Kapitel 6
Lacey fühlte sich, als befände sie sich in einem vollkommen verrückten Traum. Immer wieder warf sie einen verstohlenen Blick zu ihrem Weinglas hinüber um sich davon zu überzeugen, dass sie tatsächlich noch nichts davon getrunken hatte. Wie sonst wäre es zu erklären, dass hier tatsächlich Nick Carter von den Backstreet Boys vor ihr saß?
Eigentlich hatte sie die Tür gar nicht öffnen wollen. Es konnte sowieso nur jemand davor stehen, der sich im Zimmer geirrt hatte. Schließlich wusste niemand, dass sie hier war. Doch als es dann zum zweiten Mal klopfte wurde ihr klar, dass es merkwürdig aussehen musste, wenn zwar Musik im Zimmer lief, aber niemand an die Tür kam. Sie befand, dass es sicherer war, den unbekannten Störenfried abzuwimmeln, anstatt zu riskieren, dass ihr sorgsam ausgearbeiteter Plan im letzten Moment vereitelt wurde.
Tja ... und dann stand ER vor der Tür. Er hatte abgenommen, seit sie ihn das letzte Mal auf irgendwelchen Fotos gesehen hatte, was ihm ausgesprochen gut stand. Sein blondes Haar stand ihm wild-modern vom Kopf ab, seine blauen Augen hatten diesen offenen, lächelnden Ausdruck, der sie schon immer auf Bildern wie magisch angezogen hatte und seine angenehme Stimme hatte sie dann vollends verwirrt.
Damals, in ihrer Teenie-Zeit, hatte sie, wie wahrscheinlich jedes zweite Mädchen in den USA, die Backstreet Boys förmlich angehimmelt. Ihr Zimmer war mit ihren Postern tapeziert gewesen und sie hatte sich in ihren rosaroten Träumen immer ausgemalt, dass sie Nick Carter irgendwann begegnen würde, er sich unsterblich in sie verliebte und sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage zusammen sein würden.
Später hatte sie die Karriere der fünf Musiker weiterverfolgt, wenn auch nicht mehr mit dem Enthusiasmus von damals. Sie kaufte sich die Alben, hörte ihre Musik und stellte fest, dass die einzelnen Songs immer noch eine unglaublich beruhigende und tröstende Wirkung auf sie ausübten. Ob dies etwas mit Nostalgie oder der Qualität der einzelnen Stücke zu tun hatte, vermochte sie allerdings nicht zu sagen.
Heute war Nick 26 und damit nur ein Jahr älter als sie selbst, doch sie hatten wohl beide seit damals die Unbeschwertheit der Jugend verloren. Sie bildete sich ein, dies in seinen Augen lesen zu können, vielleicht übertrug sie aber auch nur ihre eigene Verzweiflung auf ihn.
Wie auch immer. Er war jetzt hier, war ihr so nahe, dass sich ihre Knie zwischen den Betten beinahe berührten und sie stellte überrascht fest, dass die Anziehungskraft von damals durchaus noch vorhanden war.
Bei diesem Gedanken angekommen zwang sie sich, ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Umschlag zu lenken, den Nick in diesem Moment ungeduldig aufriss. Die Art und Weise, wie er dabei vorging, verursachte ein unangenehmes Kribbeln in ihrer Magengegend. Wenn sie den Brief geöffnet hätte, hätte sie vorsichtig versucht die Papierlasche von dem Umschlag zu entfernen, ohne ihn dabei zu zerreißen. Nick hingegen stellte sich weniger zimperlich an. Als er schließlich eine ganze Anzahl von Blättern hervorzog, sah der Umschlag aus, als wäre er von innen heraus explodiert. Ein paar Fetzen waren zu Boden gefallen und sie klemmte ihre Hände fest zusammengepresst zwischen ihre Schenkel um den Impuls zu unterdrücken, sie sofort aufzuheben. Kontrollzwang nannte man das wohl, doch im Grunde war dies auch nur ein Wort, das ihren Seelenzustand nur ungenügend beschrieb.
Sie beobachtete sein Gesicht, während er die erste Seite des Briefes überflog. Seine Augen huschten hektisch über das Papier, er kaute gedankenverloren an seiner Unterlippe und sein gesamter Körper schien unter Spannung zu stehen.
Game of Life, welch Ironie hatte sie vorhin gedacht, als er ihr das erste Mal von dem Spiel erzählte. Sie musste zugeben, dass sie ihm kein Wort geglaubt hatte, bis sie selbst den Beweis dafür in Händen hielt, doch auch jetzt noch kam ihr der Gedanke daran, dass irgendwo ein paar Menschen saßen und dieses Spiel für ihnen vollkommen fremde Personen organisierten, mehr als unwirklich und merkwürdig vor.
Der schlimmste Moment, abgesehen von Nicks tatsächlichem Eintreten in ihr Zimmer, war wohl der gewesen, als sie bei der Suche nach dem versteckten Hinweis dieses aufgeregte, neugierige Kribbeln gespürt hatte. Sie musste sich eingestehen, dass sie diesen Brief unbedingt finden wollte, dass sie gespannt darauf war, was darin stand und ob sich dadurch ein paar Antworten zu diesem seltsamen Spiel ergaben. Die Waagschale von Leben und Tod in ihrem Herzen, war für einen winzigen Moment Richtung Leben gekippt und das machte sie unbestreitbar nervös.
Unglaublich, hörte sie Nick in diesem Moment murmeln, bevor er ihr das erste Blatt weiterreichte. Sie zögerte nur ganz kurz, doch es reichte scheinbar aus, dass Nick ihr einen fragenden Blick zu warf. Schnell nahm sie deshalb den Brief an sich, wich dabei seinen tiefen, blauen Augen aus und erblickte dadurch wieder die Papierfetzen auf dem Boden. Diesmal konnte sie sich nicht zurückhalten. In einer schnellen Bewegung bückte sie sich und klaubte die verstreuten Fetzen vom Teppich auf. Das Gefühl der Schnipsel in ihrer geballten Faust beruhigte sie augenblicklich und ohne einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden, wandte sie sich nun dem Schreiben in ihren Händen zu.
Lieber Mitspieler
Hiermit haben sie die erste Hürde des Game of Life gemeistert. Herzlichen Glückwunsch.
Wie bei jedem Spiel gibt es auch bei diesem gewisse Spielregeln. Deren Einhaltung gewähren Ihnen den kompletten Spielspaß und werden von uns überwacht.
1. Ab jetzt herrscht strickte Geheimhaltung. Erzählen Sie niemandem von dem Spiel und seinen Regeln.
2. Alle Strecken zwischen den Spielstationen dürfen nur mit dem Auto oder ggfls. mit einem Boot zurückgelegt werden. Das Nutzen von Flugzeugen ist nicht gestattet.
3. Um zu kontrollieren, dass Sie auch wirklich jede Station durchlaufen haben, werden Sie von jedem Ort ein Objekt mitnehmen, das ihnen jeweils in den Instruktionen für die nächste Station genannt wird.
Es ist möglich, dass Sie diese Objekte im späteren Spielverlauf noch brauchen werden, also seien Sie gründlich und führen Sie sämtliche Anweisungen gewissenhaft aus.
4. Manche der Hinweise werden Ihnen in verschlüsselter Form zugänglich gemacht. Es ist also nicht nur ihre Abenteuerlust sondern auch ihr Grips gefragt. Geben Sie nicht auf!
5. In jedem Umschlag mit Ihren nächsten Instruktionen, werden Sie auch einen Teil einer Karte finden. Bewahren Sie diese gut auf. Sie wird Ihnen am Ende den Weg zu Ihrer letzten Spielstation weisen.
Nun bleibt uns also nur noch, Ihnen viel Spaß und Glück auf Ihrer Reise zu wünschen. Die Anweisungen für Ihre nächste Spielstation sind diesem Brief beigefügt.
Ihr G-o-L Komitee
Lacey ließ das Blatt sinken und rieb sich verwirrt über die Stirn. Irgendwie wurde ihr das Ganze langsam unheimlich. Ein Spiel mit Regeln, Instruktionen und rätselhaften Hinweisen und das Ganze wurde auch noch überwacht. Gerade der letzte Punkt bohrte eine Lanze aus Misstrauen in ihr Herz. Mit Überwachung kannte sie sich inzwischen aus und das bedeutete nie etwas Gutes. Aber eigentlich war das ja nicht ihr Problem, oder?
Nick hatte inzwischen auch die nächsten Seiten gelesen und reichte sie ihr kommentarlos über die schmale Bettenflucht herüber.
Wollte sie wirklich noch mehr über dieses seltsame Spiel wissen? Ja verdammt, sie wollte.
Station Eins Der Fall Boon Finley
Vor rund fünfzig Jahren sorgten mehrere Mordfälle in der kleinen Stadt Chapwick, nordöstlich von Everglades City, für Aufsehen. Innerhalb von sechs Monaten verschwanden fünf Frauen auf mysteriöse Weise.
Den Ermittlungen zufolge verlor sich die Spur der Frauen allesamt auf dem Weg zwischen der kleinen Bar Flicks Taverne und ihrem zu Hause. Obwohl die Taverne rund um die Uhr überwacht wurde, konnte der Täter nie auf frischer Tat ertappt werden.
Ein anonymer Hinweis führte die Ermittler schließlich auf die Spur von Boon Finley. Auch er gehörte zu den Stammgästen von Flicks Taverne, auch er war mehrmals überprüft worden, doch ließen sich keine Hinweise auf eine direkte Beteiligung an dem Verschwinden der Frauen feststellen.
Der anonyme Informant riet dem Sheriff, in dem kleinen Mangroven-Wäldchen hinter Boons Haus nachzusehen.
Die Ermittler fanden dort zwar weder die Frauen selbst, noch deren sterbliche Überreste, aber etwas anderes legte den Verdacht nahe, dass Boon Finley an den Verbrechen beteiligt war.
Ihre Aufgabe, lieber Mitspieler, liegt nun darin, eines dieser Beweisstücke in ihren Besitz zu bringen. Suchen Sie Boons Hütte in den Sümpfen der Everglades auf. Die Dunkelheit der Nacht wird Ihnen den Weg zu Ihrem nächsten Hinweis weisen.
Viel Glück.
Das G-o-L Komitee
Mit klopfendem Herzen ließ Lacey die dicht beschriebenen Seiten Papier sinken und blickte unvermittelt in Nicks blaue Augen, die sie aufmerksam musterten.
Das ist total verrückt, hörte sie sich sagen.
Hattest du etwas anderes erwartet? grinste Nick zurück.
Lacey zuckte mit den Schultern und warf noch einmal einen Blick auf die Papiere in ihren Händen hinunter. Die Anweisungen sowie der Brief mit den Regeln waren per Hand geschrieben worden. Die geschwungenen, unregelmäßigen Buchstaben ließen das Ganze zwar etwas unprofessionell wirken, verliehen dem Spiel aber einen seltsamen, persönlichen Charakter.
Na ja, sagte sie schließlich, faltete die Seiten akkurat in der Mitte zusammen und reichte sie Nick zurück. Du wirst wissen, was du tust.
Du meinst wir, korrigierte er.
Ohhh nein, werte sie sofort ab und schoss ruckartig von ihrem Platz in die Höhe. Plötzlich war es ihr sehr wichtig, etwas räumlichen Abstand zwischen sich und dieses abenteuerlustige Glitzern in Nicks Augen zu bringen.
Hey, ich darf laut den Regeln niemandem mehr von dem Spiel erzählen, bemerkte Nick, während sie spürte, wie sie sein Blick verfolgt als sie zu dem kleinen Papierkorb neben dem Sideboard trat und die Papierfetzen des Umschlags darin entsorgte. Sie klebten mittlerweile an ihrer feuchten Handfläche und sie hatte einige Mühe sie von ihrer Haut zu lösen.
Das bedeutete, fuhr er ungerührt fort dass du mitkommen musst.
Was ist denn das für eine Logik? entgegnete sie mit gerunzelter Stirn. Nur weil du keine Lust hast alleine an diesem Spiel teilzunehmen, heißt das doch nicht, dass ich deshalb mit dir mitkommen muß.
Hast du denn etwas Besseres vor? fragte er mit in die Höhe gezogenen Augenbrauen.
Automatisch wanderte Laceys Blick hinüber zu dem beinahe unschuldig wirkenden Weinglas. Ja, sie hatte etwas Besseres vor. Sie wollte sterben. Wenn das nicht mal der ultimative Kick war. Das konnte ihr kein Spiel der Welt bieten, so viel stand fest.
Ja, das habe ich, nickte sie also und blieb mit vor der Brust verschränkten Armen an das Sideboard gelehnt stehen.
Könntest du das nicht irgendwie verschieben? fragte Nick und schaffte es dabei einen Welpenblick aufzusetzen, der ihre Knie ganz weich werden ließ.
Was tat sie hier eigentlich, verdammt noch mal? Eigentlich sollte sie bereits seit mindestens einer halben Stunde tief und fest schlafen, während sich ihr Herzschlag immer weiter verlangsamte, bis sie dann schlußendlich diese Hölle, die sich Leben nannte, auf ihrem eigenen Weg verließ.
Nein das kann ich nicht, gab sie also mit trotzig vorgerecktem Kinn zurück.
Aber es dauert bestimmt nur ein paar Tage, bettelte er weiter. Ist es etwas geschäftliches? Wenn du möchtest, kann ich auch warten, bis du das erledigt hast.
Bis sie das erledigt hatte? Beinahe hätte sie angefangen zu lachen. Wenn sie das erledigt hatte ging sie nirgendwo mehr hin.
Ich werde nicht mit dir kommen und Schluß, gab sie also bestimmt zurück.
Nick seufzte und ließ den Kopf hängen, während er noch einmal auf die Seiten mit den Spielregeln hinunter sah.
Wie sie wohl überwachen wollen, dass ich mit niemandem darüber rede? hörte sie ihn murmeln.
Wahrscheinlich haben sie an jeder Station jemanden postiert, der zu diesem komischen Komitee gehört, vermutete Lacey.
Möglich, nickte Nick. Und was soll das bedeuten: die Dunkelheit der Nacht wird Ihnen den Weg zum nächsten Hinweis weisen? Heißt das, ich muß in den Sümpfen übernachten?
Schon möglich, nickte Lacey und wünschte sich nichts sehnlicher, als dass Nick mit diesem ewigen Geplapper aufhörte und endlich ihr Zimmer verließ.
Übrigens war auch der erste Teil der angekündigten Karte dabei, fuhr er ungerührt fort, wandte sich ihr wieder zu und hob einen Stück, in Plastik eingeschweißtes Papier in die Höhe.
Tatsächlich? gab Lacey zurück, bemüht einen möglichst uninteressierten Tonfall anzuschlagen, während in ihr alles danach schrie, das kleine Plastikviereck an sich zu nehmen und es sich genauer anzusehen.
Hm, nickte er, bevor er mit vor Konzentration gerunzelter Stirn darauf hinunter sah. Keine Ahnung wo das sein soll. Auf jeden Fall sieht es wie ein Stadtplan aus.
Laceys Füße setzten sich von ganz alleine in Bewegung und bevor sie es sich versah, saß sie neben Nick auf dem Bettrand und warf einen interessierten Blick über seine Schulter.
Tatsächlich schienen die Spielmacher einen Stadtplan in mehrere Teile geschnitten und die obere, linke Ecke in den Umschlag gepackt zu haben. Alles was zu sehen war, war ein kleines Stückchen grüner Fläche, die von einem roten Strich durchzogen wurde wahrscheinlich eine Straße, die allerdings mit keinem Namen versehen war. Vom oberen Rand schob sich eine gelbe, breitere Linie in das Bild. Höchstwahrscheinlich ein Highway oder eine Bundesstraße.
Das kann tatsächlich überall und nirgends sein, stellte Lacey fest.
Jep, stimmte Nick zu, dann hob er den Kopf und sah ihr direkt in die Augen. Ihr Herz machte einen erschrockenen Satz in ihrer Brust als ihr bewusst wurde, wie nahe sie ihm tatsächlich gekommen war und automatisch rückte sie ein Stück von ihm ab.
Willst du wirklich nicht mitkommen? fragte Nick noch einmal. Es ist doch überhaupt nichts dabei. Wir fahren ein bisschen durch die Gegend, suchen nach weiteren Briefumschlägen und haben ein bisschen Spaß.
Ein bisschen Spaß, echote Lacey schnaubend. So wie er das aussprach, klangen die Worte irgendwie unanständig.
Steckt nicht in jedem von uns einer kleiner Schatzsucher? lächelte er sanft und sie fühlte, wie ihr Mund trocken wurde.
Vielleicht.
Na komm schon, sagte er. Gib dir einen Ruck. Nur ein paar Tage. Raus aus dem Alltagstrott. Das Leben genießen. Das ist doch nichts Verwerfliches. Immerhin nennt sich das Ganze Game of Life. Irgendwann bist du tot und begraben und ärgerst dich darüber, dass du diese Chance nicht genutzt hast.
Lacey schluckte schwer bei seinem letzten Satz und sie senkte den Blick hinunter auf ihre, in ihrem Schoß verkrampften Hände. Ahnte er vielleicht etwas? Nein, das war lächerlich. So langsam wurde sie wohl paranoid.
Was ist denn schon dabei? Fragte sie sich. Ich kann mich jeden Tag und wann immer ich will umbringen. Warum vorher nicht noch einmal etwas Verrücktes und damit Nick einen Gefallen tun?
Gleich danach schoss ihr der Gedanke durch den Kopf, dass sie schon so viel Schuld auf sich geladen hatte, dass sie dieses Spiel durchaus als eine Art Buße sehen konnte.
Noch einmal warf sie einen kurzen Seitenblick auf das Weinglas, das immer noch auf dem Sideboard stand und sie vorwurfsvoll anzufunkeln schien.
Ach, was solls, murmelte sie schließlich und fügte dann etwas lauter und an Nick gewandt hinzu in Ordnung, ich komme mit. Aber ... , setzte sie gleich hinzu, als sie Nicks leuchtendes Gesicht sah. ... wenn ich keinen Bock mehr habe, steige ich aus, wann immer ich will. Ist das klar?
Klar, nickte Nick, doch sein Grinsen war dabei so breit, dass seine Ohren beinahe darin verschwanden.
Lacey seufzte abgrundtief. Wie konnte es sein, dass sie in dem einen Moment nur einen winzigen Schritt von der Erlösung entfernt gewesen war und im nächsten ihr Ziel wieder in unerreichbare Ferne gerückt war? Nun ja ... unerreichbar nicht wirklich, aber trotzdem bedeutete diese Schatzsuche eine gravierende Abweichung von ihrem Plan und es gab eigentlich nichts, was sie mehr hasste als ihre sorgsam aufgestellten Vorhaben umschmeißen zu müssen.
Vielleicht hatte Nick deshalb irgendwann den Spitznamen Choas verpasst bekommen. Zumindest auf ihre momentane Situation passte dies wie die Faust aufs Auge.