Kapitel 6
Als ich wieder in meinem Zimmer saß, klopfte es an der Tür. Ich zuckte zusammen, weil ich nicht mit einer Störung gerechnet hatte. Es war Takeo, der mich freundlich anlächelte.
Da ich nicht wusste, ob jemand im Gang war, der ihn kannte, verneigte ich mich und bat ihn so in mein Zimmer.
Lord Otori, sagte ich und schloss die Tür hinter ihm.
Er umarmte mich und wies mich an mich zu setzten.
Du hast dich gut geschlagen für deine erste Begegnung mit einer Priesterin. Nicht schlecht, besonders ihre Meinung über dich!
Gott sein dank, einfach zu überzeugen ist die nicht.
Nein, aber wenn sie dich einmal mag, wird sie dich wie eine Wölfin verteidigen.
Mag sie mich denn?
Ich denke du hast sie überzeugt. Sie war sehr an dir interessiert, wie übrigens alle hier. Und sie war erstaunt, wie du dich im Training anstellst. Was ist da eigentlich los gewesen? Isis war sehr erstaunt.
Ich war so im Training, das ich sie vergessen habe. Ich habe einfach nicht mehr an sie gedacht!
Takeo und ich lachten gleichzeitig auf. Die Anspannungen des Tages waren fast vergessen und ich amüsierte mich prächtig. Endlich erkannte ich meinen Freund wieder, an diesem Tag war er mir fremd geworden.
Er lies mich nach einer halben Stunde wieder alleine. Ich sollte mich ausruhen, erklärte er und schloss die Türe hinter sich.
Schwer Aufatmend blieb ich eine weile auf meinem Bett liegen. Bis mir einfiel, dass ich noch gar nichts gegessen hatte. Wer mich kannte, wusste dass dies ein Umstand war, den ich nicht ignorieren konnte.
Ich stand auf und begutachtete die Zimmerkarte des Restaurants. Wobei, warum nicht runtergehen? Endlich war hier mal ruhe in meiner Anwesenheit, so das ich mir das Hotel mal ansehen konnte. Kurz entschlossen ging ich zur Tür und steckte die Keykard in meine Hosentasche. Zufrieden mit mir und der Welt ging ich pfeifend die Korridore entlang, bevor eine gewohnte Stimme mich zögern lies.
Der Junge weis doch von nichts! Das gab es doch nicht. Isis? Sie schrie?
Er ist bereit dafür, ich weis es einfach! Takeo stand ihr in nichts nach. Worum zum Teufel ging es da?
Er wird die Ältesten nie überzeugen, das schafft er nicht!
Mit deiner Hilfe schon!
Nein, sie sind vollkommen Antiamerikanisch eingestellt. Takeo vergiss es, nicht dieser Junge, es ist unmöglich!
Warum sträubst du dich dagegen, du kennst ihn kaum. Er kann alle hier überraschen. Seine Kampfart ist von einer Wildheit geprägt, die ich noch nie gesehen habe. Isis, er hat mich im Training geschlagen!
Etwas leisen ging es nun weiter, so das ich mühe hatte, alles zu verstehen.
Nur die Worte in drei Wochen, versuchen, Vereinigung der Kulturen, vorschritt und Adoption verstand ich. Dann musste ich schnell gehen, da Isis sich verabschiedete. Mit knurrendem Magen machte ich mich auf den Weg zurück in mein Zimmer zu Aufgeregt um zu Essen und zu Hungrig um einzuschlafen.