Hosenbeinen stieg.
Wenn ich Greg sehe, redete Sam einfach weiter und starrte dabei auf ihre Hände hinunter dann ist es im ersten Moment so, als wäre keine Zeit vergangen. Ich sehe ihn an und mein Herz klopft ganz schnell und ich erinnere mich an ... uns ... und dann ... fällt mir wieder ein, warum wir nicht mehr zusammen sind und ... ich denke dann ... dass es gut so ist.
Wann fing es an schief zu gehen? fragte Nick weiter, während er die Strümpfe auszog, sie zu seinen Schuhen und der Krawatte schleuderte, danach zum Bett herüber kam und sich neben Sam unter die Laken schob.
Wann? Oh je ... keine Ahnung ... , setzte Sam an und wurde dann einen Moment abgelenkt, als Nick die Arme nach ihr ausstreckte. Vorsichtig rutschte sie tiefer in die Kissen, rollte sich zur Seite und kuschelte sich gleich darauf an seine Brust. Ihre Wange berührte seine warme, nackte Haut und sie wußte nicht wohin mit ihren Hände, also schob sie sie unter ihre Achseln und blieb dann ganz still liegen.
Ich glaube ... , fuhr sie schließlich fort, obwohl sie eigentlich nicht mehr in der Lage war, irgendeinen klaren Gedanken zu fassen. Kurz nachdem klar wurde, dass ich schwanger war. Irgendwie ... ich meine ... wir hatten uns natürlich Kinder gewünscht, aber nicht so früh. Ich glaube, er hatte panische Angst, er könnte seiner Ernährer- und Vaterrolle nicht gerecht werden. Ab da ... hat er mich behandelt als wäre ich ... ich weiß nicht ... Schuld an allem.
Was bedeutet das genau?
Gott Nick, ich kann das so schwer in Worte fassen. Es war ... , sie suchte krampfhaft nach den richtigen Worten, während ihr vom Alkohol benebeltes Hirn sich standhaft weigerte, mit ihr zu kooperieren und sie Nicks Nähe zusätzlich verwirrte. Er hat mich ... ab da ... nicht mehr angefaßt, verstehst du? Da war keine Wärme, keine Nähe, kein gar nichts mehr. Wie haben wie zwei Fremde nebeneinander her gelebt. Er war kaum zu Hause und wenn, haben wir uns meistens gestritten. Sie zuckte mit den Schultern weil sie nicht erklären konnte, wie sehr sie damals gelitten hatte und wie sehr sie sich nach jemandem sehnte, der sie liebte und ihr die Geborgenheit gab, die sie sich so sehnlich wünschte.
Verzeih mir, wenn ich schon wieder davon anfange, sagte Nick schließlich aber ... so wie ich dich kennen gelernt habe, muß es dir doch eigentlich ganz recht gewesen sein, dass da ... nun ja ... nicht mehr viel lief. Oder liegt es doch an mir? Ich meine ... ,
Gott Nick, bitte nicht schon wieder diese Diskussion, okay? fuhr Sam auf.
Wir werden diese Diskussion so oft führen, bis du mir gesagt hast, was eigentlich los ist, gab er unnachgiebig zurück.
Aufgebracht setzte Sam sich auf und funkelte auf ihn hinunter. Du verstehst es nicht, oder? Merkst du nicht, dass du mit deiner dauernden Fragerei alles nur noch schlimmer machst? Ich will es vergessen, okay? Und das kann ich nicht, wenn du mich immer wieder bedrängst und Dinge von mir wissen willst, die ich selbst ... verdrängt habe ... die ich so tief vergraben hatte, dass sie mir nicht mehr weh tun können. Und dann kommst du daher und zerrst sie wieder ans Licht. Du redest doch auch nicht über Paris und warum du hier sitzt wie ein Häufchen Elend.
Das eine hat doch mit dem anderen gar nichts zu tun, begehrte er auf.
So? Sams Augenbrauen schossen in die Höhe. Dann erklär mir das. Sag mir, was du empfunden hast, als du ihr wieder gegenüber standest. Hast du dir gewünscht, es wäre alles wieder so wie früher? Liebst du sie noch? Oder war es einfach nur der phänomenale Sex, den du vermißt hast, hm?
Nick schoß ebenfalls in die Höhe und kam ihr mit seinem Gesicht ganz nahe. Sie widerstand dem Drang vor ihm zurück zu weichen. Diesmal nicht, das schwor sie sich. Sie würde nicht nachgeben. Sich nicht noch einmal erniedrigen lassen.
Wenn du es so genau wissen willst ... es hat verdammt weh getan, zischte er. Ja, ich habe sie mal geliebt. Wirklich geliebt, was sich leider niemand wirklich vorstellen kann, weil sie ... nun ja ... so ist wie sie eben ist. Aber wir hatten eine ziemlich coole Zeit, bis alles irgendwie komplett aus dem Ruder gelaufen ist. Ja, ich gebe zu ... manchmal wünsche ich mir die Zeit mir ihr zurück. Und jetzt hier mit dir zu liegen, mich mit dir zu streiten, obwohl ich das gerade heute Abend überhaupt nicht gebrauchen kann, macht es nicht wirklich besser. Und wehe du wirfst mir jetzt irgend etwas vor. Falls du dich noch daran erinnern kannst ... ich habe dir gesagt, du sollst mich besser in Ruhe lassen, aber nein, Miss Rühr-mich-nicht-an mußte mal wieder ihren Willen durchsetzen und hat sich in mein Bett gedrängelt.
Seine Worte trafen sie wie ein Schlag in die Magengrube. War es das, was er vermißte? Eine aufregende Zeit, hemmungslosen Sex und eine Frau, mit der er irgendwelche verrückten Dinge machen konnte, die jenseits aller Vernunft lagen? Warum war sie dann hier? Warum war er hier?
Nick seufzte, schüttelte den Kopf und fuhr sich in einer müde wirkenden Geste durch das Haar.
Wirklich Sam, laß uns das für heute Nacht einfach lassen, okay? Geh wieder in dein Bett und ... ,
Mein Vater hat mich vergewaltigt, stieß sie plötzlich hervor. Als ich acht Jahre alt war kam er in mein Zimmer und hat ... meine Mom war mit Freundinnen ausgegangen und er ... ich dachte ... er hat wohl ... ich meine ... , die Stimme versagte ihr und sie wagte es nicht, Nick anzusehen. Warum hatte sie das jetzt gesagt? Warum hatte sie nicht einfach ihre Klappe gehalten und war gegangen? Warum hatte sie ... ?
Im Zimmer hätte man eine Stecknadel fallen hören können, so totenstill war es plötzlich geworden.
Tut mir leid, quetschte sie hervor, fuhr im Bett herum und krabbelte so schnell es ihr möglich war auf den rettenden Bettrand zu.
Sam warte, rief Nick und noch bevor sie das Zimmer zur Hälfte durchquert hatte, stand er bereits an der Tür und versperrte ihr den Weg. Bitte. Lauf jetzt nicht weg, sagte er eindringlich.
Sie wagte es nicht ihn anzusehen, ihre Wangen brannten, in ihr stieg Übelkeit auf und die Welt begann sich immer schneller um sie herum zu drehen.
Bitte Sam ... es tut mir leid ... das ist furchtbar ... ich weiß gar nicht ... hey, alles in Ordnung?
Seine Stimme kam wie aus weiter Ferne, ihre Atmung ging schnell und abgehackt und trotzdem schien sie dabei keinerlei Luft in ihre Lungen zu pumpen.
Ich kann nicht ... , würgte sie hervor, während die Bilder mit voller Wucht auf sie einstürzten. Ich kann nicht ... , wiederholte sie, als könne sie so irgend etwas von dem aufhalten, was mit der Gewalt eines Tornados über sie hinweg fegte.
Sie spürte Nicks Arme um sich, er zog sie fest an sich und rutschte dann mit dem Rücken an der Tür hinunter, bis sie ineinanderverschlungen auf dem Boden kauerten.
Ihr gesamter Körper begann zu beben und ein erstes Schluchzen drang aus ihrer Kehle. Hilflos schnappte sie nach rettendem Sauerstoff und sah dabei, wie die Tür zu ihrem Kinderzimmer langsam geöffnet wurde und ein Keil gelben Lichts aus dem Flur auf ihr Kopfkissen fiel. Sie sah die riesige Gestalt ihre Vaters, die sich langsam dem Bett näherten, fühlte seinen Atem auf ihrer Wange, seine Hände auf ihrem schmächtigen Körper und fühlte wieder sein Gewicht auf ihr, das sie in die Kissen drückte.
Es tut mir leid, schluchzte sie. Es tut mir so leid.
Es ist okay, hörte sie Nick leise sagen. Er ist das Schwein. Du konntest doch nichts dafür. Meine Güte ... ich ... wenn ich ... ich kann gar nicht glauben ... ,
Er verstummte und drückte sie statt dessen noch etwas fester an sich. So verharrten sie eine gefühlte Ewigkeit, während sich die ersten, quälenden Splitter, die nun schon so lange in ihrer Seele festsaßen, lösten und mit einer Tränenflut nach draußen gespült wurden. Für einen flüchtigen Moment schoß ihr der Gedanken an Greg durch den Kopf und an seine Reaktion, als sie ihm damals von ihrem Vater erzählt hatte. Sein regelrechter Ekel vor ihr, sein abruptes Abwenden und das Schweigen, mit dem er ihr die nächsten beiden Wochen begegnet war.
Unwillkürlich drängte sie sich noch enger an Nick und vergrub ihr Gesicht an seiner Schulter. Wenn er morgen wieder zur Besinnung gekommen war, würde er sie sicherlich auch verachten und nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen.
Wieso hatte sie es ihm nur gesagt? Wieso?