Chapter 8
Es war weit nach Mitternacht als ich endlich zur Ruhe kam.
Durch die Verspätete Abfahrt war natürlich auch mein fein säuberlich ausgearbeiteter Terminplan in Verzug geraten und die von mir weder erwarteten noch eingeplanten Fans taten mit diversen Autogrammen und Fotowünschen ihr übriges dazu das ich alle Hände voll zu tun hatte die Jungs einigermaßen pünktlich zu ihrem Interview Termin im Hotel zusammen zu trommeln.
Schlussendlich hatte ich es aber mit nur einer knappen halben Stunde geschafft und damit gleich meine erste Wette gegen Johnny gewonnen.
Nun war es ruhig geworden. Sowohl im Hotel, als auch davor und das erste Mal seid Wochen saß ich ohne meinen Laptop, Papiere, Terminkalender und Aktenordner in der Hotelbar und trank meinen Allabendlichen Tee, während ich aus sicherer Entfernung die noch übrig gebliebenen, hart gesottenen Fans draußen vor der Tür beobachtete.
Hey, so ganz allein hier schöne Frau?
Ich sah auf und lächelte.
Noch gar nicht Müde?
Ich hab bis eben gegen Nick Playstation gespielt. Darf ich?
AJ deutete auf den freien Sessel
Und hast Du gewonnen? fragte ich während ich nickte und aufmunternd auf den freien Stuhl deutete.
Wenn nicht ich wer dann?
Ich lächelte während mein Blick wieder zu den Fans vorm Hotel wanderte.
Eine Weile blieb es ruhig zwischen uns, doch ich spürte seine Blicke auf mir Ruhen.
Das ist auch für uns nach der langen Zeit wieder aufregend. Der einzige der schon im Bett ist, ist unser Daddy.
Ich lächelte und wandte mich wieder AJ zu.
Er vermisst seinen Kurzen jetzt schon, oder?
Wie Hölle und das obwohl er ihm grade heute morgen erst&Mac226;Goodbye gesagt hat und ihn Sonntag schon wieder sieht. Er und Leigh sind die langen Trennungen gewohnt, aber es haben sich eine menge Dinge seid damals geändert.
Erneut entstand eine Pause, in der ich andächtig in meiner Teetasse rührte und AJ sich ebenfalls etwas zu trinken bestellte.
Es macht meist den Anschein schlimmer zu sein als es tatsächlich ist. Sagte er leise und das erste mal seid er sich zu mir gesetzt hatte, sah ich ihm Bewusst in die Augen.
Du wirst Dich dran gewöhnen, es ist gar nicht so schlecht auf Tour mit uns Jungs. Zugegeben, wir sind alle ein bisschen verwirrt, verrückt, irre... Aber daran gewöhnt man sich. Vertrau mir...
Ein selbstironisches Lächeln spielte um seine Lippen, immerhin hatte er sich sozusagen grade selbst für verrückt erklärt.
Also, wie gesagt, wir sind alle nicht ganz dicht. Aber Du wirst Dich schon einfügen, wir haben immer Platz für attraktive junge Frauen...' Er zog bedeutungsvoll eine Augenbraue hoch. 'Was jetzt nicht heißen soll, dass Du verrückt werden musst um zu uns zu passen. Andererseits...
Er runzelte die Stirn.
Ich kann mich nicht dran erinnern, dass in unserer Gesellschaft je einer normal geblieben wäre...
Sein Gesicht hellte sich wieder auf.
Aber egal. Erzähl mal ein bisschen über Dich. Was hast Du gemacht, eh Du Terminplan... erm... Terminplaner für irre Popstars wurdest?
Ich kicherte.
Bevor ich euer Terminplan wurde? Nichts was Du gerne wissen würdest.
Sicher?
Ganz sicher.
Ich mir nicht.
Ich beugte mich lächelnd ein wenig über den Tisch und sah ihn eindringlich an.
Ok, dann lass es mich anders ausdrücken
Ich will nicht drüber reden!
AJ hob beschwichtigend die Arme und lehnte sich in seinem Sessel zurück.
Ok, Akzeptiert.
Ich lehnte mich ebenfalls zurück und musterte ihn.
Ich hätte nicht gedacht dass er sich damit so schnell zufrieden gab.
Nicht nachdem was ich über ihn wusste
Sind die immer so? fragte ich schließlich um vom Thema abzulenken und deutete auf die Fans vorm Hotel die sich gerade zur Nacht sortierten.
Eigentlich ja, aber die meisten sind harmlos.
Die meisten?
Naja, es gab in den letzten Jahren sicherlich mal den einen oder anderen Zwischenfall
Zum Beispiel?
"Zum Beispiel..." AJ zündete sich eine Zigarette an und inhalierte tief. "Zum Beispiel war da mal ein Fan, in Deutschland
Das Mädel wurde echt verrückt als sie uns sah. Und als ich näher ging um Hände zu schütteln und Autogramme zu geben, packte sie mich plötzlich und versuchte mich in die Menge zu ziehen. Q ging zum Glück dazwischen und drückte seine Hand in ihr Gesicht, sonst hätte ich mehr gelassen als die paar Haare, die sie mir ausriss."
Er grinste und nahm noch einen Zug, um den Rauch dann langsam auszublasen.
"Sie hat Dir Haare ausgerissen?" fragte ich leicht schockiert und griff ungefragt nach seinen Zigaretten die auf dem Tisch lagen um mir ebenfalls eine anzuzünden.
"Ich wette, sie hätte lieber was anderes in der Hand gehabt..." AJ lachte. "Aber ja, sie hat mir ein Büschel Haare ausgerissen. Dabei hab ich nicht so viele davon..." Er fuhr sich über den Kopf.
"Na, ich hoffe von solchen 'Attentaten' bleibe ich verschont solange ich mit euch unterwegs bin." schmunzelte ich. "Ich gebe zu das diese ganze Sache... so das alles, die Fans, eure Bodyguards... irgendwie ist das schon ziemlich einschüchternd."
"Ja, es ist wie eine... hm... große Maschine... Man muss zusehen, dass man oben mitfährt und nicht unten unter die Räder gerät."
Ich nickte nachdenklich.
"Ich glaube daran muss ich mich erst gewöhnen. Für diesen Job bin ich auf jedenfall nicht geboren... glaube ich zumindest. Ich meine... " ich warf einen kurzen Blick aus dem Fenster zu den Fans, die tatsächlich anfingen Schlafsäcke auszupacken "
die Schlafen VOR eurem Hotel. Wie geht man bitte mit so etwas um?"
AJ sah nun ebenfalls nach draußen, was einige Fans veranlasste zu winken.
Er hob kurz grüßend die Hand und ein paar riefen seinen Namen.
"Man lernt damit zu leben... Verstehen werd ich es wohl nie... Aber wenn es sie glücklich macht da draußen zu sein, wenn wir hier drin sind, warum nicht? Wir wären gern näher bei unseren Fans, sie geben uns so verdammt viel. Ich meine... ohne sie gäbe es uns nicht mal... Das heißt aber nicht, dass es uns manchmal nicht einfach zu viel wird. Ständig Fotos, Gerüchte, das zerrt an unseren Nerven. Aber wir würden es auch nicht anders haben wollen, also... 'reiten wir den Bullen', um es mal so auszudrücken. Man darf nur nicht runterfallen."
Ich lachte.
Wo hast Du den Spruch denn her?
AJ grinste.
"Na von Kevin natürlich... Zugegeben, er redet heute ein bisschen anders, aber er kann nicht verleugnen, dass er ein 'Landei' ist. Ich würde wohl noch ganz anders reden, wenn ich wie er auf einer Farm aufgewachsen wäre... Nervt er Dich eigentlich schon, indem er ständig fragt wann wir wo in welchem Aufzug zu erscheinen haben, oder dauert es noch ein bisschen ehe Du das erste Mal den Laptop nach ihm wirfst?"
Ich verschluckte mich fast an meinem Tee und verhinderte nur mit Mühe AJ nicht voll zu spucken ehe ich schlucken konnte.
"Also bis jetzt hatte ich noch nicht das Bedürfnis irgendwas nach irgendeinem von euch zu werfen. Aber so wie Du das sagst, klingt das als wäre das nur eine Frage der Zeit. Eigentlich hat Kevin mich bislang nur einmal gefragt was denn anliegt die nächsten Tage und das war heute Mittag im Bus. Vielleicht übt er sich ja noch in vornehmer Zurückhaltung. Ich weiß es nicht. Da kennst Du ihn besser." Ich wischte mit dem Ärmel heimlich ein paar Tee Tropfen vom Tisch
"Aber wo wir grade dabei sind... Erzähl mir was von euch."
Er beugte sich vor und in seinen Augen funkelte es unternehmungslustig. "Was möchtest Du denn wissen?"
Ich lehnte mich ebenfalls ein wenig weiter über den Tisch und grinste herausfordernd.
"Alles?"
Er lachte. "Dann sitzen wir aber lange hier... Verrat mir wenigstens, mit wem ich anfangen soll."
"Wie wäre es mit... Dir?!"
AJ beugte sich noch weiter vor und schmunzelte.
"Du willst also die schmutzigen kleinen Geheimnisse kennen lernen, die ich vor der Welt verberge?"
Er richtete sich auf und setzte sich zurecht.
"Also... Geboren wurde ich am 09. 01. 1978, meine Mutter hatte mich schon sehnsüchtig erwartet..." Ein Stöhnen ließ ihn innehalten.
"Was denn, Du willst gar nicht die ganze Geschichte?"
Er lachte.
"Okay... Du weißt ja sicher, dass ich ohne Vater groß wurde, und dass meine Großeltern ein zweites Elternpaar für mich waren... und dass meine Mutter alles für mich tat, inklusive diesen ganzen Irrsinn hier mitzumachen..." Er deutete einmal in die Runde.
"Genauso wirst Du wohl alles darüber wissen, wie wir gecastet wurden und zusammenfanden, das dürfte einer der best Dokumentiertesten Teile der Akten sein, die Du gesichtet hast."
Ich nickte.
"Tja, was bleibt da noch?"
AJ überlegte.
"Meine gescheiterten Beziehungen vielleicht. Amanda, Sarah, bei denen es wirklich ernst war... unzählige Dates und einige One-Night-Stands... Man könnte behaupten, ich habe nicht viel Glück mit den Frauen. Es ist in diesem Biz schwierig jemanden zu finden, der das alles mitmacht, und noch schwieriger für einen komplizierten Menschen wie mich."
Er drückte seine Zigarette aus.
"Ich beneide Kevin und Brian manchmal wirklich... Sie haben schöne, liebenswerte Frauen die den Zirkus mitmachen und verstehen, dass wir nicht ohne ihn leben können. Und andererseits haben sie durch ihre Beziehungen noch mehr Probleme... Brian vermisst Baylee und Leighanne wie die Hölle, wenn er nicht bei ihnen ist, und Kevin geht es mit Kristin auch nicht besser... Wobei bei ihm die Karriere auch noch im Weg ist bei seiner Familienplanung... Während Brian und Leighanne überall zusammen hingehen, soweit das machbar ist, führen Kev und Kristin eine Fernbeziehung..."
Er zündete eine neue Zigarette an und inhalierte tief, ehe er weiterprach.
"Das ist auch nicht unproblematisch... So oft wie er und Kris sich trennten und wieder zusammenkamen, vor ihrer Ehe... Das möchte ich auch nicht grade mitmachen. Man hat ihm angemerkt, wie sehr ihn das fertigmachte. Ja, und ich bin mal wieder - oder immer noch - Single. Ist vielleicht einfacher. Aber irgendwann möchte ich auch eine Familie und ein paar Kinder."
Um seine Lippen spielte ein Lächeln, aber seine Augen waren ernst.
"Fehlt nur die richtige Frau, die mich aushält und mit meinen Macken leben kann. Und bis das soweit ist, bin ich fröhlicher Single, wie Howie und Nick. Sehr zur Freude der jungen Damen da draußen."
Er warf einen Blick aus dem Augenwinkel in Richtung der Schlafsäcke. Dann wandte er sich mir zu und lächelte.
"War das fürs Erste genug von mir? Sollen wir jetzt über einen der Jungs herziehen?"
Ich kicherte.
"Bin dabei, auch wenn ich nicht viel dazu sagen kann. Bislang habt ihr mich noch nicht sonderlich verschreckt, außer Nick mit seinem furchtbaren Klingelton. Im Bus wollte ich ihm das Handy wegnehmen und ihm zeigen wie man den Ton ausstellt."
AJ lachte laut auf. "Ding Ding! Ja, das ist wirklich unmöglich... und deshalb schon wieder lustig. Dabei hast du ihn gar nicht in den besten Crazy Frog Zeiten erlebt, da fing er nämlich jedes Mal an dazu zu tanzen..."
"Gott bewahre... Dann hab ich ja noch richtig Glück gehabt. Aber ich schwöre das ich sein Handy verschwinden lasse wenn er sich nicht bald was neues anschafft. Noch so ein paar Stunden Dauerklingeln wie im Bus und ich muss ihn würgen. Wo hat kriegt man so einen Mist eigentlich her?"
Ich schüttelte missbilligend den Kopf.
AJ grinste. "Aus Europa natürlich, den Ländern der unbegrenzten Möglichkeiten. Ich weiß nur nicht, ob er es jetzt aus England oder Deutschland hatte. In England hörten wir es zuerst, und sobald Nick in good old Germany im TV erwähnte, dass er den Frosch toll findet, gingen die Fans begeistert drauf ein und sangen bei jeder Gelegenheit diesen Song, sei es nun bei Aufzeichnungen fürs TV oder beim Konzert."
"Und er ist immer noch euer Freund? Mein Respekt wächst." Ich grinste und sah mich nach einer Bedienung um, um erneut Getränke zu bestellen. Ich hatte so die Vermutung dass ich nicht innerhalb der nächsten Minuten ins Bett gehen würde.
AJ nickte gespielt ernst. "Das wundert uns selbst so manches Mal... Naja, wir fanden es alle eine Weile ganz witzig. Nick ist eben selbst ein Crazy Frog und das wissen wir schon so lange wir ihn kennen. Gefährlich wird es erst, wenn er anfängt Kevin ernsthaft zu nerven." Dankbar nahm er den Saft vom Kellner entgegen und trank einen Schluck.
"Wieso, was passiert dann?" fragte ich und deutete Fragend auf AJ's Zigaretten die er mir sofort über den Tisch schob. Ich nahm erneut eins der Nikotinstäbchen aus seiner Schachtel und ließ mir von ihm Feuer geben.
"Naja... Kommt drauf an... Es ist schon vorgekommen, dass er sich Nick über die Schulter geworfen hat, um ihn in voller Montur in den Pool zu werfen... Zu Beginn unserer Karriere wurde Nick so aufgeblasen und arrogant, dass Kevin auf die Idee kam ihn in Boxershorts auf den Flur zu setzen. Klar haben wir begeistert mitgemacht... und es brachte Nick wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Und heizte seinen Rachedurst an..." AJ lachte bei der Erinnerung.
"Oh oh... das Klingt nach einer menge übler Scherze."
"Nick ist voll davon." bestätigte AJ grinsend. "Du musst ihm nicht mal was tun, um sein Opfer zu werden, es reicht dass du in Reichweite bist. Also sei lieber vorsichtig, vor allem wenn er dir Kaugummi oder so was anbietet, er hat da eine Vorliebe für einen mit Fischgeschmack."
Ich verzog angewidert das Gesicht.
"Er sollte vorsichtig sein. Wenn er mich auf dem falschen Fuß erwischt könnte das böse für ihn enden. Zum einen kann ich KiBoTu und zum anderen soll er nicht vergessen dass ICH eure Termine mache." Ein bösartiges Grinsen stahl sich auf mein Gesicht.
"Oh-oh, klingt als hättest du auch eine Ader für Scherze und Rache."
"Na, glaubst Du etwa ich würde es auf mir sitzen lassen wenn mir jemand einen Fischkaugummi andreht?" Ich schüttelte energisch den Kopf.
Grinsend rieb sich AJ die Hände. "Ich glaube, wir müssen euch beide im Auge behalten, damit wir nichts verpassen von dem Spaß."
Ich lachte laut auf.
"Ich werde Dir als erstes Bescheid sagen wenn ich Rache übe."
"Oh, ich bitte sehr darum. Ich werde Getränke kaltstellen und Popcorn besorgen und dann werden die Jungs und ich mit vergnügen zusehen, was zwischen dir und Nick passiert."
"Ich verspreche Dir schon jetzt dass Nick den Kürzeren zieht. Man legt sich nie Ungestraft mit mir an und vor allem sollte man mich nie unterschätzen. Das kann ein Todesurteil sein."
"Was kann ein Todesurteil sein?" wollte Nick wissen, der just in dem Moment hereinkam.
Er ging durch, bis zum Fenster, und winkte den Fans draußen einen Moment wie wild. Sofort sprangen alle aus ihren Schlafsäcken und rannten näher, schreiend und winkend, doch Nick hatte schon grinsend kehrt gemacht und ließ sich ungefragt in einen Sessel plumpsen.
"Wenn du so mit den Fans spielst." ging AJ unbeeindruckt auf seine Frage ein.
Ich grinste und blinzelte gegen das Blitzlichtgewitter das kurzzeitig aufkam.
"Warum bist Du noch nicht im Bett? Es ist nach Eins." fragte ich tadelnd und kam mir ein bisschen wie eine Mutter vor.
"Ich dachte, du willst nicht Babysitter bei uns spielen?" meinte AJ belustigt.
"Ich hab ja auch nur mal nachgefragt und ihn nicht gleich ins Bett geschickt." Schmunzelte ich und verschränkte die Arme vor der Brust.
Nick trommelte mit den Fingern auf dem Tisch herum.
"Kann mal wieder nicht schlafen... Hat AJ dir erzählt, wie hoch ich ihn vorhin geschlagen habe?"
"Zum nicht schlafen können müsstest du dich erst mal ins Bett legen und es versuchen." erinnerte ihn AJ. "Und ich hab gewonnen, nicht du. Oder hast du wieder im zwei Spieler Modus weitergespielt als ich weg war?"
Ich kicherte und rollte gespielt genervt mit den Augen.
"Gott, auf was habe ich mich da bloß eingelassen als ich diesen Job angenommen habe? Nicht mal Vierundzwanzig Stunden von Zuhause weg und schon sitze ich mit zwei Zickigen Popstars in einer Hotelbar und hör mir an wie sie sich um ein Playstation spiel zanken."
Nick winkte ab. "In zwei bis drei Wochen bist du soweit abgehärtet, dass es dir nicht mehr das Geringste ausmacht. Und in vier Wochen, von heute an, werde ich dich in meinen Lieblingsspielen geschlagen haben."
AJ zog die Augenbrauen hoch. "Hört hört..."
"Ist das so?! Bist Du sicher dass Du mit mir wetten möchtest?" fragte angriffslustig und warf erst Nick, dann AJ einen kurzen Blick zu.
Nick grinste breit.
"Allerdings. Würde ich die Jungs nicht regelmäßig auf meiner Playstation trainieren lassen, hätten sie ja gar keine Chancen gegen mich. Ich bin ja kein Unmensch, also werde ich Dir auch vorher erklären wie man die spielt."
Ich grinste stumm in mich hinein.
Auch wenn ich noch immer keine Ahnung hatte auf was ich mich eigentlich eingelassen hatte, war ich der Meinung dass diese Job durchaus zu bewältigen war. Auch wenn ich dafür gegen Nick Playstation spielen musste.
Ich hatte keine Ahnung wie spät es tatsächlich war als ich schließlich mit Nick und AJ im Schlepptau leise kichernd über den Hotelflur zu unseren Zimmern taperte.
Das letzte Mal hatte ich um kurz nach Drei auf die Uhr geschaut.
Ich verabschiedete mich von den beiden und grinste noch immer als ich vorm Spiegel stand um mir die Zähne zu putzen.
Ich hatte einen, meiner Meinung nach, durchaus erfolgreichen Start mit den Jungs und der Tour gehabt... bislang.
Wie sehr ich die beiden aber ein paar Stunden später, als mein Wecker klingelte, verfluchen sollte war mir zumindest in der Hotelbar noch nicht klar gewesen.