Kapitel 25
Nun saß ich wieder mit etwas konfusen Blick in meinem Zimmer und starrte auf den Teppich vor meinem Bett. Sitara lag da, und die Gepardin, die in der Kiste gewesen war. Ein schönes Tier, ohne Zweifel, nur ein wenig älter als meine kleine Tigerin. Dennoch hatte Sitara keinen zweifel daran gelassen, wer in diesem kleinen Rudel der Chef sein würde. Oder Dakota, so der Name der Gepardin, war einfach so Intelligent, dies zu erkennen. Denn Sitara würde eindeutig größer und schwerer werden.
Denahi saß nicht minder Verzweifelt dreinschauend als ich auf dem Boden. Wir beide hatten nun ein Problem, wie bekommen wir die Beiden nach Amerika?
Als es nun klopfte richteten sich erst die Ohren, dann die Köpfe meiner beiden Damen zur Tür und Sitara knurrte leise zur Wahrung. Auch Dakota stand nun auf und ihr Schwanz peitschte unruhig die Luft. Denahi öffnete die Tür und Lord Arai kam herein. Das einzige was er zu den Tieren sagte war ein Oh Damenbesuch, dann schüttelte er Sitara ab, die sich in seiner Hose verbissen hatte.
Lächelnd setzte er sich in einen Sessel und sah mich an.
Du fliegst also zurück ja? Takeo lässt gerade die Maschine fertig machen, in etwa 2 Stunden hebst ihr ab. Hat es dir wenigstens ein wenig gefallen?
Denahi grinste angesichts meiner verdutzen Mine und packte schnell die restlichen Sachen in die, schon Übervollen, Koffer.
Ich habe die Zeit hier sehr genossen Lord Arai, ich habe mehr Gelernt als in den letzten 8 Monaten und eine Menge eindrücke in diese Lebensweise erwerben können. Ich muss es nun doch erstmal ein wenig Ordnen und meine Freunde brauchen mich auch. Ich will sie nicht Endtäuschen.
Er legte mir freundschaftlich die Arme um die Schulter und drückte mir einen kleinen Briefumschlag in die Hand.
Papiere für deine Katzen, die werden dir beim Zoll wohl helfen. Und übe fleißig, lass dein Training nicht schleifen. Mach uns alle Stolz wenn wir dich dass nächste Mal sehen.
Ich grinste und bedankte mich, dann ging Lord Arai hinaus. Noch in der Tür drehte er sich um.
In einer Stunde wollen wir zum Flughafen fahren. Sie zu dass du fertig bist. Isis und der General warten auf dich.
Denahi? Fährst du bitte noch mal in die Stadt hinein und besorgst mir zwei Tranzportboxen für die Damen? Anders bekommen wir sie wohl dann doch nicht ins Flugzeug geschweige denn wieder hinaus.
Er nickte und ging zum Telefon. Dann zog er sich schnell seinen Mantel an und flitze nach unten.
Immer noch machte es mich nervös ihn so zu behandeln. Ich war es einfach nicht gewohnt einen Diener zu haben.
Sitara verlangte meine Aufmerksamkeit indem sie an mir hochkrabbelte. Auch Dakota rieb ihren Kopf leicht an meinen Beinen.
Na was habt ihr denn auf einmal?
Wohin fliegen wir? Sitara hatte als Rudelsführer auch die Wortgewallt.
Wir werden nach Florida Fliegen, da bin ich Zuhause.
Erst im Flieger konnten wie wieder zu Atem kommen. Eine kleine Cessna brachte uns nach Hause, zurück nach Amerika, was mir auf einmal so Fremd erschien. Der laute Flughafen, die Gebäude Ringsrum, alles schien mir so Fremd und erdrückend geworden zu sein. Denahi und ich hatten im Flugzeug schon einmal die Kimonos gegen Anzüge getauscht damit wir, ohne Menschenauflauf aus dem Gebäude raus kamen. Als wir hinter der Zollabfertigung waren und auf die Papiere, und die Katzen, warteten, rief ich Kevin an. Ich hatte ja versprochen mich zu melden.
Richardson?
Hey ich bins
Nick? Mein Gott ist das Laut bei dir. Wo bist du?
Gerade am Flughafen LA angekommen, ich bin auf dem weg zu den Taxen.
Ich konnte die Erleichterung in seiner Stimme hören, dass ich endlich den Weg zurück gefunden hatte.
Hey, das ist toll, dann... Hast du vielleicht Lust heute Abend zum Essen zu uns zu kommen?
Okay, damit hatte ich Gerechnet, natürlich wollte mein großer Bruder wissen, was ich gemacht hatte. Aber ich hatte noch einiges zu tun, Sitara und Dakota mussten nach Hause, ich auch und Denahi fühlte sich auch nicht wirklich wohl.
Hey wieso wusste ich dass? Kev, lass mich bitte erst noch was ausruhen, der Flug war lang und ich muss viel nachdenken okay?
Damit musst du ja nicht aufhören, nur weil du bei uns isst. Erwiderte Kevin lachend. Versöhnlicher fuhr er fort so dass ich sein Grinsen förmlich hören konnte.
Ich möchte mich nur mit eigenen Augen davon überzeugen, wie es dir geht, das ist alles. Und Kris will dich bei der Gelegenheit ein bisschen abfüttern.
Ich sah an mir Hinunter, auf den Körper, den ich dank des Trainings bekommen hatte und konnte beim besten Willen nichts Finden, was ich mir anfüttern lassen sollte......
Abfüttern? Dass hab ich aber nicht wirklich nötig. Ich schau mal okay? Versprechen kann ich dir nichts!
Wieder ein registriertes Seufzten, ich wusste dass ihm diese Antwort nicht gefiel, aber ich konnte Denahi und die Katzen nicht alleine Lassen. Denahi sah mich an und kämpfte mit der Sprache, da ihn eine freundliche Dame ansprach und ihn zutextete.
Okay, ruf mich an wenn du doch kommen magst, dann werf ich den Grill an. Und ich sag dir eins, du kannst es vielleicht aufschieben, aber du kannst dem nicht entgehen.
Ich seufzte auf, na ja, mansche Dinge änderten sich halt nie. Es war schon besser ihn nicht warten zu lassen und möglichst Bald bei ihm auf zu tauchen.
Okay, sayonára! Dewa máta
Ja, sayonára... Erwiderte er und klang verwundert.
Okay, bye. Ich drehte mich zu Denahi um, der immer noch mit der Dame zu kämpfen hatte und beschloss ihn da Raus zu helfen.
Denahi? Nímotsu? Rief ich laut und er flitze gehorsam davon. Ich musste lachen als ich dass Gesicht der Dame sah die ja kein Wort verstanden hatte.
Nick? In welcher Sprache redest du da?
Oh Shit, ich hatte das Handy noch an und Kev noch nicht Aufgelegt....
Ääääääää Sorry großer Bruder, ich muss nun Schluss machen, mein Taxi kommt. Bye
Ich achtete darauf richtig Aufzulegen und steckte das Handy weg.
Leise vor mich hinfluchend ging ich hinter Denahi her, der mir allerdings schon auf halber Strecke entgegen kam.
Ich fürchte, Lord Otori, dass sich der Sprachunterricht ausweiten muss.
Wie meinst du das? Hab ich was Falsches gesagt?
Nein, aber ich muss Englisch lernen, ich komm hier sonst nie zurecht. Sagte er und verzog seine Mine zu einer verzweifelten Grimasse. Ich legte den Arm um seine Schulter und lächelte.
Keine Angst, dass bekommen wir schon hin.
Nachdem wir kurz bei den Katzen gewesen waren um sie zu beruhigen, fuhren Denahi und ich mit einem Taxi zu meiner Villa, die direkt am Meer stand.
Ich schloss die Tür auf und wir brachten die Koffer hinein, danach fuhr ich zurück und holte Sitara und Dakota ab, die beide froh waren ihren Boxen zu entkommen. Während der Fahrt hörte ich sie auf dem Rücksitz streiten. Als ich jedoch den Wagen in meine Einfahrt lenkte und hielt, wurden die beiden ganz schnell ganz leise.
Darf ich bitten? Seht euch mal um, hier sind wir nun Zuhause.
Sitara ließ sich nicht lange bitten und trottete in den Garten, Dakota mit nervös schlagendem Schwanz, hinterher.
Denahi kam auf mich zu und sah ihnen nach.
Die Sachen sind nun alle im Haus Herr, haben sie noch irgendwelche Wünsche?
Nur eine Frage....... Kann ich dich heute Abend alleine Lassen?
Natürlich Lord Otori. Ich habe aber auch eine Frage an sie. Dürfte ich die Eingangshalle ein wenig verändern?
Natürlich.
Damit setzte ich mich in den Wagen und starte auf mein Handy, das auf dem Beifahrersitz lag.
Ich griff danach und aktivierte die Rufnummerwiderholung.
Kev? Schmeiß den Grill an, ich komme vorbei.