Chapter 4
Zwei Tage nachdem Mister Grape mich in sein Büro gerufen hatte um mich den Backstreet Boys persönlich vorzustellen, damit ich wusste an wen ich mich bei etwaigen Fragen wenden konnte, hatte sich das Chaos auf und um meinen Schreibtisch herum deutlich gelichtet und das erste mal seid meinem "Schock" am frühen Montag morgen gönnt ich mir wieder eine Zigarettenpause mit Billy
ich sage der will zu Descokom. Grinste ich und rückte der Scheibe mit meiner Nase bedrohlich auf den Leib um zu sehen wohin der Gutaussehende Junge Blonde in dem marineblauen Anzug wollte, der gerade schnellen Schrittes die Lobby durchquerte.
Nein, glaub ich nicht. Gab Billy zurück.
Was meinst Du wohin er will? fragte ich neugierig nach und schmiss fast den großen Standaschenbecher auf dem Flur um, um dem Jungen Mann nachzuschauen.
Der will zu uns. Sagte Billy triumphierend.
Woher willst Du das wissen?
Ist der Sohn vom Chef!
Ich verzog das Gesicht.
Das war aber nicht Nett. Du schummelst ja. Schmollte ich.
Hey, Du hättest mich ja zuerst fragen können.
Ich boxte Billy leicht in die Seite und drehte der Lobby den Rücken zu, lehnte mich an die Kühle Glasscheibe und sah rüber zum Aufzug um zu überprüfen ob Billy auch wirklich nicht gelogen hatte.
Was machen eigentlich Deine Backstreet Boys? schmunzelte er und zog an seiner Zigarette.
Also mal davon abgesehen das es nicht "meine" sind, bin ich mit dem Chaos fast fertig und habe heute Morgen sogar schon wieder ein Stückchen von meiner Schreibtischplatte gesehen.
Ich drückte meine Zigarette in den Sand des Aschenbechers und verschränkte die Arme vor der Brust bevor ich mich an Billy wandte.
Verrat mir mal wie ein Mensch in Viereinhalb Jahren Siebzehn Handyverträge abschließend und doppelt so viele SIM Karten Neu beantragen kann.
Billy lachte laut auf.
Lass mich raten. Nick Carter!
Woher weißt Du das?
Buschtrommeln!
Der Junge scheint Wöchentlich ein neues Handy zu brauchen. Meckerte ich verständnislos.
Er kann es sich ja auch leisten. Schmunzelte mein Gegenüber belustigt.
Ich schüttelte den Kopf und nickte dem "Sohn von Billys Chef" zu, der gerade aus dem Fahrstuhl trat und grüßend die Hand in unsere Richtung hob.
Nett. Bemerkte ich beiläufig und meinte nicht im Entferntesten die Höflichkeit das der Junge Mann uns gegrüßt hatte.
Das sagt jede. Schnaufte Billy deshalb hat der Chef ja auch Wöchentlich wechselnde Sekretärinnen. Damit sein Youngster immer neues Spielzeug hat.
Echt? fragte ich neugierig nach. Büroklatsch war Balsam in meinen Ohren. Alles nur keine Boygroups mehr. Endlich mal was wirklich interessantes.
Jap, pass auf das er nicht bald mal auf euer Büro übergreift. Seinem Dad gehen nämlich langsam die wirklich fähigen Sekretärinnen aus.
Ich glaube kaum dass jemand von uns sich darauf einlassen würde. Die anderen wissen das doch sicherlich.
Die ja, aber Du nicht.
Jetzt schon.
Wenn er Dich anbaggert geh ich ihm endlich eine Verpassen.
Du bist Schwul, Du würdest Ihn nicht hauen!
Wenn er Dich anmacht schon!
Ich grinste und drückte Billy einen Kuss auf die Wange.
Ich muss wieder an die arbeit. Bleibt es bei unserem Essen heute Abend?
Aber Sicher schöne Frau. Bis später!
Noch immer schmunzelnd setzte ich mich wieder an meinen Schreibtisch und nahm mir den nächsten Unsortierten Ordner vor.
Der als einziger nicht beschriftet war
Müde und ein wenig Gelangweilt öffnete ich den Ordner, beschloss jedoch mir erst noch einen Kaffee zu holen, bevor ich mich dem trockenen Papierkram aufs Neue Zuwendete.
Ich stand auf und warf einen Oberflächlichen Blick auf das was mich erwarten würde, als ein kleines Wort meine Aufmerksamkeit erregte.
Ohne meinen Kaffee setzte ich mich wieder und nahm das Dokument aus dem Überfüllten Hefter.
Zehn Minuten später suchte ich mich quer durch den Ordner um die Zweite Seite zu dem Dokumentenfax zu finden das ich in der Hand hielt.
Wissbegierig verschlang ich auch dies und legte es nachdenklich wieder zurück auf den Ordner.
Kurz darauf sah ich mich immer wieder panisch um, wie eine Kleinkriminelle, als ich den Ordner in meiner Tasche verschwinden ließ.
***
Ich hatte noch nicht einmal meine Schuhe ausgezogen als ich mich, nach dem Abendessen mit Billy, Zuhause an meinen Schreibtisch setzte und den Ordner aus dem Büro wieder aus meiner Tasche zog.
Ungewollt hatte ich das Dinner mit Billy kurz gehalten. Der Inhalt des Ordners und dessen was ich gelesen hatte, hatte mich nicht eine Sekunde in Ruhe gelassen und ich wollte unbedingt wissen was mich noch erwartete.
Während ich meinen Laptop hochfuhr bildete ich verschiedene Stapel aus dem Inhalt des Hefters.
Anschließend sortierte ich alles nach für mich Interessanter Relevanz und begann zu lesen.
Mit immer größerem Interesse verschlang ich ein Dokument nach dem anderen.
Etwa Drei Stunden später griff ich zum Telefon
Nach dem zweiten Klingeln wurde abgehoben.
Anonyme Alkoholiker, mein Name ist Mike was kann ich für Sie tun?