Kapitel 51
Zum wiederholten Male blickte Nick jetzt bereits auf seine Armbanduhr und fragte sich dabei, wo Lacey blieb. Mittlerweile war sie gute zwanzig Minuten weg und auch wenn Frauen erwiesener Maßen immer etwas länger vor dem Spiegel brauchten, so begann er sich doch langsam aber sicher ernsthafte Sorgen zu machen. Bei Lacey wusste man schließlich nie. Es wäre nicht das erste Mal, dass sie einfach aufsprang und die Flucht ergriff, das hatte er schließlich in Atlanta schmerzhaft lernen müssen.
Er versuchte sich einzureden, dass sich die Zeiten geändert hatten und dass Lacey inzwischen ein ganz anderer Mensch geworden war, aber wie Gerome so schön gesagt hatte, war es unglaublich schwer alte Verhaltensmuster zu durchbrechen. Wenn ihre Devise bisher in jeder unangenehmen Situation Flucht gewesen war, war es doch durchaus auch möglich, dass ihr die vielen Menschen und die ganzen, schmerzhaften Erfahrungen der Anwesenden irgendwie zu viel geworden waren. Und wenn dem tatsächlich so war, hatte sie inzwischen bereits einen ordentlichen Vorsprung.
Außerdem - aber dies war ein Gedanke, der ihn so sehr erschreckte, dass er versuchte ihn nicht zu ende zu denken - war das Spiel mit diesem Festakt beendet und somit gab es nichts mehr, was Lacey an ihn band. Sie war wieder frei und konnte tun und lassen was sie wollte. Wenn sie also beschloss, dass sie alleine besser dran war, konnte er sie nicht mehr aufhalten.
Schließlich schob er resolut seinen Stuhl zurück und erhob sich.
Ich werde mal nach Lacey sehen, entgegnete er auf Madam Esmeraldas fragend in die Höhe gezogenen Augenbrauen. Sie nickte, tätschelte ihm kurz die Hand und wandte sich dann wieder den Gesprächen am Tisch zu.
Mit klopfendem Herzen machte er sich also auf den Weg. Er schritt die lange Tafel entlang, strebte durch die Tür am Ende des Raumes hinaus auf den Flur und blieb dann unschlüssig stehen. Vielleicht sollte er tatsächlich als erstes bei den Toiletten nachsehen. Er hatte sich bereits herum gedreht um den Gang hinunter zu gehen, als sich vor ihm eine Tür öffnete und William heraus trat.
Mister Carter, begrüßte er ihn lächelnd. Kann ich ihnen irgendwie helfen?
Vielleicht, gab Nick zu. Ich suche Miss Jenkins. Haben sie sie gesehen?
Oh ja, nickte William sofort, während Nicks Herz einen erfreuten Hüpfer in seiner Brust machte. Ich habe sie vor einiger Zeit in das Büro geführt. Sie wollte telefonieren.
Telefonieren? fragte Nick verblüfft und glaubte, sich verhört zu haben.
Ja, telefonieren, bestätigte William.
Können sie mich zu ihr bringen? fragte Nick weiter.
Natürlich. Folgen sie mir bitte, erklärte William und ging ihm voraus den langen Flur hinunter. Die Toiletten lagen definitiv am anderen Ende dieses Ganges, also war Lacey nicht vom Tisch aufgestanden, um diese aufzusuchen, so viel stand für Nick fest. Der Umstand, dass sie ihn deshalb belogen hatte, zauberte augenblicklich ein unangenehmes Kribbeln in seine Eingeweide. War es ein solches Geheimnis, dass sie telefonieren wollte? Und mit wem sprach sie gerade? War da vielleicht ... ein Freund ... ein ... anderer Mann? Er versuchte diese dunklen Gedanken abzuschütteln, doch es gelang ihm einfach nicht. Bisher war er noch immer mit jeder Frau auf die Schnauze gefallen, warum sollte dies also ausgerechnet mit Lacey anders sein?
So, hier sind wir schon, erklärte William in diesem Moment und öffnete eine gepolsterte Tür zu einem Raum mit einem wuchtigen Schreibtisch, auf dem eine Lampe sanftes Licht spendete, und voll gestellten Regalen und Aktenschränken. Nick sah mit einem Blick, dass Lacey nicht hier war. Trotzdem machte er einige Schritte in das Büro hinein und ließ seine Augen aufmerksam über die Einrichtung schweifen. Gleich darauf bemerkte er die Terrassentür, die einen Spalt offen stand und damit die Geräusche der Nacht herein ließen. Und noch etwas drang nun an sein Ohr: Das leise Gemurmel einer Frauenstimme.
Vielen Dank William, sagte er also zu dem Butler und hoffte, dass dieser sich nun zurückziehen würde.
Gerne geschehen, entgegnete dieser und verließ tatsächlich mit einer knappen Verbeugung das Büro, bevor er die Tür lautlos hinter sich zu zog.
Für einen kurzen Moment verharrte Nick noch mitten im Raum, während er sich fragte, ob er wirklich auf sich aufmerksam machen sollte und ob seine Aktion hier überhaupt einen Sinn ergab. Er fühlte sich ja beinahe selbst so, als würde er Lacey hinterher spionieren, was musste sie dann erst von ihm danken?
Doch diese Bedenken fegte er schließlich einfach beiseite. Wenn er in Zukunft ruhig schlafen wollte, musste er einfach wissen, was da draußen vor sich ging. Leise schob er sich also auf die Terrassentür zu und schlüpfte gleich darauf durch den schmalen Türspalt. Er gelangte dadurch auf die mit Terrakottafliesen ausgelegte Terrasse, auf der robuste Gartenmöbel unter einem geschlossenen Sonnenschirm standen. Oleanderbüsche, Zierkirschen und Buchsbäume waren in große, hölzerne Übertöpfe gepflanzt worden und reihten sich an der breiten Steinbrüstung der Terrasse aneinander. Dazwischen stand Lacey, die ihm den Rücken zukehrte, weiterhin leise in den Telefonhörer an ihrem Ohr sprach und ihn noch nicht bemerkt zu haben schien. Ihr Haar bewegte sich im sanften Wind der Nachluft, ihr Kleid bauschte sich ab und an und alles in allem wirkte sie wie die Königin der Nacht, wie sie da so aufrecht an der Brüstung stand und hinaus in den weitläufigen Park blickte.
Sein Herz zog sich unvermittelt schmerzhaft zusammen. Was sollte er nur tun, wenn sich wirklich herausstellte, dass er für sie nichts weiter als ein kleines Abenteuer gewesen war? Dass er sie lediglich zur richtigen Zeit am richtigen Ort getroffen und sie nun beschlossen hatte, sich wieder ihrem eigentlichen Leben und damit auch den Menschen zu widmen, die ihr eventuell wichtiger waren als er?
Ja, ich liebe dich auch, hörte er sie in diesem Moment murmeln und er begann zu frösteln, obwohl es hier draußen angenehm warm war. Ich denke, morgen oder übermorgen bin ich da. Ich weiß es noch nicht genau. Ich habe ... nun ja ... noch ein paar Dinge zu klären ... hm ... ja ... ja genau, so sehe ich das auch. Also machs gut, ja? Und grüß mir die anderen. Ich freue mich schon darauf euch wieder zu sehen ... ja, du auch ... bye.
Sie nahm den Hörer vom Ohr und er hörte das leise Piepsen des Telefons, als sie das Gespräch beendete. Seine Kehle fühlte sich mittlerweile vollkommen ausgetrocknet an und er dachte ernsthaft darüber nach, sich wieder heimlich, still und leise zurückzuziehen. Er würde den Ahnungslosen spielen, so lange, bis sie ihm erklärte, dass sie ihn nun verlassen musste. Sie würde sicherlich so etwas sagen wie vielen Dank für alles. Ohne dich hätte ich das niemals geschafft. Aber jetzt wird es für mich Zeit, wieder zurück in mein eigentliches Leben zu kehren. Und damit war er Nick Carter mal wieder Geschichte.
Doch bevor er dieses Vorhaben in die Tat umsetzen konnte, drehte sie sich herum und ihr heftiges, erschrockenes Zusammenzucken verriet ihm, dass sie ihn sofort entdeckt hatte. Jetzt gab es also keinen Weg mehr zurück.
Hey, begrüßte sie ihn leise.
Gleichfalls hey, gab er zurück und räusperte sich, da seine Stimme irgendwie seltsam klang.
Was machst du hier? fragte sie ihn sanft, machte dabei aber keinerlei Anstalten, auf ihn zuzugehen, was er zumindest als halbes Eingeständnis seines Verdachts ansah.
Ich habe mich nur gefragt, wo du bleibst, gab er also zurück, vergrub seine Hände in den Hosentaschen und blieb ebenfalls wie angewurzelt stehen. Es trennten sie in diesem Moment etwa vier Meter, doch es fühlte sich für ihn so breit wie eine zehnspurige Autobahn an.
Ich wollte telefonieren, erklärte sie überflüssiger Weise und wedelte zudem noch mit dem Hörer in ihrer Hand.
Das habe ich inzwischen mitgekriegt, nickte er. Warum hast du mir das vorhin nicht gesagt?
Weil ich es da noch nicht wusste, gab sie zu, legte den Hörer auf die kleine Mauer und verschränkte die Arme vor der Brust. Scheinbar war auch ihr inzwischen aufgefallen, dass hier irgendetwas nicht stimmte.
Hm, machte er nur, weil ihm nichts Besseres einfiel. Wenn er ihr gegenüber seinen Verdacht äußerste, wäre nichts mehr wie früher, das war ihm klar, und auch wenn er unbedingt wissen wollte, was hier gespielt wurde, so scheute er sich trotzdem vor dem letzten Schritt, der alles zerstören konnte, was ihm lieb und teuer war.
Ihr intensiver Blick bohrte sich selbst auf die Entfernung hinweg direkt in sein Herz und er begann sich mit jeder Sekunde unwohler zu fühlen. Aber er würde nicht nachgeben. Sie war am Zug und ...
Irgendwann wirst du einsehen, dass ich Recht habe und dann brauchst du auch nicht mehr angekrochen zu kommen. Ich hasse dich!
Seine eigene, hasserfüllte Stimme hallte plötzlich in seinem Kopf wider, er sah Aaron vor sich, der blass und den Tränen nahe vor ihm stand, hörte wieder seine Erwiderung, dass er ihn auch die nächsten sieben Monate nicht sehen wolle und ihm sein frühzeitiges Dahinscheiden auch nicht kratzen würde. Er fühlte wieder die Verzweiflung, als ihm unterwegs im Speisewagen klar wurde, wie ungerecht und unnötig dieser Streit gewesen war und fühlte wieder das grenzenlose Bedauern darüber, dass er seine Worte nicht zurücknehmen konnte.
Sein Blick fiel wieder auf Lacey, die immer noch an der Brüstung stand und zu ihm herüber blickte. Was tat er hier eigentlich, verdammt noch mal? Er wollte wissen, mit wem sie telefoniert hatte? Ob sie ihn liebte, mit ihm zusammen bleiben wollte und sich vielleicht sogar eine Zukunft mit ihm vorstellen konnte? Dann sollte er sie, verdammt noch mal, einfach fragen und sie nicht von vorneherein verurteilen.
Lace? sagte er also sanft und überwand die Distanz zwischen ihnen mit langsamen, schlurfenden Schritten.
Ja? gab sie zurück und er versuchte vergeblich ihre Stimmung zu deuten. Wahrscheinlich war sie inzwischen einfach zu gut darin, ihre wahren Gefühle zu verbergen.
Mit wem hast du gerade gesprochen? fragte er gerade heraus und ärgerte sich anschließend sofort über seinen unpersönlichen, harten Ton. Das FBI hätte die Befragung sicherlich feinfühliger hinbekommen.
Ist das wichtig? fragte sie also zurück und blickte zu ihm auf, während er vor ihr stand und vorsichtig die Hände aus den Taschen nahm.
Ja, für mich ist es das. Weißt du ... ich ... ich bin mir immer noch nicht sicher, was das zwischen uns ist und ich möchte einfach nur ... also ... wenn es da noch jemand anderen gibt ... also ... dann ... möchte ich das einfach nur wissen.
Jemand anderen? fragte sie irritiert. Du meinst ... einen anderen Mann?
Hm, bestätigte er nickend und wartete dann ängstlich auf ihre Antwort.
Doch diese blieb erst einmal aus. Stattdessen hörte er sie erleichtert seufzen, bevor sei den Kopf schüttelte und dann sanft nach seinen Händen fasste. Die Berührung schickte ihm augenblicklich einen ungeheuren Stromstoß durch den gesamten Körper, sein Herz schien zu explodieren und seine Finger krampften sich haltsuchend um ihre.
Und ich dachte schon, du wärst hier um mir zu sagen, dass ... na ja ... du jetzt los musst oder so. Machs gut Baby, wir sehen uns, sagte sie mit tiefer Stimme und vorgeschobenen Lippen.
Niemals, stieß er hervor, auch wenn er dieses eine Wort für taktisch unklug hielt.
Das ist gut zu wissen, entgegnete sie leise. Ich habe ... mit meiner Mom telefoniert, weißt du?
Er hatte keine Ahnung, was er darauf sagen sollte, also schwieg er, doch das Gefühl von Erleichterung, das ihn augenblicklich überflutete, ließ seine Knie weich wie Pudding werden und seine Eingeweide wie einen Gummiball auf und ab hüpfen.
Sie hat sich ziemlich große Sorgen um mich gemacht, da ich mich eine gefühlte Ewigkeit nicht bei ihr gemeldet habe. Sie hat es wohl auch ein paar Mal auf meinem Handy probiert, aber sie bekam jedes Mal eine Störungsmeldung.
Nick runzelte die Stirn. Wieso das? fragte er dann nach.
Keine Ahnung, gestand sie schulterzuckend. Aber ich befürchte, wir haben noch lange nicht alle Details über das Game of Life erfahren.
Möglich, nickte Nick, dem erst jetzt auffiel, dass auch sein eigenes Telefon die letzten Wochen, in denen sie das Spiel gespielt hatten, kein einziges Mal geklingelt hatte. Das war, so weit er sich erinnern konnte, noch nie vorgekommen.
Jedenfalls ... irgendwie ... , sie schüttelte den Kopf, wandte den Blick von ihm ab und starrte stattdessen hinunter in den dunklen Garten. Es war mir wohl wichtig, wieder einen Bezug zu meinem eigentlichen Leben herzustellen. Ich hatte plötzlich unglaubliches Heimweh.
Du warst ja auch ne ganze Weile weg, nickte Nick verständnisvoll.
Eigentlich habe ich mich seit dem Unfall nirgendwo mehr zu Hause gefühlt, gestand sei beinahe flüsternd. Und das möchte ich ändern.
Das klingt doch nach einem guten Plan, entgegnete er, während in ihm sein Herz zu bröckeln begann. Wenn sie wieder nach Hause wollte, um ihr altes Leben wieder aufzunehmen, fiel der Platz für ihn darin sicherlich sehr gering aus.
Ja, theoretisch, nickte sie und sah dann wieder zu ihm auf. Irgendetwas in ihrem Blick machte ihn furchtbar nervös. Jetzt war es wohl so weit. Sie würde ihm sagen, dass es in ihrem neuen Leben keinen Platz für ihn gab und dass sie beabsichtigte, ab hier ohne ihn weiter zu gehen.
Mein Problem ist, dass ich ... wie soll ich das sagen ... dass ich mich ... bei dir am wohlsten fühle und dass du irgendwie mein zu Hause geworden bist, sie verstummte und biss sich verschämt auf die Unterlippe, während sie sich scheinbar nicht mehr traute, ihn anzusehen.
Mit wummerndem Herzschlag sah er auf sie hinunter, seine Augen waren riesengroß geworden und er konnte nicht glauben, was sie da gerade eben angedeutet hatte. Sie wollte tatsächlich ... also ... mit ihm ... und ... und ... und überhaupt?
Aber ich weiß auch, dass du jemanden wie mich nicht wirklich gebrauchen kannst und ... ,
Wer sagt das? unterbrach er sie mit rauer Stimme.
Unsicher hob sie den Blick und musterte ihn ausgiebig. Ich weiß nicht ... ist wohl nur so ein ... Gefühl.
Er schüttelte den Kopf und konnte das breite, glückliche Grinsen beim besten Willen nicht mehr aufhalten, dass sich auf sein Gesicht stahl. Seine Arme legten sich ganz automatisch um ihre Taille und gleich darauf zog er sie so fest an sich, dass er seine lädierte Rippe ganz deutlich spürten konnte. Doch das war ihm im Moment herzlich egal.
Ich will dich nicht mehr hergeben, flüsterte er zärtlich in ihr Ohr. Und ich hatte solche Angst, dass du mich jetzt einfach verlassen würdest. Das Spiel ist beendet und somit besteht für dich kein Grund mehr, bei mir zu bleiben.
Das hast du wirklich gedacht? fragte sie überrascht, löste sich ein Stück von ihm und sah ihm tief in die Augen.
Hm, nickte er. Bisher war es einfach immer so. Egal in wen ich mich verliebt habe, wie sehr ich an der Frau hing und wie viel wir gemeinsam hatten ... irgendwann kam der Punkt, an dem sie erkannt hat, dass ich nicht in ihr Leben passe. Und da du ja nun ... wie soll ich das sagen ... uhm ... einen ziemlich tiefen Einblick in mein verkorkstes Inneres geworfen hast ... na ja ... war für mich die Sache eigentlich klar.
Was das verkorkste Innere angeht, schlage ich dich ja wohl um Längen, schmunzelte sie.
Das tut nichts zur Sache, du ... , setzte er an, doch sie stellte sich unvermittelt auf die Zehenspitzen und würgte seine Worte mit einem sanften, innigen Kuss ab. Seine Zunge schob sich von ganz alleine zwischen ihre süßen Lippen, während sein Herzschlag davon galoppierte und er der Meinung war, vor lauter Glück gleich den Verstand zu verlieren.
Ich kann dir nicht versprechen, murmelte sie dann nahe an seinem Mund. Dass wir uns immer so fühlen werden wie jetzt.
Das brauchst du auch ... ,
Und ich kann auch nicht garantieren, dass wir für immer und ewig zusammen sein werden.
Auch das ... ,
Aber, unterbrach sie ihn erneut. Ich kann dir versichern, dass ich immer für dich da sein werde und dass ich ... dich ... liebe. Das letzte Wort flatterte wie ein sanfter Hauch über ihre Lippen und streichelte sanft seine Wange.
Ich liebe dich auch, flüsterte er genau so leise zurück. Dann küsste er sie erneut und diesmal fühlte sich dieser Kuss weder zögerlich, noch unaufrichtig noch unpassend an.
Das Spiel hatte sie zusammengeführt und dafür gesorgt, dass sie sich nicht verloren, bevor alle Ängste, Befürchtungen und dunkle Geheimnisse ausgesprochen worden waren. Nick hatte das Gefühl, noch nie mit einer solchen Klarheit und Gewissheit geliebt zu haben. Er würde Lacey sein Leben anvertrauen, hatte dies im Grunde schon einmal getan, und war dabei, welch Wunder, nicht enttäuscht worden. Einen größeren Vertrauens- und Liebensbeweis würde er wohl in diesem Leben nicht mehr geschenkt bekommen.