Chapter 12
AJ hakte sich bei Cat ein, als sie die Straße entlang schlenderten.
Er war mehr als zufrieden, dass sie ihm vergeben hatte, jeder den er kannte hätte ihn zumindest eine Weile zappeln lassen.
Er konnte es noch immer nicht fassen, dass sie Alkoholikerin war.
Aber das erklärte im Nachhinein, dass er sie nie was anderes als alkoholfreies hatte trinken sehen. Früher war ihm das nicht aufgefallen, zu sehr hatte er sich auf sein eigenes Getränk und ihre angenehme Gesellschaft konzentriert.
"Aber nicht, dass du mich jetzt mit nach McDonalds nimmst, Mister..." meinte Cat plötzlich.
Er sah sie überrascht an und folgte dann ihrem Blick. Geradeaus, die Straße runter, lugten goldene Pylone hinter einer Ecke hervor.
"Oooh! Gute Idee!" AJ grinste, als Cat ihm einen leichten Klaps auf den Arm gab.
"Nein, keine Sorge, wenn ich eine junge Dame ausführe, dann stilecht und mit Flair. Ich kenne zufällig den besten Italiener der Stadt."
"Aha? Seid ihr so oft hier?" wollte Cat wissen.
"Nein, aber Kristin lebte eine ganze Zeit hier und hat das Restaurant entdeckt. Seither ist es unser Geheimtipp, wann immer wir hier sind versuchen wir dort zu essen. Die meisten von uns mögen italienisch, entweder in jeder Form oder einfach wegen der Pizza."
Cat lächelte.
"Ihr seid wirklich leicht zufrieden zustellen, oder? Also, zumindest was das Essen angeht?!"
AJ lachte.
"So könnte man das nennen, sonst wären wir nicht alle Fans vom großen &Mac226;M. Nein, wir haben ja auch echte Gourmets unter uns... Howie liebt Sushi und Kevin mag Hummer, farbige Pasta und solche Sachen. Überhaupt probieren die beiden auf Tour gern nationale Spezialitäten. Was isst du denn am liebsten?"
"Also wenn ich ehrlich bin, sind wir beim Italiener schon an der richtigen Adresse. Ich bin zwar auch kein Feigling wenn es darum geht etwas Neues zu Probieren und hätte auch keine Probleme damit, mit Howie Sushi essen zu gehen, aber prinzipiell bleib ich eigentlich gerne beim Altbewährten. Wobei meine eigene Pasta natürlich sowieso ungeschlagen ist."
"Ahaaa?" AJ horchte auf. "Pass auf was du sagst, sonst will ich die noch unbedingt probieren..."
Cat kicherte.
"Kein Problem, ich schätze nur das Du darauf noch ungefähr Vier Monate warten musst bis wir wieder Zuhause sind. Solange sich nämlich andere um mein Wohlergehen sorgen, werde ich einen Teufel tun und mich an den Herd stellen... und schon mal gar nicht um irgendwelche dahergelaufenen Popstars zu verköstigen."
AJ blieb stehen und verzog gekränkt das Gesicht.
"Dahergelaufen?? Du beleidigst mich zutiefst! Wenn schon, dann bitte im BMW daher gefahren. Aber mal im Ernst, du hast mich neugierig gemacht. Würdest du für mich kochen? Zum Ausgleich koche ich dann auch für dich. ... Ja! Guck nicht so, ich kann es wirklich!"
"Hey, erstmal bist Du mir dieses Essen noch Schuldig, für Deine vorschnellen Anschuldigungen. Ich hatte ja nicht mal die Chance mich zu verteidigen."
AJ sah Cat ernst an.
"Ich weiß und es tut mir wirklich Leid... Wenn ich mich in Fahrt rede, kommt kein anderer mehr zu Wort und ich rede mich um Kopf und Kragen... Dieses Essen soll der erste Schritt einer Entschuldigung sein."
Er blieb vor einem kleinen Restaurant stehen, aus dem nur wenig Licht auf den Bürgersteig fiel. Er klopfte an die Scheibe der Glastür, denn zu dieser späten Stunde war es geschlossen.
Aus den Schatten des Restaurants kam ein älterer Mann an die Tür, er war eher klein und untersetzt, seinen Kopf zierte ein grauer Haarkranz. Kurzsichtig blinzelte er erst durch das Glas, dann hellte sich seine Miene auf.
"Alex! Ich wusste gar nicht, dass ihr hier seid! Warte, ich schließe dir auf..." Sekunden später klirrte der Schlüssel im Schloss und hinter ihnen wurde wieder abgeschlossen.
"Kommt doch bitte mit nach hinten. Wer ist deine bezaubernde Freundin?"
"Wenn ich vorstellen darf, Cat, das ist Sean O'Donnell, genannt Luigi, der einzige irische Pizzabäcker in New York. Luigi, das ist Cat Carlton, sie ist diesmal dafür verantwortlich, dass wir nicht ständig wegen Kevin zu spät kommen."
Luigi fing an zu lachen.
"Er kommt immer noch zu spät? Kommt herein." Er winkte sie in die Restaurantküche.
Cat konnte ihr Erstaunen kaum verheimlichen.
Er schließt extra für Dich noch mal auf? flüsterte sie AJ fast ehrfürchtig zu, als die beiden Luigi in die Küche folgten.
AJ lachte leise.
"Ja, für liebe Menschen, Stammgäste und Backstreet Boys macht Luigi eine Ausnahme. Er hat einen Narren an uns gefressen."
Luigi komplimentierte sie durch den Hinterausgang hinaus, auf einen kleinen Innenhof, auf dem ein paar Tische standen. Von hier sah man ein Sternenmeer und Efeubewachsene Steinmauern.
AJ rückte Cat den Stuhl zurecht und setzte sich ihr gegenüber.
"An was erinnert dich das hier?" fragte er lächelnd.
Cat lachte leise.
"Ein bisschen an Susi und Strolch. Als Kind habe ich den Film geliebt... was nicht heißen soll das wir uns jetzt einen Teller Spagetti teilen müssen, damit du mir zum Schluss den letzten Fleisch Kloß mit der Nase über den Teller rollen kannst."
"Ach, nicht? Schade eigentlich, ich hab genau die richtige Nase dafür." lachte AJ.
"Nee, ist nett gemeint, aber lass mal."
Bevor eine Pause aufkommen konnte trat Luigi an den Tisch und reichte den beiden ihre Karten.
"Kann ich euch schon etwas zu trinken bringen?"
"Coke, bitte!" kam es von beiden gleichzeitig.
Sie begannen in der Karte zu blättern, doch AJ legte seine schnell aus der Hand.
"Ich kann dir die Tagliatelle empfehlen. Oder die Pizza a la Backstreet Boy."
"Die Pizza a la Backstreet Boy?" Cat sah schmunzelnd über den Rand ihrer Karte. "Will ich wirklich wissen was sich auf selbiger befindet?"
"Na ja, das was wir am liebsten auf unseren Pizzen essen... Alles..."
"Ich habe irgendwie so etwas geahnt..."
Luigi trat mit den Getränken an den Tisch und Servierte.
"Habt ihr euch schon entschieden?"
"Er versucht mir grade die Pizza a la Backstreet Boy anzudrehen, aber ich glaube... wenn es dem Chefkoch nichts ausmacht, würde ich mich gerne überraschen lassen." antwortete Cat lächelnd und reichte Luigi die Karte in der sie kaum gelesen hatte.
Luigi lächelte herzlich.
"Dann werde ich für die schöne Seniorita etwas ganz besonderes zaubern. Für dich dasselbe wie immer, Alexandro?"
"Ja Sir, 'the same procedure as every year'." erwiderte AJ mit drolligem englischen Akzent.
Die Stimmung war entspannt. Auch wenn Sowohl Cat als auch AJ wussten das es eine Menge Redebedarf gab.
Eine Weile schwiegen beide einträchtig. Doch dann konnte AJ seine Neugier nicht mehr länger zügeln.
"Warum hast du es keinem gesagt? Du wusstest doch aus den Akten, was mit mir los war. Zur Hölle, ich möchte nicht wissen was da alles drin ist... Drogentests, Protokolle vom Counsellor, den ich nicht sprechen wollte... Vielleicht sogar die Rechnung für die Tür meines Hotelzimmers, die Kevin eingetreten hat? Wir hätten uns austauschen können..."
Ruhig stellte Cat ihr Glas ab und sah nachdenklich dabei zu wie die kleinen Blasen aus der Dunkelheit der Bodens aufstiegen.
Ja, So etwas in der Art stand in den Akten
und noch ein bisschen mehr.
Sie sah zu AJ hinüber.
Ich hatte meine Gründe warum ich niemandem etwas sagte. Die einzigen die bei der Arbeit bescheid wissen, sind Joe und Billy aus dem Büro nebenan. Und das reicht auch.
AJ wirkte nachdenklich.
"Ich kann diese Entscheidung nachvollziehen... Ich hab das Ganze der Fans wegen öffentlich gemacht, weil ich ihnen nichts verheimlichen wollte. Einerseits kommt da unglaublich viel Sympathie und Beistand rüber, sie unterstützen mich als Individuum ebenso wie als Teil der Band. Aber es gibt auch Menschen die es wissen und mir mit voller Absicht Alkohol anbieten, einfach um zu sehen wie ich reagiere... ob ich zugreife... Und die Presse schaut mir in jedes Glas, das ich berühre."
"Weißt Du... " begann Cat zögerlich "Ich bewundere Dich dafür dass Du so offen zu all dem stehen kannst. Egal wie schwierig es ist - und das ist es für Dich sicherlich noch mehr als für mich, schon allein wegen der Presse. Ich habe einfach nur Schwierigkeiten damit außerhalb der Treffen drüber zu reden, weil alle der Meinung sind sie müssten mich für die Dinge die geschehen sind entweder bedauern oder Verurteilen. Du in Deiner Situation hast ein ganz anderes Feedback als ein 'No Name' wie ich, die nur aufgrund dessen keinen Job bekommt, keine Wohnung... ich habe anfangs versucht offen damit umzugehen. Damit zu Leben. Aber ich kann es noch heute nicht und wenn ich ehrlich bin ist mein Bedürfnis nach Alkohol nach den Treffen am größten.
Cat seufzte und sah ihn lange an bevor sie weiter sprach.
Als ich die Akten fand, Deine Unterlagen, Die Gesprächsnotizen, Deine Drogenscreenings
Das alles hat mich soweit in die Vergangenheit zurück katapultiert das ich eigentlich nur weglaufen wollte.
Aber wir beide wissen wohl am besten dass dies keine Lösung ist. Also habe ich beschlossen mich das erste mal ganz offensiv dem ganzen zu stellen, doch die angst etwas zu zerstören das ich mir gerade wieder aufbaue war zu groß.
"Dann kann ich also nur froh sein, wenn du nicht wegen meiner Anschuldigungen einen noch größeren Drang zum Trinken bekommst..." AJ legte seine warmen Finger über Cats Hand und drückte sie leicht.
"Es tut mir Leid... Ich weiß gar nicht, wie oft ich das sagen müsste, um es halbwegs wieder gutzumachen..."
Cat winkte ab.
"Ist schon in Ordnung. Hör auf Dich zu entschuldigen, sonst wird das noch der Grund warum ich tatsächlich wieder anfange zu trinken, oder es als Ausweichmöglichkeit mit Drogen probiere... Dank Dir ist ja alles Protokolliert was ich lieber nicht versuche."
Cat versteckte ihr diabolisches grinsen hinter ihrem Cola Glas in dem sie dran nippte.
"So, jetzt hattest Du eine gemeine Retourkutsche, wir sind quitt, also hör auf Dich zu entschuldigen und erzähl mir lieber warum Du in der Öffentlichkeit so offen damit umgehst aber innerhalb der Crew wird kein Wort drüber verloren. Ich wäre fast ins offene Messer gelaufen. Bis ich Deine Akten fand hatte ich keinen blassen Schimmer. Ich war Schockiert! Ich war noch auf dem Stand von 'Boyband Mitglieder haben keine Freundinnen, Rauchen nicht, trinken nicht und nehmen keine Drogen... Wenn ich so drüber nachdenke
Du hast all meine Illusionen zerstört... Mit einem Ordner Papier!"
Die gespielte Entrüstung in Cats Stimme war deutlich zu hören.
AJ grinste.
"Tut mir wahnsinnig leid deine hehren Vorstellungen von uns Boyband-Helden zerstört zu haben.
Was würdest du erst denken wenn ich dir verrate, dass einige von uns auch mit Fans geschlafen haben..."
Er sah neugierig in ihr Gesicht, das kurz Verblüffung zeigte. Ob darüber, was er gesagt hatte, oder dass er es überhaupt gesagt hatte, war nicht so wichtig.
Seine Miene wurde ernst.
"Warum sollten wir denn innerhalb der Crew darüber sprechen? Alle wissen davon, an sich... Es ging ja auch durch alle Medien. Ich hätte nicht gedacht, dass du es vorher nicht wusstest. Vor den Akten meine ich. Sie können mir nicht helfen, höchstens indem sie nicht in meiner Gegenwart trinken, damit ich nicht in Versuchung gerate. Und die Backstreet Family hält zusammen, es gibt kein Getuschel und Getratsche über Schwächen, jedenfalls kein böswilliges. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft und irgendwie decken alle einander den Rücken... Ich rede mit den Jungs drüber, manchmal... Also... mit Howie und Nick hauptsächlich. Mit Howie geht das so gut, weil er unglaublich loyal ist und nichts weitererzählt, sich aber auch nicht wundert, wie er einiges nicht mitbekommen konnte, oder sich Vorwürfe macht mir nicht geholfen zu haben, wie Kevin es noch immer manchmal tut. Und Nick... Er ist mir teilweise recht ähnlich und ich möchte nicht, dass er dieselben Fehler begeht. Wenn ich das verhindern kann, werde ich es tun."
AJ Worte hallten noch eine ganze Weile in Cats Kopf nach.
Auch als Luigi das Essen brachte und sich diskret wieder zurück zog, schwieg sie noch eine Weile, bevor sie schließlich ihre Gabel niederlegte, sich in ihrem Stuhl zurück lehnte und AJ beim essen musterte.
"Versprich mir etwas." forderte sie schließlich leise, was AJ ebenfalls dazu bewegte sein Besteck auf den Tellerrand zu legen.
Mit einem Kopfnicken forderte er sie auf zu sagen was sie dachte.
"Versprich mir Zwei Dinge, erstens - Du kannst heute Nacht jedes noch so schmutzige Detail meiner wirklich unschönen Vergangenheit erfahren, aber versprich mir das wir nach heute Nacht... für den Rest der Tour... kein Wort mehr darüber verlieren."
AJ holte Luft, doch noch bevor er etwas sagen konnte unterbrach Cat ihn mit einer einzigen Handbewegung.
"Wir können gerne gemeinsam zu den Treffen gehen wenn Du magst. Du scheinst eh mehr den Überblick zu haben wo, wann, welche Treffen stattfinden. Ich musste dafür extra einen Freund anrufen... Natürlich nur wenn Du magst."
AJ nickte und schwieg.
"Zweitens, Versprich mir das Du den anderen gegenüber mit keiner Silbe erwähnst was Du weißt. Ich habe wirklich keine Lust die immer wieder kehrende Frage zu beantworten, warum ich es denn nicht gleich gesagt habe. Ich habe mein Leben und meine Sucht im griff... Ich bin Tendenziell nicht gefährdet in absehbarer Zeit Rückfällig zu werden und das habe ich auch nicht vor. Damit ergebe ich für euch kein Sicherheitsrisiko ergo muss niemand etwas davon wissen... AUCH die Jungs nicht!"
AJ legte seine rechte Hand auf sein Herz und hob die Linke.
"Ich schwöre. Es betrifft sie sowieso nicht, also muss es niemand wissen. Obwohl du dir sicher sein kannst, dass die Jungs am wenigsten Fragen stellen würden. Sie würden nur nachher, einer nach dem anderen und unabhängig voneinander, vor deiner Tür auftauchen und anbieten, dass sie da sind wenn du mal wen zum Reden brauchst. Frag nicht warum das so ist, es ist einfach so, ich hab es selbst erlebt..." AJ nahm die Gabel wieder auf. "Und jetzt lass uns aufessen, sonst wird Luigi traurig und das kann ich nicht verantworten."
Cat lachte.
"Nein, das können wir nicht verantworten... Nachher salzt er wegen uns nur noch mit Tränen..."
Sie aßen auf und sobald sie das Besteck auf ihre Teller legten, kam Luigi heran.
"Hat es euch geschmeckt, meine Lieben? Wollt ihr vielleicht noch einen Nachschlag? Einen Cappuccino? Etwas anderes?"
Cat hielt sich den Bauch und sah zu Luigi auf.
"Nein Danke, für mich nichts mehr. Sonst muss AJ mich zum Hotel rollen, aber das Essen war Vorzüglich.
Luigi grinste.
Also hat es der kleinen Seniorita geschmeckt? Das ist gut."
"Was schulden wir dir, Luigi?" AJ zückte seine Geldklammer.
"Was! Willst du mich beleidigen, Alexandro? Ich nehme doch kein Geld von dir. Wir sind Freunde, basta!" Er ging vor, um sie wieder hinauszulassen.
AJ zwinkerte Cat zu und legte eine Hundertdollarnote unter seinen Teller.
"Manche Menschen muss man zu ihrem Glück zwingen..."
Cat lächelte und ging voran durch das kleine Restaurant, nachdem Luigi sie mehrmals herzlich gedrückt und ihr immer wieder unzählige Küsse auf beide Wangen gedrückt hatte verabschiedeten sie sich.
Natürlich nicht ohne das Versprechen bei ihrem nächsten New York Besuch erneut gemeinsam vorbei zu schauen.
AJ versprach es und fügte hinzu, er würde dann gleich die ganze Bande mitbringen, was Luigi zum Strahlen brachte. Hinter den beiden drehte sich der Schlüssel im Schloss und sie standen wieder auf der nachtschwarzen Straße.
AJ nahm Cats Arm und hakte ihn in seinem ein.
"Darf ich My Lady zum Hotel geleiten?"
Sie kicherte.
"Willst Du etwa auch noch auf einen Kaffee mit rein kommen?"
AJ lachte.
"Bring mich nicht auf Ideen..."
Dann wurde er etwas ernster, aber als er sie ansah umspielte ein sanftes Lächeln seine Lippen.
"Nicht beim ersten Date. Aber beim dritten oder vierten wäre ein Kaffee vielleicht nett."
Cat machte vor lauter Überraschung einen kleinen Ausfallschritt.
"Wir haben ein Date?" Es dauerte keine Sekunde bis sie sich wieder gefasst hatte. "Naja, darüber können wir dann ja beim Frühstück diskutieren, wenn Du solange bleiben darfst."
Sie hatte Schwierigkeiten ernst zu bleiben, doch wenn AJ Spielchen spielen wollte, wollte sie nicht der Spielverderber sein.
"So lange bleibe ich nur, wenn es Rührei mit Speck gibt." AJ grinste.
"Ich werde gleich den Zimmerservice anrufen und nachfragen ob das machbar ist."
"Dann frag bitte auch nach frisch gepresstem Orangensaft, Toast und Erdbeeren. Und... Sekt?"
"Spitzen Idee... gibts den neuerdings auch Alkoholfrei?"
Cat schmunzelte.
"Fehlt es Dir manchmal?" fragte sie schließlich, nachdem sie eine Weile schweigend durch die Nacht gegangen waren.
"Ja, manchmal... Wenn ich mit einer schönen Frau frühstücken möchte zum Beispiel. Aber es könnte schlimmer sein, immerhin hab ich ja das wichtigste noch... die schöne Frau..." Er schmunzelte.
Cat kicherte.
"Hey immerhin weißt Du nächsten Tag noch warum Du sie mitgenommen hast und musst nicht direkt nach dem aufstehen die Flucht ergreifen, weil Du wieder nüchtern bist."
AJ guckte gespielt gekränkt. "Das habe ich niiiiiiiiiiiiemals nicht getan."
"Na klar. Und ich bin die Jungfrau Maria. Schätzchen, sogar ICH habe mir die Kerle schon schön gesoffen. Erzähl mir doch nichts."
Cat lachte herzhaft und hatte zum ersten Mal seid Beginn des Tourstarts und ihres Jobs das Gefühl zu verstehen, was mit der &Mac226;Backstreet Family gemeint war, warum es Menschen wie Luigi gab und warum die Fans vor dem Hotel übernachteten.