Kapitel 13

„Nick halt dich da raus!“ brüllte Takeo, doch es war zu spät. Ich tauchte unter dem Schwert des Angreifers und trat zu, so dass dieser sich erstmal in sicherer Entfernung auf den Boden setzte und eine Auszeit nahm. Allerdings kümmerte sich der General darum, dass er es nie wieder tun konnte.
Ich begriff, dass ich dafür Ausgebildet worden war. Ich hatte die Macht ein Leben zu nehmen und ohne Reue setzte ich es ein. Es erschreckte mich, dass ich so sein konnte, aber es hieß nun, sie oder ich. Wenn ich nicht zuschlug konnten sie mich treffen, und diese Männer waren ausgebildet zu töten.
Ich war es zwar nicht, aber ich konnte es auch. Auf dem Weg zu Arai wurde ich nicht zimperlig. Ich schwang mein Schwert als ob ich noch nie etwas anderes gemacht hatte. Dank meiner Geschicklichkeit entkam ich den Hieben meiner Feinde und konnte mich zu Arai durchkämpfen, der von dreien dieser Männer belagert wurde. Gerade als er zu Stürzen drohte warf ich mich über ihn und fing den Hieb mit meinem Schwert auf. Dafür erntete ich einen Blick von ihm, der mir sagte, dass er von mir überrascht war. Ich aber ebenso.
„Nick, halt mir diese Seite frei. Du machst das gut, kümmere dich nur um dich!“
„Gerne Herr!“
Wieder war ich Gefangen, gefangen in einem Kampf, der eigentlich nicht meiner war. Gefangen in diesem Rausch aus Blut, Schweiß und der Freude zu Überleben.
Je länger wir kämpften, desto weniger Leute kämpften gegen uns. Es wurden weniger. Arai blieb an meiner Seite und verhinderte dass ich zu sehr in Gefahr geriet. Als ich dachte, dass es vorbei war, sah ich ihn an. Dann ein gleißender Schmerz an meinem Kopf. Ich sah Arai nur noch vor Wut auf mich zulaufen, Takeo, der von der anderen Seite kam und den General, der nach Isis rief. Dann war alles schwarz.

Als ich wach wurde war Takeo bei mir. Er strich mir über die Stirn und lächelte mich an.
„Kannst du dich aufrichten?“ fragte er mit leiser Stimme, wobei er sich schon hinter mich setzte, um mich Stützen zu können.
Ich nickte nur, da ich meiner Stimme noch nicht traute. Langsam richtete ich mich auf, aber die erwarteten Kopfschmerzen blieben aus. Verwundert sah ich mich um, nur um zu entdecken, das sie mich in mein Zimmer gebracht hatten.
„Alles klar? Ist dir Schwindelig oder Schlecht? Hast du Schmerzen?“
„Nein seltsamerweise geht es mir gut. Was ist passiert?
„Du hast übersehen, dass da noch einer hinter dir stand. Der hat dir sein Schwert über den Schädel gezogen. Du kannst von glück reden, das er dich nicht getötet hat.“
„Verzeih, dass ich dir solchen ärger gemacht habe, aber ich habe Lord Arai stürzen sehen. Ich wollte ihm helfen.“
„Ich war zornig Nick, aber Arai hat es mir erklärt. Es ist alles in Ordnung. Er war so Sauer auf sich selbst, dass er diesen Schlag nicht verhindern konnte, aber er hat gesagt, dass du überragend gekämpft hast. Ich hab es leider nicht gesehen, aber laut seinen Ausführungen habe ich viel verpasst.“
Ich lächelte und gab einem Impuls nach, den ich schon lange in mir hatte. Ich schloss ihn in meine Arme. Er hatte entweder keine Zeit zum reagieren oder lange darauf gewartet. Denn auch er schloss seine Arme um mich.
Dann plötzlich riss er sich los und sah mir in die Augen.
„Wenn du dich Ausgeruht hast, möchte ich dass du runter kommst. Wir haben eine Überraschung für dich. Ich werde gleich noch einmal zu dir kommen, um dir etwas zu geben, was du brauchen wirst. Leg dich aber noch einmal hin, ich werde zuerst Isis schicken, dass sie noch mal nach dir sieht.“
Ich schwöre, dass ich nie zuvor ein Bett so schnell erreicht hatte. Mir war nicht schlecht und ich litt keine Schmerzen, aber meine Knie zitterten und drohten unter mir nachzugeben.
Ich legte mich hin und wurde, durch die Stille die draußen herrschte, schläfrig. Das Isis kam und nach mir sah, bekam ich nicht mit. Ich war eingeschlafen, bevor mein Kopf dass Kissen berührt hatte.

Kapitel 14