Kapitel 9
Ich stand immer noch im Flur und starrte auf meine Zimmertür. Was machten die so lange da drin? Es war nun schon eine Stunde vergangen seit Takeo mir die Tür vor der Nase zugeschlagen hatte. Ich hörte Isis immer noch in meinem Zimmer reden, verstand aber kein Wort.
Gerade wollte ich mir einen Kaffee holen, da ging die Tür auf und Takeo kam, lächelnd, an mir vorbei.
Komm mit! sagte er knapp und zog mich mit in sein Zimmer, das einen Stockwerk unter meinem Lag. Dort gab er mir ein kleines Packet. Er wies mich an mich zu setzten und zögerte einen Moment, bis er erneut das Wort Ergriff.
Wie viel hast du gehört?
Ihr Plant mich zu Adoptieren Lord Otori. Dabei verneigte ich mich so tief, dass ich auf dem Boden kniete, so dass mein Körper nun gesamt vor ihm auf dem Boden lag.
Er sah mich verwundert an und schluckte hörbar auf.
Du bist kein Bauer Nick, diese Verneigung bitte nur für Personen, die sehr hoch über dir Stehen, keinesfalls unter Freunden.
Ich verneige mich vor meinem Vater!
Vollkommen verblüfft sah er mich an, seine Augen strahlten und sein Mund verzog sich zu einem Lächeln.
Damit hatte ich nicht gerechnet. Du überraschst mich immer wieder.
Sie bieten mir eine neue Familie an Lord Otori. Eine Familie mit überragenden Persönlichkeiten. Ich wäre Undankbar, es auszuschlagen.
Als er mich in seine Arme schließen wollte, entzog ich mich ihm.
Bitte lassen sie mich die Ehre, von ihnen in die Arme genommen zu werden, selber verdienen. Ich will nicht, das ihnen nachgesagt wird einen Versager in der Familie zu haben. Bitte lassen sie mich es Verdienen.
Wie willst du es dir verdienen?
Durch harte Arbeit, viel Lernen und durch hervorragende Prüfungen. Bitte Lord Otori, ich möchte nichts mehr im meinem Leben geschenkt bekommen. Ich will es mir selbst verdienen!
Gut, dann machen wir das so. Fällt deine zweite Prüfung mit der höchsten Note aus, wird deine nächste Zeremonie deine Adoption sein! Jetzt zieh bitte den Kimono an, wir wollen einen hohen Herren vom Flughafen abholen.
Lord Arai, nehme ich an.
Richtig, also zu dir. Du machst bitte nichts anderes als dich zu Verneigen, der Oberkörper reicht. Antworte bitte nicht auf seine Fragen, ich werde für dich Antworten. Er wird nicht sehr nett zu dir sein, ignorier das bitte. Lass dich nicht provozieren!
Ich nickte und ließ mir von Takeo in den Kimono helfen. Ich wusste es damals nicht, aber das Wappen auf dem Rücken war das Tempelwappen der Otori. Indem er mir diesen Kimono gab, machte er allen begreiflich, was er von mir wollte. Wer ich bald sein würde. Denn das ich meine zweite Prüfung mit der besten Note bekommen würde, war mir klar.
Ich verabschiedete mich und ging schnell in mein Zimmer zurück. Innerlich jubelnd wurde mir nicht klar, dass da noch jemand in meinem Zimmer war. Isis wartete immer noch auf mich!
Verzeiht Herrin. Ich warf mich förmlich auf den Boden, damit ich nicht mit ihr auf einer Ebene landete.
Steh auf Nick und sieh mich an!
Ich gehorchte, war mir allerdings in diesem Augenblick vollkommen bewusst, dass sie nicht wütend auf mich war.
Takeo hat viel mit dir vor, enttäusch ihn nicht. Er hat lange auf jemanden gewartet, dem er Vertrauen kann.
Mit diesen Worten ließ sie mich stehen und schwebte davon.
Herrin. Rief ich ihr nach, so dass sie auf dem Gang stehen blieb und sich zu mir umdrehte.
Ich werde ihn nicht enttäuschen, ich habe zu lange auf eine Familie gewartet.
Sie lächelte und kam auf mich zu, als sie mich Erreichte, und sah mir lange in die Augen.
Du hast einen sehr klaren Blick, in ihm ist sehr viel Gefühl. Ich denke, dass du für ihn alles geben würdest. Das ist gut, wir werden sehen, wie du dich schlägst! Nun mach dich fertig, Arai wegen dir warten zu lassen wäre nicht Klug.
Ich verneigte mich und folgte ihr, nachdem ich mein Zimmer abgeschlossen hatte, hinunter in die Lobby des Hotels. Geschlossen fuhren wir zum Flughafen, wo wir nur kurz auf den Innlandflug warten mussten. Schon in dem Augenblick, wo Arai auf mich zukam, wusste ich, dass er mich nicht mochte. Er betrachtete mich voller Zorn, obwohl ich ihm ja noch nichts hatte tun können. Aber auch in meinen Augen brannte ein Feuer, das es mir sehr schwer viel, mich ansprechend zu verneigen.
Arai nickte mir nur einmal kurz zu, viel zu kurz für meinen Geschmack, aber der Gedanke daran, dass dieser Typ meine Prüfungen mitbetreuen würde, ließ mich gehorsam und Unterwürfig sein. Nur der Gedanke, Takeo gleichwertig zu sein, verhinderte das mein Zorn die Oberhand gewann.